Andachten

Andacht

Andacht 13. Juli 2022

13. Juli 2022 | Alexander K.

Andacht 13. Juli 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Doch bald darauf erhob sich ein heftiger Sturm, und hohe Wellen schlugen ins Boot, bis es fast ganz voll Wasser gelaufen war. Währenddessen schlief Jesus hinten im Boot mit dem Kopf auf einem Kissen. In ihrer Verzweiflung weckten sie ihn schließlich und riefen: „Lehrer, macht es dir denn gar nichts aus, dass wir umkommen?

Ich kann mich noch gut an den Oktober 2018 erinnern. Unsere gut vier Jahre alte Tochter war dabei, Fahrradfahren zu lernen. Natürlich begann es sehr wackelig, aber ihr guter Gleichgewichtssinn half ihr, sodass es dann doch „Klick“ machte. Zunächst bin ich neben ihr hergelaufen, um jederzeit eingreifen zu können. Nach und nach konnte ich meinen Abstand zu ihr vergrößern und bald schon lief ich nur noch hinter ihr. Voller Selbstvertrauen trat sie immer fester in die Pedale und ich musste den Abstand größer werden lassen. Bei jedem starken Wackler hat sich bei mir alles verkrampft, weil ich Angst hatte, sie würde hinfallen und sich verletzen. Doch ihre Sicherheit nahm zu, je mehr sie bemerkte, dass sie mich nicht mehr direkt neben sich benötigte. So komisch es klingt, für ihre Fahrsicherheit war es das Beste, dass sie diese Unsicherheit erlebte. Mit Stützrädern kann man auf Dauer nicht frei fahren lernen. Könnte das im übertragenen Sinn auch auf den Glauben und die Stürme in unserem Leben zutreffen? Möchte Gott uns dabei vielleicht die Chance zum Lernen bieten? Am Tag nach ihrer ersten erfolgreichen Fahrt bin ich meiner Tochter mit dem Fahrrad hinterhergefahren und sie meinte irgendwann: „Ich weiß, dass du da bist. Ich höre dich und kann deinen Schatten sehen.“ Ich denke, Gott möchte, dass wir solche Erfahrungen im Glauben machen und uns die Gewissheit seiner Nähe nicht abhandenkommt. Das muss nicht immer erst in lebensbedrohlichen Situationen geschehen, wie bei den Jüngern im Boot, sondern mag manchmal mehr dem Radfahrenlernen ähneln. Auf keinen Fall möchte er unser Unglück oder gar, wie die Jünger sagten, „dass wir umkommen“. Vielleicht kannst du nur seinen „Schatten“ wahrnehmen, aber sein Versprechen, bei dir zu sein, gilt immer. Das ist sicher! „Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch bis zum Ende der Zeit!“ (Mt 28,20 NeÜ)

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