Andachten

Andacht

Andacht 27. September 2022

27. September 2022 | Daniel Wildemann

Andacht 27. September 2022

Bildnachweis: joexx / photocase.de

Früh am Morgen hörst du mein Rufen, in der Frühe trage ich dir meine Sache vor und warte auf deine Entscheidung.

David leidet. Er sieht die Wahrheit mit Füßen getreten und die Unheilstifter, überheblichen Prahler, Lügner, Betrüger und Mörder mit ihrem Treiben unbehelligt davonkommen. Wie kann das sein? Probleme einer grauen Vorzeit? Spätestens seit der Bergpredigt ist bekannt, dass Rufmord auch Mord ist, Halbwahrheiten auch Lügen sind und ethisches Handeln mehr mit Intentionen zu tun hat als mit der zur Schau gestellten Schokoladenseite eines Menschen. David muss Dampf ablassen und greift zum Musikinstrument. In seinem Lied der (An-)Klage und Sehnsucht spitzt sich die Lage zu: „O Gott, rechne mit ihnen ab! Lass sie zu Fall kommen durch ihre eigenen Pläne! Verstoße sie wegen all des Unrechts, das sie begangen haben – gegen dich lehnen sie sich auf!“ (V. 11 Hfa) David will nicht mehr: Bis wann geht das noch so? Es gibt Phasen im Leben, in denen die Tage bereits mit vergleichbarem Rufen beginnen. Dann ist jedes Zeichen willkommen, das auf Änderung hindeutet. „In der Frühe rüste ich dir ein Opfer zu und spähe aus“, übersetzt die Elberfelder Bibel den Vers 4. Der Psalmist wird hier zum Späher, der von Gott her die Wende erwartet. In seiner Verzweiflung flüchtet sich der König Israels zum schirmenden Gott. Hinter seinem Schild geht David in Deckung, sodass er schließlich sagen kann: „Lass sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich lass sie rühmen, denn du beschirmest sie. Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben! Denn du, HERR, segnest die Gerechten, du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.“ (V. 12–13) Die Wende kommt, indem sich David „deckungsgleich“ mit Gott macht. Es ist zunächst keine äußere Wende – Davids und Gottes Feinde treiben weiterhin ihr Unwesen –, sondern eine innerlich vollzogene. David grenzt sich so von seinen Negativerfahrungen ab und macht sich wahr vor Gott: „Du, leite mich in deiner Wahrhaftigkeit.“ (V. 9 Buber) Manchmal bleibt uns nichts anderes als das Spähen – nach Gottes Gegenwart und seiner Führung. Manchmal ist da nur die unerfüllte Sehnsucht nach Gerechtigkeit – dann dürfen wir mit David gewahr werden: Gott wird „in der Frühe ... meine Stimme hören“ (V. 4 EB).

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