Andachten

Andacht

Andacht 25. August 2022

25. August 2022 | Hanna Klenk

Andacht 25. August 2022

Bildnachweis: Monika Breiholz

Nachdem sie aus dem Wasser gestiegen waren, wurde Philippus vom Geist des Herrn an einen anderen Ort versetzt. Der Äthiopier sah ihn nicht mehr, aber er reiste mit frohem Herzen weiter.

Eifrig arbeitet mein Sohn, um den weiteren Verlauf des Mosaikbodens freizulegen. Die Teilnehmer der archäologischen Grabung entscheiden, dass es sich bei dem Tier wohl um ein Kalb handeln müsse. Erstaunlicherweise sehen wir über dessen Kopf zwei Pfoten, dann das Haupt eines gefleckten Tieres mit runden Ohren. Ein Leopard greift das arme Kalb an! Eine solche Darstellung hätten wir in einer byzantinischen Kirche nicht erwartet. Überhaupt bietet das Unternehmen immer wieder Überraschungen. Zum ersten Mal ist ein Fachmann für spätantike Geschichte mit dabei. Er stellt ständig Vermutungen an, was unter den heruntergefallenen Ziegeln und der dicken Brandschicht zum Vorschein kommen müsse, und ist immer wieder gezwungen, seine Annahmen zu verwerfen oder zu revidieren. Eine Vertiefung, die er als Grab eines Heiligen interpretiert, erweist sich später als eine Art Ersatzteillager. Nach der Zerstörung des Kirchengebäudes durch Erdbeben und Brand oder Krieg holten sich Anwohner dort wertvolle Bausteine – quasi antikes Recycling! Dann kommen Inschriften zutage. „Für die Christus-liebende Diakonin Theodosia ... Zum Andenken an Gregoria, Diakonin von Bithynien.“ Unser Fachmann ist verwirrt. Das kann doch nicht sein! Im 5./6. Jahrhundert nach Christus hätten Frauen keine Ämter und Rollen im Kirchengefüge innegehabt. Nun muss er umdenken und seine Sicht der Dinge wohl oder übel ändern. Dieses Erlebnis erinnerte mich an Apostelgeschichte 8, als Philippus nach seiner Begegnung mit dem Äthiopier vom Geist Gottes „an einen anderen Ort versetzt“ wurde, denn im Anschluss an unseren Eingangstext heißt es: „Philippus wurde danach in Aschdod gesehen. Von da aus zog er nach Cäsarea und verkündete auf dem Weg dorthin in allen Städten die rettende Botschaft von Jesus.“ (V. 40 Hfa) Die anfangs von mir beschriebenen Mosaiken befinden sich genau dort, in Aschdod. Was da zum Vorschein kam, waren die Spuren des Evangelisten! Frauen und Männer begannen umzudenken und Jesus zu lieben. So passiert es noch heute. Deshalb möchte auch ich solche Spuren hinterlassen, dass Menschen wie der Äthiopier berührt werden und mit frohem Herzen weiterziehen können.

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