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Andacht 14. September 2022

14. September 2022 | Lothar Wilhelm

Andacht 14. September 2022

Bildnachweis: Monika Breiholz

Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): „Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.“ Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Vielleicht hat mancher nach der Schule, der Ausbildungszeit oder dem Studium gemeint, er habe ausgelernt. Allzu bald musste er aber erkennen, dass das Lernen in unserer sich schnell verändernden Welt immer weitergehen muss. Wer nicht bereit ist, ständig dazuzulernen, verpasst den Anschluss. Das gilt nicht nur in der Berufswelt, sondern besonders in der Lebensschule Jesu. „Geht aber hin und lernt“, sagt Jesus. In diesem Zusammenhang könnte das auch mit „Bewegt euch!“ oder „Gebt euch einen Ruck!“ wiedergegeben werden. „Begreift doch endlich“ oder „Denkt darüber nach“, so übersetzen und übertragen andere Bibeln diesen Vers. Es ist eine sehr deutliche Aufforderung, die Jesus wichtig zu sein scheint, und sie beweist einmal mehr, wie oft und klar Jesus in den Evangelien zum Lernen auffordert. Und zwar oft diejenigen, die meinen, die Heiligen Schriften ganz genau zu kennen. Beschleicht auch uns manchmal der Gedanke: Das wissen wir doch schon alles! Was können Andacht, Gottesdienst, Bibelgespräch oder Predigt schon Neues bringen? Jesus spricht die „Gerechten“ an und stellt ihnen die „Sünder“ gegenüber. Den Sündern will er sich besonders zuwenden. Sie sind hier nicht Übeltäter, die moralisch verwerflich handeln, sondern diejenigen, die sich ihrer Fehlerhaftigkeit bewusst sind. Sie erkennen, dass sich bei ihnen etwas ändern muss. Und sie wollen wissen, wie das geht. Zu den Gerechten zählt Jesus hier alle, die meinen, ganz in Ordnung zu sein und bereits zu wissen, was richtig ist. Wenn die anderen sich wenigstens so viel Mühe geben würden wie ich, wäre es besser in der Welt! Wer so denkt, merkt meist nicht, welche kühle Distanz er dadurch zu anderen aufbaut. Wenn Jesus uns zum Lernen auffordert, geht es ihm nicht um etwas Neues, das wir noch nicht wissen. Es geht ihm um die „Barmherzigkeit“, die Gott mehr wert ist als theologische Richtigkeit oder religiöse Form. Wie kann man Barmherzigkeit lernen? Am besten von Jesus selbst, denn er wendet sich seinen Mitmenschen zu, nimmt Anteil und fühlt mit ihnen, er begegnet ihnen verständnisvoll, gütig, hilfsbereit. Herr, lass mich das täglich von dir lernen.

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