Andachten

Andacht

Andacht 29. Juni 2022

29. Juni 2022 | Holger Hentschke

Andacht 29. Juni 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.

Ich sitze im Wartezimmer, wie alle zwei Wochen, und starre auf das Bild an der Wand. Eine Fjordlandschaft ist dargestellt: schroffe Felsen, blauer Himmel, blaugrünes Wasser und im Vordergrund ein Felsen, auf dem ein alter Schiffsanker liegt. Der Anker und die Kette sind rostig. Es scheint, als wäre der Felsen durch das Hochwasser im Frühjahr und Herbst überspült worden, sodass der Anker und die Kette ihn in eine rostrot-braune Farbe getaucht haben. Das Wasser kann es nicht mehr abwaschen, der Felsen hat die für ihn unnatürliche Farbe angenommen und behalten. Während ich hier Woche für Woche warte, dass ich aufgerufen werde, und dabei das Bild betrachte, frage ich mich, ob ich auch auf meine Umwelt abfärbe. Hat der „Felsen“, auf dem ich als Anker oder Kette liege, auch schon von meinem Rost Farbe angenommen? Ich meine das im positiven Sinne. Konnte ich mit meinen christlichen Werten, die mir in meinem Leben wichtig sind, in meine Umgebung wirken? Sind andere aufmerksam geworden, weil sie bemerkt haben, dass man sich in meinem Umfeld anders benimmt, anders behandelt wird und anders miteinander redet? Ich mache kein Geheimnis aus meinem Glauben und spüre immer wieder, wie Menschen Kontakt suchen, weil sie Fragen über die Bibel, die Kirche, den Glauben oder Gott haben. Der Anker, der auf dem Felsen liegt, gibt seinen Rost nicht absichtlich an den Felsen ab. Es ist der natürliche Lauf der Dinge, dass das passiert. Wenn der Psalmist schreibt, dass er Gottes Willen gern tun will und sein Gesetz in seinem Herzen hat, klingt das ebenso natürlich und freiwillig. Es ist nichts mühselig Auferlegtes, sondern fast automatisch folgt, dass uns die christlichen Werte wichtig sind, wir sie hochhalten und den anderen vorleben. Unser Wort sollte gelten und wahr sein, man sollte uns vertrauen können und wir sollten niemanden von oben herab behandeln. So können und werden wir auf unsere Umwelt abfärben und für Außenstehende als Christen erkennbar sein. Ist das nicht eine schöne Vorstellung? Im Kindergottesdienst haben wir immer ein Lied gesungen: „Herr, hast du ein Werk für mich? Will ich’s tun gar freudiglich. Meine Händ’, ob schwach, ob klein, wirken soll’n für dich allein.“ Daran möchte ich immer denken und mal still, mal laut in dieses Lied einstimmen.

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