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Andacht

Andacht 15. August 2022

15. August 2022 | Roland E. Fischer

Andacht 15. August 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, so will ich euch Regen geben zur rechten Zeit und das Land soll seinen Ertrag geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen.

In den vergangenen Jahren hatten wir hier in Mitteleuropa ungewöhnlich heiße und trockene Sommer. Das Pflanzenwachstum war durch den Wassermangel sehr reduziert; Ernteeinbrüche und regelrechte Missernten waren die Folge. Die Bedeutung, ja die Notwendigkeit des Regens wurde uns wieder besonders bewusst. Zu biblischen Zeiten und in biblischen Ländern mit regelmäßiger Hitze und Trockenheit war Regen deshalb ein Ausdruck für Wohlergehen und ein Zeichen für Gottes Segen, wie es der obige Bibeltext beschreibt. Regen wurde also als Folge für den Gehorsam der Menschen Gott gegenüber verstanden. Umgekehrt waren Trockenheit und Dürre Zeichen für das Strafgericht Gottes über den Ungehorsam. Doch dieser Tun-Ergehen-Zusammenhang wird im Neuen Testament aufgelöst. Gott gibt seine Zuwendung und seinen Segen allen Menschen: „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5,45) Das gilt zunächst im wörtlichen Sinn: Sonne und Regen treffen alle Menschen gleich, gute und böse. Es gilt aber auch im übertragenen Sinn: Gott wendet sich allen Menschen mit Barmherzigkeit und Segen zu. So ist der Vater im Himmel! Wenn wir auch heute noch den Regen als ein Symbol für den Segen Gottes verstehen, dann dürfen wir wissen, dass Gott ihn allen Menschen gibt: den Regen und den Segen! Unser himmlischer Vater tut dies aus seiner Güte und Liebe heraus, ohne dass wir Vorleistungen erbringen müssten. Schließlich erinnert das Warten auf den Regen an eine Zusage des Apostels Jakobus: „Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.“ (Jak 5,7–8) Gut zu wissen, dass wir uns in Dürre- und Regenzeiten auf Gottes Wohlwollen, seine Liebe zu uns und seinen Segen verlassen dürfen. Danke, Herr!

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