Andachten

Andacht

Andacht 12. Juli 2022

12. Juli 2022 | Nicole Günther

Andacht 12. Juli 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Durch die Geduld werdet ihr bis zum Ende durchhalten, denn dann wird euer Glaube zur vollen Reife gelangen und vollkommen sein und nichts wird euch fehlen.

Als ich auf Kreta wegen der plötzlichen Lähmung meiner linken Hand drei Tage im Krankenhaus verbrachte, wurde meine Geduld auf die Probe gestellt. Es bestand der Verdacht auf: Schlaganfall, Borreliose, Parkinson und Multiple Sklerose. Nach unzähligen Untersuchungen erhielt ich die Nachricht, eventuell im Laufe des Tages entlassen zu werden. Der Arzt fand, dass weitere Untersuchungen in Deutschland durchzuführen seien, wollte aber noch das Ergebnis einer Hirnuntersuchung bewerten. Ich wartete geduldig und angespannt, da mein Rückflug bereits am Folgetag stattfinden sollte. Immer wenn sich die Tür öffnete, klopfte mein Herz wild – vergeblich. Ich wusste, Patienten wurden bis 18 Uhr entlassen, so fragte ich um 16 Uhr, wann der Arzt denn käme. Bei der Antwort „Vielleicht heute, sonst übermorgen“ wurde ich blass. Vielleicht? Um 20 Uhr sagte meine britische Zimmergenossin, wie sehr sie mich den ganzen Tag über für meine Geduld bewundert habe. Ich war dankbar, dass sie nicht in mich hineinsehen konnte, denn da herrschten Verzweiflung und Ungeduld. Sicher wusste der griechische Arzt, wann und ob er ins Krankenhaus zurückkehren würde, nur alle anderen wussten es nicht. Geduld ist die Fähigkeit, warten zu können, und eine lernbare Tugend, um besser mit unseren Sehnsüchten umzugehen. Zum Glück kommt Jesus nicht nur vielleicht zurück, wie der Arzt aus dem Krankenhaus, sondern garantiert. Doch auch wir wissen nicht, wann. Auch hier gilt es, geduldig zu sein; darin liegt nach Jakobus der Schlüssel zum Durchhalten „bis zum Ende“. Gott möchte uns helfen, unseren Glauben zu stärken und darin zu wachsen. Wenn wir uns in Geduld üben, wird unser Glaube „zur vollen Reife gelangen“. Es ist herausfordernd, vor allem in Krisen, den Glauben zu stabilisieren und das Vertrauen in Gott nicht zu verlieren. Es bedeutet, uns nicht von den Stürmen des Lebens ins Wanken bringen zu lassen und uns mutig weiter zu Gott zu bekennen. Geduld ist mit Hoffnung, Standhaftigkeit, Besonnenheit, Zuversicht und Durchhaltevermögen verbunden. Deshalb wünsche ich uns, behütet, geduldig, glaubend und hoffend zu bleiben, bis Jesus wiederkommt.

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