Andachten

Andacht

Andacht 24. Juni 2022

24. Juni 2022 | Sylvain Romain

Andacht 24. Juni 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

Gehen wir mal davon aus, dass 99 Prozent der Löwen nie einen Menschen gefressen haben. Sind sie besser als das restliche ein Prozent? Wohl nicht, denn wahrscheinlich hatten sie einfach keine Gelegenheit dazu. Vielleicht vegetieren sie in einem Käfig, in einem Park oder sie haben keine Zähne mehr. Charles Spurgeon, einer der bekanntesten Prediger des 19. Jahrhunderts, beschreibt es in etwa so: Ein Bauer hatte ein Ferkel, das er besonders mochte. Er dachte, eigentlich gehört das Tier in sein Wohnzimmer; und so schrubbte er es unter der Dusche, zog es an und parfümierte es. Doch auf einmal sprang der neue Hausbewohner vom Sofa auf und rannte los ... in die nächste Pfütze. Das weiße Hemd und die gebügelte Hose halfen nichts, denn auch wenn es schick angezogen wird, bleibt ein Ferkel ein Ferkel. Diese kurze Geschichte zeigt, dass wir nicht herauskönnen aus unserer Haut. Ein Ferkel ist ein Nutztier, ein Löwe ein Raubtier und wir Menschen? Wir sind Sünder. Wir sitzen hinter Gittern. Die Stäbe bestehen aus der Angst, erwischt zu werden, vielleicht aus dem Mangel an Möglichkeiten und aus unserer Erziehung, die uns – gemischt mit der Stimme Gottes – ein schlechtes Gewissen einredet. Sünde ist nicht nur das, was ich tue oder nicht tue, sondern das, was ich tun würde, wenn ich die ungehinderte Freiheit und Möglichkeit dazu hätte. Drei Beispiele: Stellen wir uns vor, wir hätten einen Rennwagen und es gäbe weder Polizei noch Blitzgeräte: Würden wir uns an die Regeln halten? Zweitens: Gelegenheit macht Diebe, sagt der Volksmund – welcher Kunde meldet einen Fehler zugunsten des Supermarkts, wenn sich die Kassiererin vertippt hat? Und als Drittes das Karrieremachen, zum Beispiel in der Politik. Manche gingen in die Politik, um die Welt zu verändern. Sobald sie aber besondere Machtbefugnisse hatten, wurden sie zu Diktatoren (dies kann auch in Firmen oder Familien geschehen). Die Beispiele verdeutlichen, dass wir wohl mehr als Kosmetik brauchen. Unser Eingangstext spricht von einer Neugeburt „aus dem Geist“. Damit ist eine neue Gesinnung gemeint, die nur durch das Wirken Gottes in uns möglich ist. Wollen wir uns darauf einlassen?

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