Andachten

Andacht

Andacht 22. Juni 2022

22. Juni 2022 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 22. Juni 2022

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Doch Petrus sagte: „Geld habe ich nicht. Aber was ich habe, das will ich dir geben. Im Namen von Jesus Christus aus Nazareth: Steh auf und geh!“

Er sah den ganzen Tag nur Füße, so viele Füße! Wahrscheinlich konnte er schon an den Schuhen, in denen die Füße steckten, abschätzen, was ihn erwartete. Und vielleicht sind gerade die Füße in den ärmlichen Sandalen stehen geblieben, damit die dazugehörigen Hände ihm ein paar Münzen zuwerfen konnten. Der Platz an der Tempeltür, zu dem er täglich getragen wurde (V. 2), weil er sich nicht aus eigener Kraft fortbewegen konnte, war kein schlechter Platz. Auf dem Weg in den Tempel waren die Gläubigen gebefreudiger als sonst. Schließlich galt es als Zeichen von Frömmigkeit, Arme und Kranke zu unterstützen. Möglicherweise hatte der Gelähmte sich schon mit seinem Schicksal arrangiert. Er kannte es ja nicht anders. Auf dem Boden sitzend, von den meisten Vorbeigehenden übersehen, von der Hilfe anderer abhängig, seiner Würde beraubt. „Als Petrus und Johannes den Tempel betreten wollten, bat er auch sie um Geld“, sagt der Text (V. 3 Hfa). Und da war doch noch eine Spur von Lebensmut in ihm, denn es heißt: „Erwartungsvoll sah der Mann auf.“ (V. 5 Hfa) Er ahnte noch nicht, dass sich gleich sein ganzes Leben verändern würde. Und doch war da ein Funken Hoffnung. Petrus nahm den Gelähmten bei der Hand und richtete ihn auf. In einem Augenblick veränderte sich seine gesamte Lebenssituation. „Steh auf und geh!“ Das bedeutet: Ergreife die Chance, nimm die Herausforderung an, mach was aus deinem Leben! Was tat der Geheilte als Erstes? Er ging gemeinsam mit den Aposteln in den Tempel. Er freute sich wie ein Kind. „Außer sich vor Freude rannte er umher, sprang in die Luft und lobte Gott.“ (V. 8 Hfa) Kennen wir das Gefühl, gelähmt zu sein, auch wenn wir laufen können? Dass sich innerlich alles wie erstarrt anfühlt? Dass wir nicht mehr aufstehen können? Dann dürfen wir erwartungsvoll aufblicken und voller Zuversicht darauf vertrauen, dass Gottes Hand sich uns entgegenstreckt und uns wieder aufrichtet, dass eine göttliche oder menschliche Stimme zu uns spricht: „Komm, steh auf und geh! Ich geh mit dir. An diesem und an jedem anderen Tag deines Lebens.“

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