Andachten

Andacht

Andacht 22. August 2022

22. August 2022 | Siegfried Wittwer

Andacht 22. August 2022

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst ... Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.

Er war ein schlauer Fuchs – jedenfalls dachte er es. Für einen Teller Linsensuppe hatte er seinem hungrigen Bruder schon vor Monaten das Erstgeburtsrecht abgeschwatzt. Doch als dieser trotz allem den Erstgeburtssegen erhalten sollte, täuschte er seinen alten Vater und log ihn an. Dass dies nicht gut ausgehen konnte, hätte sich Jakob an fünf Fingern abzählen können. Sein Vater war von ihm tief enttäuscht, und sein Bruder Esau kochte vor Wut und schmiedete Mordpläne. Unter dem Vorwand, sich bei seinen Verwandten im fernen Norden eine Frau aussuchen zu wollen, machte sich Jakob auf den Weg nach Haran. In Wirklichkeit fürchtete er die gnadenlose Rache seines Bruders. Nach etwa zwei Tagesmärschen legte er sich in der Nähe der Stadt Luz schlafen. Dabei träumte er von einer Himmelsleiter, auf der Engel auf- und niederstiegen. Am Ende der Leiter sah er den Herrn, Jesus, stehen. Man könnte nun erwarten, dass Jesus ihm gründlich den Kopf wäscht und ihm sagt: „Was hast du nun von deinem Betrug, Jakob? Hättest du doch nur auf meine Gebote geachtet und meiner Verheißung vertraut, statt zu lügen und zu betrügen. Du wolltest aber alles haben und hast nun alles verloren.“ Doch nichts von alledem! Jesus tritt den verzweifelten Jakob nicht tiefer in den Staub. Er macht ihm keine Vorwürfe und belehrt ihn nicht mit erhobenem Zeigefinger. Im Gegenteil, Jesus macht ihm Mut. Mit dem Traum zeigt er Jakob, dass die Verbindung zum Himmel trotz seines Betrugs nicht abgerissen ist. Gott ist ihm gnädig und vergibt ihm seine Schuld. Er verheißt Jakob seinen Segen und sichert ihm zu, ihn niemals zu verlassen! Das lässt den jungen Mann aufatmen. Am nächsten Morgen errichtet er ein Steindenkmal und nennt den Ort Bethel, Haus Gottes. Hier hatte er erfahren, wie dieser Gott, den bereits sein Vater und Großvater verehrt hatten, wirklich ist. Jakob durfte außerdem erleben, dass es niemals zu spät ist, sein Leben und seine Einstellung zu verändern. Nicht Vorwürfe und Ermahnungen führten dazu, sondern die Gnade und Liebe Gottes.

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