Andachten

Andacht

Andacht 04. Oktober 2022

04. Oktober 2022 | Dagmar Heck

Andacht 04. Oktober 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Eine freundliche Antwort vertreibt den Zorn, aber ein kränkendes Wort lässt ihn aufflammen. Ein freundliches Wort heilt und belebt, aber eine böse Zunge raubt jeden Mut.

Ein berühmter Maler erhielt den Auftrag, ein Gemälde von Alexander dem Großen anzufertigen. Dabei ergab sich für den Künstler jedoch ein Problem. Alexander, der siegreiche Feldherr, hatte als Folge einer Stichverletzung eine hässliche Narbe auf der Stirn. „Was soll ich machen?“, überlegte der Maler. „Wenn die Narbe auf dem Gemälde zu erkennen ist, entstelle ich das Porträt. Lasse ich sie jedoch weg, entspricht das Gemälde nicht mehr der Wirklichkeit.“ Doch dann fiel dem Künstler eine Lösung ein, wie er das Bild gestalten könnte. Er würde den Herrscher in einer nachdenklichen Pose malen: Auf den Ellbogen gestützt, würde Alexander seine Hand anheben und mit dem Zeigefinger die Narbe auf der Stirn verdecken. Auch wir müssen uns der Herausforderung stellen, wie wir mit unangenehmen Tatsachen in unserem Leben, mit unseren und den Schwächen unserer Mitmenschen umgehen. Die Bibel gibt uns in 1. Korinther 13,4–5 eine Hilfestellung: „Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend.“ (Hfa) Wer wirklich liebt, zieht die Schwäche des Nächsten nicht ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Er wird auch nicht jede Äußerung des anderen kommentieren und Dritten mitteilen. Gar nicht so selten werden Ehepartner, Kinder, Kollegen oder Nachbarn öffentlich in ein negatives Licht gerückt und bloßgestellt, sodass großer emotionaler Schaden entsteht. Sind auch wir hier nicht schon schuldig geworden? „Ein freundliches Wort heilt und belebt“, heißt es im Ausgangstext aus den Sprüchen und macht deutlich, dass wir alle das Bedürfnis haben, mit Würde und Respekt behandelt zu werden. Jesus, der die Sünde hasst, ist uns darin Vorbild, indem er dem einzelnen sündigen Menschen mit unendlicher Liebe begegnet. Jesus fordert jeden auf, zu ihm zu kommen, seine Erlösung anzunehmen und sich von ihm verändern zu lassen. Auch heute gibt es Gelegenheiten, bei denen wir Geduld, Vergebungsbereitschaft und Liebe üben können, weil wir wissen, dass Jesus uns zuerst geliebt hat.

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