Andachten

Atom-Feed

https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/ Andachten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland 2019-12-03T12:01:02Z Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland info@adventisten.de TYPO3 extension ams_articles https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/layout/LogoFeed.png Copyright 2020, Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland Tägliche Andacht der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-23/andacht-23012020/ Andacht 23.01.2020 2019-12-03T12:01:02Z André Zander info@adventisten.de 23. Januar 2020 André Zander


Andacht 23.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Erinnerst du dich noch an den Titel des Andachtsbuches 2017? Er lautete: „Dein Wille geschehe.“
Ich erinnere mich, wie sich dieser Titel in meine Seele bohrte, als ich das Andachtsbuch zum ersten Mal in der Hand hielt. Zu dieser Zeit eskalierten Terror, Anschläge (Berliner Weihnachtsmarkt) und Übergriffe. Hass, Verleumdung und Intoleranz auf allen Seiten prägen unser Miteinander, zerreißen unsere Gesellschaft.
„Dein Wille geschehe.“ Diese Worte haben mich getroffen und schwer beschäftigt.
Lieber Gott, sage mir: Ist das wirklich dein Wille, was in der Welt, in unserem Land, in unserer Stadt geschieht? Aber wenn es nicht dein Wille ist, der hier geschieht, dann ist diese Aussage im Vaterunser wohl nur ein frommer Wunsch, eine hohle Floskel? Welch ein Dilemma! Was bete ich da eigentlich? Und wenn wir schon mal dabei sind: Dass dein Reich komme, ist ja auch allein deine Angelegenheit – warum sollte ausgerechnet ich – ein kleiner Tropfen in deinem Ozean – dich darum bitten?
Doch halt, genau an dieser Stelle wurde mir klar: Natürlich kann ich Jesu Wiederkunft nicht auch nur um einen Wimpernschlag beschleunigen, selbst wenn ich noch so fleißig missionieren würde. Aber das ist auch gar nicht der Punkt.
Jesus sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lk 17,21) und „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)
Darum geht es Jesus: Als Christ bin ich nichts weniger als ein Repräsentant des Gottesreiches! Da wo ich bin, da ist Gottes Reich, da möchte Gott durch mich wirken. Jesus denkt hier auf einer ganz anderen Ebene – auf der persönlichen!
Und so ist es auch mit Gottes Willen: Er soll an mir geschehen! Die Welt kann ich nicht verändern, aber ich kann Gott bitten, dass er mich verändert. Dass ich das tue, was er sich von mir wünscht. Dass ich ihm mein Leben anvertraue. Und selbstverständlich kann ich mich gegenüber der Welt, meinen Mitmenschen und der Natur so verhalten, wie es Gottes Willen entspricht. „Dein Wille geschehe“ bedeutet aber auch, Gott zu vertrauen, dass er handelt und mich hält.
Lieber Gott, danke, dass du mir gezeigt hast, was es wirklich bedeutet, wenn dein Wille geschieht!

]]>
Dein Wille geschehe. - Matthäus 6,10 / Erinnerst du dich noch an den Titel des Andachtsbuches 2017? Er lautete: „Dein Wille geschehe.“Ich erinnere mich, wie sich dieser Titel in meine Seele bohrte, als ich das Andachtsbuch zum ersten Mal in der Hand hielt. Zu dieser Zeit eskalierten Terror, Anschläge (Berliner Weihnachtsmarkt) und Übergriffe. Hass, Verleumdung und Intoleranz auf allen Seiten prägen unser Miteinander, zerreißen unsere Gesellschaft.„Dein Wille geschehe.“ Diese Worte haben mich getroffen und schwer beschäftigt.Lieber Gott, sage mir: Ist das wirklich dein Wille, was in der Welt, in unserem Land, in unserer Stadt geschieht? Aber wenn es nicht dein Wille ist, der hier geschieht, dann ist diese Aussage im Vaterunser wohl nur ein frommer Wunsch, eine hohle Floskel? Welch ein Dilemma! Was bete ich da eigentlich? Und wenn wir schon mal dabei sind: Dass dein Reich komme, ist ja auch allein deine Angelegenheit – warum sollte ausgerechnet ich – ein kleiner Tropfen in deinem Ozean – dich darum bitten?Doch halt, genau an dieser Stelle wurde mir klar: Natürlich kann ich Jesu Wiederkunft nicht auch nur um einen Wimpernschlag beschleunigen, selbst wenn ich noch so fleißig missionieren würde. Aber das ist auch gar nicht der Punkt.Jesus sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lk 17,21) und „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)Darum geht es Jesus: Als Christ bin ich nichts weniger als ein Repräsentant des Gottesreiches! Da wo ich bin, da ist Gottes Reich, da möchte Gott durch mich wirken. Jesus denkt hier auf einer ganz anderen Ebene – auf der persönlichen!Und so ist es auch mit Gottes Willen: Er soll an mir geschehen! Die Welt kann ich nicht verändern, aber ich kann Gott bitten, dass er mich verändert. Dass ich das tue, was er sich von mir wünscht. Dass ich ihm mein Leben anvertraue. Und selbstverständlich kann ich mich gegenüber der Welt, meinen Mitmenschen und der Natur so verhalten, wie es Gottes Willen entspricht. „Dein Wille geschehe“ bedeutet aber auch, Gott zu vertrauen, dass er handelt und mich hält.Lieber Gott, danke, dass du mir gezeigt hast, was es wirklich bedeutet, wenn dein Wille geschieht! 2020-01-22T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-22/andacht-22012020/ Andacht 22.01.2020 2019-12-03T11:54:47Z Daniel Wildemann info@adventisten.de 22. Januar 2020 Daniel Wildemann


Andacht 22.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Wer bist du? Wie oft habe ich mir und anderen diese Frage schon beantwortet. Aber sie kehrt immer wieder zu mir zurück, ich werde sie nicht los. Die ersten Versuche, sie loszuwerden, fallen gewöhnlich leicht: Ich bin der Sohn von …, ich bin [Vorname Nachname], Ich bin der, der hier arbeitet …, ich bin soundso viele Jahre alt …
Nein. Wer bist du? – Ach dieses Spiel, bei dem keine Antwort genügt. Wer bin ich?
Im Johannesevangelium bekommt Johannes der Täufer diese Frage gestellt. Seine Antwort an die Delegation, die ihn zu erforschen kam, ist merkwürdig. Zunächst sagt der Prophet, wer er nicht ist: „Ich bin nicht der Christus.“ (V. 20) Dann wird Johannes mit einer Reihe von anderen verglichen – ein bewährtes Mittel. „Und sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin’s nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.“ (V. 21) Johannes macht deutlich: Ich bin nichts von dem. Die Suche nach der eigenen Identität beginnt mit der Abgrenzung: Das bin ich nicht.
„Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du dann?, dass wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?“ (V. 22) Hier wird deutlich, dass die persönlichste aller Fragen nicht einmal persönlich gemeint ist. Wie häufig sind auch wir diesen unpersönlichen Begegnungen ausgesetzt. Martin Buber nannte diese Art des Aneinandervorbeiredens treffend Vergegnung.
Die Fragenden lassen jedoch nicht locker. Auch wenn es ihnen nicht um den Menschen geht, so soll er doch in ihr System aufgenommen werden. Stellt er eine ernstzunehmende Gefahr dar? „Was sagst du von dir selbst?“ (V. 22)
Und hier kommt die merkwürdige Antwort: „Ich bin eine Stimme.“ Das ist ein Zitat aus Jesaja: „Ich bin die Stimme eines Predigers in der Wüste: ‚Ebnet den Weg des Herrn!‘ (Jes 40,3)”. Hier steckt allerdings noch mehr drin. Wer wir sind, hat etwas mit unserer Stimme zu tun, mit dem, was wir von uns geben. Ich bin eine Stimme. Was rufe ich? Johannes gebrauchte seine Stimme, um den Weg des Herrn zu verkünden. Er rief: Macht Platz für das Wichtigste.
Wofür setzen wir uns in einer wüsten Welt ein? Was ist unsere Botschaft? Wir sind eine Stimme.

]]>
Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden zu ihm sandten aus Jerusalem Priester und Leviten, dass sie ihn fragten: Wer bist du? - Johannes 1,19 / Wer bist du? Wie oft habe ich mir und anderen diese Frage schon beantwortet. Aber sie kehrt immer wieder zu mir zurück, ich werde sie nicht los. Die ersten Versuche, sie loszuwerden, fallen gewöhnlich leicht: Ich bin der Sohn von …, ich bin [Vorname Nachname], Ich bin der, der hier arbeitet …, ich bin soundso viele Jahre alt …Nein. Wer bist du? – Ach dieses Spiel, bei dem keine Antwort genügt. Wer bin ich?Im Johannesevangelium bekommt Johannes der Täufer diese Frage gestellt. Seine Antwort an die Delegation, die ihn zu erforschen kam, ist merkwürdig. Zunächst sagt der Prophet, wer er nicht ist: „Ich bin nicht der Christus.“ (V. 20) Dann wird Johannes mit einer Reihe von anderen verglichen – ein bewährtes Mittel. „Und sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin’s nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.“ (V. 21) Johannes macht deutlich: Ich bin nichts von dem. Die Suche nach der eigenen Identität beginnt mit der Abgrenzung: Das bin ich nicht.„Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du dann?, dass wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?“ (V. 22) Hier wird deutlich, dass die persönlichste aller Fragen nicht einmal persönlich gemeint ist. Wie häufig sind auch wir diesen unpersönlichen Begegnungen ausgesetzt. Martin Buber nannte diese Art des Aneinandervorbeiredens treffend Vergegnung.Die Fragenden lassen jedoch nicht locker. Auch wenn es ihnen nicht um den Menschen geht, so soll er doch in ihr System aufgenommen werden. Stellt er eine ernstzunehmende Gefahr dar? „Was sagst du von dir selbst?“ (V. 22)Und hier kommt die merkwürdige Antwort: „Ich bin eine Stimme.“ Das ist ein Zitat aus Jesaja: „Ich bin die Stimme eines Predigers in der Wüste: ‚Ebnet den Weg des Herrn!‘ (Jes 40,3)”. Hier steckt allerdings noch mehr drin. Wer wir sind, hat etwas mit unserer Stimme zu tun, mit dem, was wir von uns geben. Ich bin eine Stimme. Was rufe ich? Johannes gebrauchte seine Stimme, um den Weg des Herrn zu verkünden. Er rief: Macht Platz für das Wichtigste.Wofür setzen wir uns in einer wüsten Welt ein? Was ist unsere Botschaft? Wir sind eine Stimme. 2020-01-21T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-21/andacht-21012020/ Andacht 21.01.2020 2019-12-03T11:52:31Z Hanna Klenk info@adventisten.de 21. Januar 2020 Hanna Klenk


Andacht 21.01.2020

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

Seit zehn Jahren führt das Dorf Kandersteg im Berner Oberland Ende Januar eine „Belle Époque“-Woche durch. Was als Werbeschachzug begann, um Gäste in einer sonst flauen Zeit in die Hotels zu locken, entwickelte sich zu einem Magneten für Menschen, die gerne in die aufwendige Kleidung der Zeit um 1900 schlüpfen. Federhüte, Volants, Zylinder, aber auch Nagelschuhe und Gamaschen werden gern gezeigt.
Gottfried Kellers Novelle Kleider machen Leute diente als Vorlage für Filme und Opern und ist heute noch genauso aktuell, wenn man sich die Outfits der Stars auf YouTube anschaut.
Welche Bedeutung hatte Kleidung in biblischer Zeit? Hast du dich auch schon über die Geschichte des Achan gewundert, der bei der Eroberung von Jericho einen babylonischen Mantel, Silber und Gold mitgehen ließ und in seinem Zelt vergrub? Welchen Nutzen hatte denn das Kleidungsstück? Es öffentlich zu tragen war ja auf keinen Fall möglich. Das Stück Stoff hatte sicher mehr als materiellen Wert. Ähnlich muss es sich bei dem vielfarbigen Mantel, den Jakob seinem Sohn Josef machen ließ, verhalten haben. Auch von dem Spieleinsatz um das Rätsel, das Simson seinen Hochzeitsgästen stellte, wird deutlich, dass 30 Hemden und Gewänder wohl einen hohen Wert besaßen.
Reliefs aus assyrischen, babylonischen und persischen Palästen zeigen uns Machart und Aussehen solcher langen Röcke, die oft in Bahnen um den Körper gelegt wurden, aufwendige Muster aufwiesen und mit Fransen behangen waren. Die langen Ärmel machen deutlich, dass es sich um Festkleidung für Zeremonien handelte, die dem Träger einen bestimmten Status verlieh. Außerdem konnte man so ausgestattet keine körperliche Arbeit verrichten.
Jesus macht in seinem Gleichnis vom Hochzeitsfest klar, dass alle menschlichen Aufwendungen und Anstrengungen nicht genügen, um vor Gott zu bestehen. Er lässt sich durch Glitzer und Troddeln nicht täuschen. Nur wer das Kleid der Gerechtigkeit von Jesus als Geschenk annimmt, wird bestehen können. Kleider machen vielleicht Leute, aber nur weiße Kleider – von Gott verliehen – machen Erlöste!

]]>
Als der König kam, um die Gäste zu sehen, bemerkte er einen Mann, der nicht festlich angezogen war. - Matthäus 22,11 / Seit zehn Jahren führt das Dorf Kandersteg im Berner Oberland Ende Januar eine „Belle Époque“-Woche durch. Was als Werbeschachzug begann, um Gäste in einer sonst flauen Zeit in die Hotels zu locken, entwickelte sich zu einem Magneten für Menschen, die gerne in die aufwendige Kleidung der Zeit um 1900 schlüpfen. Federhüte, Volants, Zylinder, aber auch Nagelschuhe und Gamaschen werden gern gezeigt.Gottfried Kellers Novelle Kleider machen Leute diente als Vorlage für Filme und Opern und ist heute noch genauso aktuell, wenn man sich die Outfits der Stars auf YouTube anschaut.Welche Bedeutung hatte Kleidung in biblischer Zeit? Hast du dich auch schon über die Geschichte des Achan gewundert, der bei der Eroberung von Jericho einen babylonischen Mantel, Silber und Gold mitgehen ließ und in seinem Zelt vergrub? Welchen Nutzen hatte denn das Kleidungsstück? Es öffentlich zu tragen war ja auf keinen Fall möglich. Das Stück Stoff hatte sicher mehr als materiellen Wert. Ähnlich muss es sich bei dem vielfarbigen Mantel, den Jakob seinem Sohn Josef machen ließ, verhalten haben. Auch von dem Spieleinsatz um das Rätsel, das Simson seinen Hochzeitsgästen stellte, wird deutlich, dass 30 Hemden und Gewänder wohl einen hohen Wert besaßen.Reliefs aus assyrischen, babylonischen und persischen Palästen zeigen uns Machart und Aussehen solcher langen Röcke, die oft in Bahnen um den Körper gelegt wurden, aufwendige Muster aufwiesen und mit Fransen behangen waren. Die langen Ärmel machen deutlich, dass es sich um Festkleidung für Zeremonien handelte, die dem Träger einen bestimmten Status verlieh. Außerdem konnte man so ausgestattet keine körperliche Arbeit verrichten.Jesus macht in seinem Gleichnis vom Hochzeitsfest klar, dass alle menschlichen Aufwendungen und Anstrengungen nicht genügen, um vor Gott zu bestehen. Er lässt sich durch Glitzer und Troddeln nicht täuschen. Nur wer das Kleid der Gerechtigkeit von Jesus als Geschenk annimmt, wird bestehen können. Kleider machen vielleicht Leute, aber nur weiße Kleider – von Gott verliehen – machen Erlöste! 2020-01-20T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-20/andacht-20012020/ Andacht 20.01.2020 2019-12-03T11:51:03Z Albrecht Höschele info@adventisten.de 20. Januar 2020 Albrecht Höschele


Andacht 20.01.2020

Bildnachweis: m.voigt.1982 / photocase.de

Einem 80-jährigen Mann wurde von der Bank das gewünschte Darlehen abgelehnt. Er fühlte sich gedemütigt und mutlos und wünschte sich den Tod.
Das mag übertrieben klingen, doch vielen ergeht es irgendwie ähnlich. Wir Menschen tun uns schwer damit, mit Enttäuschungen umzugehen. Selbst Christen fragen, manchmal noch gezielter, warum Gott dieses oder jenes zulässt. Und wenn es keine schnelle Antwort gibt oder jemand besonders leidet, ist es mitunter ein längerer, teils schmerzlicher Prozess, Schicksalsschläge in Geduld annehmen zu lernen. Doch wir dürfen unsere Sorgen „auf Gott werfen“ und uns von ganzem Herzen seiner Fürsorge anvertrauen.
Es gibt noch eine andere Lesart – nämlich: dass ich mich bei meiner Bekehrung „alle Sorge auf ihn werfend“ unter Gottes „mächtige Hand“ untergeordnet oder „gedemütigt“ habe (Wuppertaler Studienbibel), damit er mich aufrichte, „wenn seine Zeit da ist“ (Hfa). So kann ich mich „leichter in schwierige Verhältnisse hineinfinden“, ja sogar „auch andern Menschen unterordnen“. So stelle ich mir Petrus’ Einstellung vor, der den obigen Bibeltext im Gefängnis schrieb.
Und ich werde nie jenen Wandspruch aus meiner Jugendzeit vergessen: „Wer unter Gott steht, steht über den Dingen.“ Dann kann ich auch darauf verzichten, Mitmenschen oder Ereignisse manipulieren oder, wo es um die Zukunft bei Gott geht, womöglich seinen Zeitplan forcieren zu wollen.
Von starker Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft mit Jesus motiviert, können wir auch neu Verantwortung übernehmen. Und wo Sorgen bleiben, kleben wir nicht mehr an ihnen fest, tragen sie nicht mehr selbst, dürfen sie immer wieder – wo sie uns erneut anfechten wollen – mit einer Handbewegung zu Jesus Christus bringen, sie betend vor ihm aussprechen. Außerdem ist es möglich, dass Gott gerade gedemütigten Leuten ein Gefühl der Zusammengehörigkeit schenkt, wie sie es zuvor nicht erlebten.
Diese Art Abhängigkeit lässt uns in Wirklichkeit frei, fröhlich und zufrieden unseren Weg weitergehen und dadurch Gott Lob und Ehre zukommen lassen, wie es ihm gebührt.

]]>
So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. - 1. Petrus 5,6–7 / Einem 80-jährigen Mann wurde von der Bank das gewünschte Darlehen abgelehnt. Er fühlte sich gedemütigt und mutlos und wünschte sich den Tod.Das mag übertrieben klingen, doch vielen ergeht es irgendwie ähnlich. Wir Menschen tun uns schwer damit, mit Enttäuschungen umzugehen. Selbst Christen fragen, manchmal noch gezielter, warum Gott dieses oder jenes zulässt. Und wenn es keine schnelle Antwort gibt oder jemand besonders leidet, ist es mitunter ein längerer, teils schmerzlicher Prozess, Schicksalsschläge in Geduld annehmen zu lernen. Doch wir dürfen unsere Sorgen „auf Gott werfen“ und uns von ganzem Herzen seiner Fürsorge anvertrauen.Es gibt noch eine andere Lesart – nämlich: dass ich mich bei meiner Bekehrung „alle Sorge auf ihn werfend“ unter Gottes „mächtige Hand“ untergeordnet oder „gedemütigt“ habe (Wuppertaler Studienbibel), damit er mich aufrichte, „wenn seine Zeit da ist“ (Hfa). So kann ich mich „leichter in schwierige Verhältnisse hineinfinden“, ja sogar „auch andern Menschen unterordnen“. So stelle ich mir Petrus’ Einstellung vor, der den obigen Bibeltext im Gefängnis schrieb.Und ich werde nie jenen Wandspruch aus meiner Jugendzeit vergessen: „Wer unter Gott steht, steht über den Dingen.“ Dann kann ich auch darauf verzichten, Mitmenschen oder Ereignisse manipulieren oder, wo es um die Zukunft bei Gott geht, womöglich seinen Zeitplan forcieren zu wollen.Von starker Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft mit Jesus motiviert, können wir auch neu Verantwortung übernehmen. Und wo Sorgen bleiben, kleben wir nicht mehr an ihnen fest, tragen sie nicht mehr selbst, dürfen sie immer wieder – wo sie uns erneut anfechten wollen – mit einer Handbewegung zu Jesus Christus bringen, sie betend vor ihm aussprechen. Außerdem ist es möglich, dass Gott gerade gedemütigten Leuten ein Gefühl der Zusammengehörigkeit schenkt, wie sie es zuvor nicht erlebten.Diese Art Abhängigkeit lässt uns in Wirklichkeit frei, fröhlich und zufrieden unseren Weg weitergehen und dadurch Gott Lob und Ehre zukommen lassen, wie es ihm gebührt. 2020-01-19T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-19/andacht-19012020/ Andacht 19.01.2020 2019-12-03T10:42:59Z Krimhild Müller info@adventisten.de 19. Januar 2020 Krimhild Müller


Andacht 19.01.2020

Bildnachweis: luh / photocase.de

Es gibt ein Kinderlied, das ich lernte, als ich noch klein war: „Pass auf, kleines Auge, was du siehst, denn der Vater in dem Himmel schaut herab auf dich, denn der Vater in dem Himmel hat dich lieb.“ An diese Zeilen erinnerte der Heilige Geist mich im Lauf der Zeit immer wieder, sodass ich mich selbst des Öfteren fragte: Wohin schaue ich eigentlich?
Ich schaue nicht um mich herum. Das würde mir Angst machen. Die Welt wird immer unruhiger und unsicherer und die Menschheit immer egoistischer und rücksichtsloser. Das vermeintliche Glück, das die Welt anbietet, ist trügerisch und oberflächlich und kann der Seele keinen dauerhaften Frieden geben.
Ich blicke auch nicht in mich hinein. Das würde mich tief unglücklich machen. Ich habe nichts in mir, worauf ich meine Hoffnung setzen könnte. In meinem Herzen gibt es Versagen, Angst und Mutlosigkeit.
Ich schaue nicht zurück. Gott kennt meine Vergangenheit, all die begangenen Fehltritte, die versäumten Gelegenheiten und vergeblichen menschlichen Anstrengungen. All das gebe ich ihm ab, weil ich weiß, dass er mir mein Versagen in seiner Liebe und Gnade vergibt und nicht mehr daran denkt. Deshalb will ich es auch nicht tun.
Ich blicke nicht vorwärts. Gott kennt meine Zukunft: Alles, was kommen wird, weiß er schon jetzt und er hält für jedes Problem bereits eine Lösung bereit, bevor es überhaupt entstanden ist. Er wird mich den richtigen Weg führen, wird in jeder Prüfung nah bei mir sein und mich durch jeden Tag, der kommen wird, hindurchtragen.
Aber ich richte meinen Blick hinauf zu Jesus. Ich will „niemand sehen als Jesus allein“. Denn wenn ich zu Jesus aufschaue, verschwinden sämtliche Ängste und Sorgen, und echter Friede, der höher ist als alle menschliche Vernunft, erfüllt mein Inneres. Wenn ich auf Jesus schaue, weiß ich mich geliebt und angenommen; deshalb fühle ich mich bei ihm geborgen und sicher.
Der Blick hinauf zu Jesus verstärkt in mir die Sehnsucht auf sein baldiges sichtbares Kommen:
„Seht auf [Jesus hinauf] und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lk 21,28)

]]>
Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. - Matthäus 17,8 / Es gibt ein Kinderlied, das ich lernte, als ich noch klein war: „Pass auf, kleines Auge, was du siehst, denn der Vater in dem Himmel schaut herab auf dich, denn der Vater in dem Himmel hat dich lieb.“ An diese Zeilen erinnerte der Heilige Geist mich im Lauf der Zeit immer wieder, sodass ich mich selbst des Öfteren fragte: Wohin schaue ich eigentlich?Ich schaue nicht um mich herum. Das würde mir Angst machen. Die Welt wird immer unruhiger und unsicherer und die Menschheit immer egoistischer und rücksichtsloser. Das vermeintliche Glück, das die Welt anbietet, ist trügerisch und oberflächlich und kann der Seele keinen dauerhaften Frieden geben.Ich blicke auch nicht in mich hinein. Das würde mich tief unglücklich machen. Ich habe nichts in mir, worauf ich meine Hoffnung setzen könnte. In meinem Herzen gibt es Versagen, Angst und Mutlosigkeit.Ich schaue nicht zurück. Gott kennt meine Vergangenheit, all die begangenen Fehltritte, die versäumten Gelegenheiten und vergeblichen menschlichen Anstrengungen. All das gebe ich ihm ab, weil ich weiß, dass er mir mein Versagen in seiner Liebe und Gnade vergibt und nicht mehr daran denkt. Deshalb will ich es auch nicht tun.Ich blicke nicht vorwärts. Gott kennt meine Zukunft: Alles, was kommen wird, weiß er schon jetzt und er hält für jedes Problem bereits eine Lösung bereit, bevor es überhaupt entstanden ist. Er wird mich den richtigen Weg führen, wird in jeder Prüfung nah bei mir sein und mich durch jeden Tag, der kommen wird, hindurchtragen.Aber ich richte meinen Blick hinauf zu Jesus. Ich will „niemand sehen als Jesus allein“. Denn wenn ich zu Jesus aufschaue, verschwinden sämtliche Ängste und Sorgen, und echter Friede, der höher ist als alle menschliche Vernunft, erfüllt mein Inneres. Wenn ich auf Jesus schaue, weiß ich mich geliebt und angenommen; deshalb fühle ich mich bei ihm geborgen und sicher.Der Blick hinauf zu Jesus verstärkt in mir die Sehnsucht auf sein baldiges sichtbares Kommen:„Seht auf [Jesus hinauf] und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lk 21,28) 2020-01-18T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-18/andacht-18012020/ Andacht 18.01.2020 2019-12-03T10:41:34Z Roland Nickel info@adventisten.de 18. Januar 2020 Roland Nickel


Andacht 18.01.2020

Bildnachweis: giftgruen / photocase.de

Der Bäckermeister hatte in unserem 300 Einwohner zählenden Dorf neben seiner Bäckerei noch einen kleinen Laden, bei dem viele Leute die meisten ihrer Lebensmittel kauften und so die Existenz des Bäckers und seiner Familie sicherten. Als dann die Supermärkte kamen und fast jeder im Dorf ein eigenes Auto hatte, musste er seinen Laden aufgeben. Die riesige Auswahl und die niedrigen Preise der anderen waren eine zu große Verlockung.
Was war passiert? Marktwirtschaft war passiert. Das „Wohl“ des mit vielen befreundeten Bäckermeisters trat in den Hintergrund. Jeder schaute eben, wo er am günstigsten einkaufen konnte. In dieser Marktwelt hatte der kleine Bäckerladen keine Chance mehr.
Nach der reinen Lehre der Marktwirtschaft ist das nicht so schlimm, denn der Wohlstand des Einzelnen würde gefördert, wenn jeder Marktteilnehmer nur sein Eigeninteresse verfolgen würde. Das bedeutet aber für jeden, sich immer wieder an neue Situationen anzupassen, egoistisch zu handeln und nur den eigenen Vorteil zu suchen.
Diese Philosophie der Marktwirtschaft haben wir alle, die wir in diesem System aufgewachsen sind, „mit der Muttermilch aufgesogen“. Wir handeln danach und partizipieren so am Wohlstand und am Fortschritt.
Der Apostel Paulus nimmt allerdings im heutigen Bibeltext deutlich Stellung gegen die Prinzipien solcher Systeme, die den Egoismus an die erste Stelle setzen. Beim Einkaufen, bei der Vermögensbildung, bei unseren Freizeitaktivitäten, wenn wir Geld in die Hand nehmen, sind wir als Christen herausgefordert, nicht nur auf unseren eigenen Vorteil zu schauen, sondern auch „das Wohl des anderen im Auge zu haben“. Paulus geht noch einen Schritt weiter und fordert ein Umdenken: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird.“ (Röm 12,2 Hfa)
Es gehört Mut dazu, sein Denken zu ändern und die Werte Gottes zu leben, in einer Gesellschaft, die völlig anders tickt. Durch die Kraft des Heiligen Geistes kann es gelingen.

]]>
Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben. Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild. - Philipper 2,4–5 / Der Bäckermeister hatte in unserem 300 Einwohner zählenden Dorf neben seiner Bäckerei noch einen kleinen Laden, bei dem viele Leute die meisten ihrer Lebensmittel kauften und so die Existenz des Bäckers und seiner Familie sicherten. Als dann die Supermärkte kamen und fast jeder im Dorf ein eigenes Auto hatte, musste er seinen Laden aufgeben. Die riesige Auswahl und die niedrigen Preise der anderen waren eine zu große Verlockung.Was war passiert? Marktwirtschaft war passiert. Das „Wohl“ des mit vielen befreundeten Bäckermeisters trat in den Hintergrund. Jeder schaute eben, wo er am günstigsten einkaufen konnte. In dieser Marktwelt hatte der kleine Bäckerladen keine Chance mehr.Nach der reinen Lehre der Marktwirtschaft ist das nicht so schlimm, denn der Wohlstand des Einzelnen würde gefördert, wenn jeder Marktteilnehmer nur sein Eigeninteresse verfolgen würde. Das bedeutet aber für jeden, sich immer wieder an neue Situationen anzupassen, egoistisch zu handeln und nur den eigenen Vorteil zu suchen.Diese Philosophie der Marktwirtschaft haben wir alle, die wir in diesem System aufgewachsen sind, „mit der Muttermilch aufgesogen“. Wir handeln danach und partizipieren so am Wohlstand und am Fortschritt.Der Apostel Paulus nimmt allerdings im heutigen Bibeltext deutlich Stellung gegen die Prinzipien solcher Systeme, die den Egoismus an die erste Stelle setzen. Beim Einkaufen, bei der Vermögensbildung, bei unseren Freizeitaktivitäten, wenn wir Geld in die Hand nehmen, sind wir als Christen herausgefordert, nicht nur auf unseren eigenen Vorteil zu schauen, sondern auch „das Wohl des anderen im Auge zu haben“. Paulus geht noch einen Schritt weiter und fordert ein Umdenken: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird.“ (Röm 12,2 Hfa)Es gehört Mut dazu, sein Denken zu ändern und die Werte Gottes zu leben, in einer Gesellschaft, die völlig anders tickt. Durch die Kraft des Heiligen Geistes kann es gelingen. 2020-01-17T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-17/andacht-17012020/ Andacht 17.01.2020 2019-12-03T10:39:52Z Nicole Günther info@adventisten.de 17. Januar 2020 Nicole Günther


Andacht 17.01.2020

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Seit einiger Zeit wird einmal im Jahr die Musiksendung The Voice of Germany ausgestrahlt, in der es darum geht, die beste Stimme Deutschlands zu finden. In den ersten Shows – den so genannten blind auditions – sitzt die Jury mit dem Rücken zur Bühne und ist damit sozusagen „blind“, da sie nicht sehen kann, wer auf die Bühne kommt. Die Juroren können nur anhand der Stimmen bewerten, ob diese gut genug sind, um weiterzukommen. Da die Teilnehmenden also nicht nach Alter, Größe, Gewicht, Gestik, Mimik, Modestil und Ähnlichem bewertet werden können, kann niemand die Jury etwa mit einer besonders hübschen Präsentation beeinflussen, um von fehlenden stimmlichen Qualitäten abzulenken. Allein die Stimme zählt. Und manchmal würde sich ein Juror gern umentscheiden, wenn er die Person schließlich sieht.
Mich faszinieren diese ersten Sendungen, denn sie zeigen: Ob wir wollen oder nicht, wir beurteilen unsere Mitmenschen. Man hat in psychologischen Studien herausgefunden, dass es nur allenfalls 100 Millisekunden braucht, um anhand von Gerüchen, Körpersprache und Aussehen einen ersten Eindruck zu gewinnen. Anschließend steht für uns fast unveränderlich fest, wie wir eine Person einschätzen, wer uns als attraktiv, sympathisch, vertrauenswürdig erscheint und wer nicht.
Gott ist da ganz anders. Seine Wahl beruht nicht auf Äußerlichkeiten, sondern, wie im obigen Bibeltext deutlich wird, auf einem Blick ins Herz, denn bei ihm zählt der innere Wert. Ihn können wir nicht mit hübschem Styling oder teurer Kleidung beeindrucken. Jenseits von allem Äußeren, wonach Menschen von anderen Menschen beurteilt werden, sieht Gott in das Innere des Menschen und schätzt dieses wert. Er hat den völligen Durchblick, er kennt meine Motivation, meine Stärken, meine blinden Flecke. Auch in Augenblicken, in denen ich mich nicht kenne, weiß er, was in mir vorgeht. Das ermutigt mich, allein Gott und seinen Kriterien für eine Erwählung zu vertrauen und ihn im Hinblick auf mein Umfeld zu bitten: „Gott, hilf mir, meine Mitmenschen mit deinem Herzen zu sehen.“

]]>
Doch der Herr sagte zu ihm: „Lass dich von seinem Aussehen und von seiner Größe nicht beeindrucken. Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.“ - 1. Samuel 16,7 / Seit einiger Zeit wird einmal im Jahr die Musiksendung The Voice of Germany ausgestrahlt, in der es darum geht, die beste Stimme Deutschlands zu finden. In den ersten Shows – den so genannten blind auditions – sitzt die Jury mit dem Rücken zur Bühne und ist damit sozusagen „blind“, da sie nicht sehen kann, wer auf die Bühne kommt. Die Juroren können nur anhand der Stimmen bewerten, ob diese gut genug sind, um weiterzukommen. Da die Teilnehmenden also nicht nach Alter, Größe, Gewicht, Gestik, Mimik, Modestil und Ähnlichem bewertet werden können, kann niemand die Jury etwa mit einer besonders hübschen Präsentation beeinflussen, um von fehlenden stimmlichen Qualitäten abzulenken. Allein die Stimme zählt. Und manchmal würde sich ein Juror gern umentscheiden, wenn er die Person schließlich sieht.Mich faszinieren diese ersten Sendungen, denn sie zeigen: Ob wir wollen oder nicht, wir beurteilen unsere Mitmenschen. Man hat in psychologischen Studien herausgefunden, dass es nur allenfalls 100 Millisekunden braucht, um anhand von Gerüchen, Körpersprache und Aussehen einen ersten Eindruck zu gewinnen. Anschließend steht für uns fast unveränderlich fest, wie wir eine Person einschätzen, wer uns als attraktiv, sympathisch, vertrauenswürdig erscheint und wer nicht.Gott ist da ganz anders. Seine Wahl beruht nicht auf Äußerlichkeiten, sondern, wie im obigen Bibeltext deutlich wird, auf einem Blick ins Herz, denn bei ihm zählt der innere Wert. Ihn können wir nicht mit hübschem Styling oder teurer Kleidung beeindrucken. Jenseits von allem Äußeren, wonach Menschen von anderen Menschen beurteilt werden, sieht Gott in das Innere des Menschen und schätzt dieses wert. Er hat den völligen Durchblick, er kennt meine Motivation, meine Stärken, meine blinden Flecke. Auch in Augenblicken, in denen ich mich nicht kenne, weiß er, was in mir vorgeht. Das ermutigt mich, allein Gott und seinen Kriterien für eine Erwählung zu vertrauen und ihn im Hinblick auf mein Umfeld zu bitten: „Gott, hilf mir, meine Mitmenschen mit deinem Herzen zu sehen.“ 2020-01-16T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-16/andacht-16012020/ Andacht 16.01.2020 2019-12-03T10:37:28Z Denise Hochstrasser info@adventisten.de 16. Januar 2020 Denise Hochstrasser


Andacht 16.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Im Januar 2018 hatten mein Mann und ich die Gelegenheit, für einige Tage nach Teneriffa zu fliegen. Es war herrlich, auf diesem Weg der Kälte und der Grippewelle zu entfliehen. Wir verbrachten herrliche Tage damit, auf dem Pico del Teide zu wandern und an den wunderschönen Lavastränden auszuruhen. Das Meer war einladend und wir konnten sogar darin schwimmen. Unser Rückflug nach Zürich war für den 16. Januar gebucht. Die Zeitungen berichteten über den ankommenden Sturm Evi, der seinen Höhepunkt in der Schweiz am Nachmittag, genau zum Zeitpunkt unserer Ankunft erreichen sollte. Da der Flug nicht abgesagt wurde, begaben wir uns etwas beunruhigt zum Flughafen. Doch dort deutete nichts auf eine Annullierung des Fluges hin; alles verlief wie gewohnt. Im Flugzeug meinte der Pilot, wir sollten einen ruhigen Flug erleben und zur geplanten Ankunftszeit in Zürich landen. Ganz beiläufig ergänzte er: „In Zürich wird etwas Wind erwartet, aber wir werden euch auf dem Laufenden halten.“ Der Flug verlief tatsächlich wie erwartet ruhig, bis der Pilot kurz vor Zürich alle Passagiere bat, sich anzuschnallen, da die Winde uns etwas durchrütteln würden. Sonst nichts.
Wenn ich Berichte in der Zeitung lese, dann stelle ich fest, wie vieles hochgeschaukelt, übertrieben oder polarisiert wird und sich sogar Verschwörungstheorien breitmachen. Ich staune immer wieder darüber, wie leicht Menschen manipulierbar sind und wie stark wir von den Medien beeinflusst werden. Oft kriegen Leute Existenzängste, werden krank oder sogar depressiv, weil sie mit dem Leben nicht mehr zurechtkommen. Nicht so bei unserem Piloten auf dem Flug. Ja, es rüttelte beim Anflug auf Zürich, es wurde ungemütlich. Aber bevor sich Panik breitmachen konnte, waren wir bereits gelandet. Der Pilot kriegte einen großen Applaus und wir stiegen glücklich und erleichtert aus dem Flugzeug. Der Pilot hatte uns sicher nach Hause gebracht.
Auch unser Gott verbreitet keine Panik. Verschwörungstheorien oder politische Machthabereien, die uns sehr verunsichern können, sind nicht sein Ding. Unser Gott bauscht nichts auf, sondern sagt ganz einfach und klar: „Seid stille und erkennet, dass ich der Herr bin.“ Ja, auf unseren Gott können wir vertrauen, auch in stürmischen Zeiten in unserem Leben. Er bringt uns sicher ans Ziel.

]]>
Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! - Psalm 46,11 / Im Januar 2018 hatten mein Mann und ich die Gelegenheit, für einige Tage nach Teneriffa zu fliegen. Es war herrlich, auf diesem Weg der Kälte und der Grippewelle zu entfliehen. Wir verbrachten herrliche Tage damit, auf dem Pico del Teide zu wandern und an den wunderschönen Lavastränden auszuruhen. Das Meer war einladend und wir konnten sogar darin schwimmen. Unser Rückflug nach Zürich war für den 16. Januar gebucht. Die Zeitungen berichteten über den ankommenden Sturm Evi, der seinen Höhepunkt in der Schweiz am Nachmittag, genau zum Zeitpunkt unserer Ankunft erreichen sollte. Da der Flug nicht abgesagt wurde, begaben wir uns etwas beunruhigt zum Flughafen. Doch dort deutete nichts auf eine Annullierung des Fluges hin; alles verlief wie gewohnt. Im Flugzeug meinte der Pilot, wir sollten einen ruhigen Flug erleben und zur geplanten Ankunftszeit in Zürich landen. Ganz beiläufig ergänzte er: „In Zürich wird etwas Wind erwartet, aber wir werden euch auf dem Laufenden halten.“ Der Flug verlief tatsächlich wie erwartet ruhig, bis der Pilot kurz vor Zürich alle Passagiere bat, sich anzuschnallen, da die Winde uns etwas durchrütteln würden. Sonst nichts.Wenn ich Berichte in der Zeitung lese, dann stelle ich fest, wie vieles hochgeschaukelt, übertrieben oder polarisiert wird und sich sogar Verschwörungstheorien breitmachen. Ich staune immer wieder darüber, wie leicht Menschen manipulierbar sind und wie stark wir von den Medien beeinflusst werden. Oft kriegen Leute Existenzängste, werden krank oder sogar depressiv, weil sie mit dem Leben nicht mehr zurechtkommen. Nicht so bei unserem Piloten auf dem Flug. Ja, es rüttelte beim Anflug auf Zürich, es wurde ungemütlich. Aber bevor sich Panik breitmachen konnte, waren wir bereits gelandet. Der Pilot kriegte einen großen Applaus und wir stiegen glücklich und erleichtert aus dem Flugzeug. Der Pilot hatte uns sicher nach Hause gebracht.Auch unser Gott verbreitet keine Panik. Verschwörungstheorien oder politische Machthabereien, die uns sehr verunsichern können, sind nicht sein Ding. Unser Gott bauscht nichts auf, sondern sagt ganz einfach und klar: „Seid stille und erkennet, dass ich der Herr bin.“ Ja, auf unseren Gott können wir vertrauen, auch in stürmischen Zeiten in unserem Leben. Er bringt uns sicher ans Ziel. 2020-01-15T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-15/andacht-15012020/ Andacht 15.01.2020 2019-12-03T10:35:59Z Friedhelm Klingeberg info@adventisten.de 15. Januar 2020 Friedhelm Klingeberg


Andacht 15.01.2020

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

„Lieber Herr Klingeberg, denken Sie eigentlich jeden Tag an Gott? Bei mir funktioniert das noch nicht.“ Eine interessante Frage. Und wenn man das Vorrecht hat, in München zu Hause zu sein, lässt sie sich ganz leicht beantworten. Dort sagt man „Grüß Gott“ statt „Guten Tag“, wünscht also seinem Gegenüber gewissermaßen: „Vergiss nicht, an Gott zu denken!“ Und der Abschiedsgruß „Pfiat di!“ heißt übersetzt: „Gott möge dich schützen und begleiten!“ Ich habe es also ganz einfach, wenn es um eine positive Antwort auf diese Frage meiner Fernkursteilnehmerin geht. Aber Bayern ist natürlich nicht überall, und wo 40 Jahre der Atheismus als „Staatsreligion“ galt, da sieht es eben anders aus. Und ich kann durchaus nachvollziehen, dass es seine Zeit braucht, um nicht nur im persönlichen Alltag, sondern auch im eigenen Denken neue, positive Schwerpunkte zu setzen.
Nicht selten erlebe ich, dass liebe Menschen, die ihre ersten Schritte auf dem Weg mit Jesus wagen, es sich dabei besonders schwer machen. Sie möchten so gern alles richtig machen, spüren aber immer wieder ihr eigenes Unvermögen, und das deprimiert sie zutiefst. Umso mehr freue ich mich dann, dass ich sie auf eine neue befreiende und entlastende Tatsache hinweisen darf – das gilt ganz besonders im Blick auf die zu Beginn zitierte Frage. Gottes Wort sagt uns nämlich an keiner einzigen Stelle, dass unsere Beziehung zu unserem Vater im Himmel nur dann in Ordnung ist, wenn wir jeden Tag an ihn denken. Aber dass Gott an uns denkt, diese Botschaft findet sich fast auf jeder Seite der Bibel, nicht nur in unserem heutigen Andachtstext. Das ist in der Tat ein Bibelwort, das man sich merken sollte, und während ich dies schreibe, bin ich wieder neu fasziniert von dieser Aussage. Er, der das ganze Universum erschaffen hat und es in seinen Händen hält, hat in diesem Augenblick auch dich und mich auf der Rechnung. Er, der Millionen von Planeten in ihrer Bahn hält, kümmert sich heute um deine und meine banalen Alltagssorgen, und es gibt kein Problem, das er nicht lösen könnte.
Das ist die Wirklichkeit, in der wir beide leben, du und ich. Wenn uns auch nur ein Bruchteil dieser Wirklichkeit bewusst wird, dann können wir gar nicht anders, als zu staunen und zu danken. Und dann wird es plötzlich ganz selbstverständlich, auch mitten im Alltag an Gott zu denken.

]]>
Der HERR denkt an uns und segnet uns. - Psalm 115,12 / „Lieber Herr Klingeberg, denken Sie eigentlich jeden Tag an Gott? Bei mir funktioniert das noch nicht.“ Eine interessante Frage. Und wenn man das Vorrecht hat, in München zu Hause zu sein, lässt sie sich ganz leicht beantworten. Dort sagt man „Grüß Gott“ statt „Guten Tag“, wünscht also seinem Gegenüber gewissermaßen: „Vergiss nicht, an Gott zu denken!“ Und der Abschiedsgruß „Pfiat di!“ heißt übersetzt: „Gott möge dich schützen und begleiten!“ Ich habe es also ganz einfach, wenn es um eine positive Antwort auf diese Frage meiner Fernkursteilnehmerin geht. Aber Bayern ist natürlich nicht überall, und wo 40 Jahre der Atheismus als „Staatsreligion“ galt, da sieht es eben anders aus. Und ich kann durchaus nachvollziehen, dass es seine Zeit braucht, um nicht nur im persönlichen Alltag, sondern auch im eigenen Denken neue, positive Schwerpunkte zu setzen.Nicht selten erlebe ich, dass liebe Menschen, die ihre ersten Schritte auf dem Weg mit Jesus wagen, es sich dabei besonders schwer machen. Sie möchten so gern alles richtig machen, spüren aber immer wieder ihr eigenes Unvermögen, und das deprimiert sie zutiefst. Umso mehr freue ich mich dann, dass ich sie auf eine neue befreiende und entlastende Tatsache hinweisen darf – das gilt ganz besonders im Blick auf die zu Beginn zitierte Frage. Gottes Wort sagt uns nämlich an keiner einzigen Stelle, dass unsere Beziehung zu unserem Vater im Himmel nur dann in Ordnung ist, wenn wir jeden Tag an ihn denken. Aber dass Gott an uns denkt, diese Botschaft findet sich fast auf jeder Seite der Bibel, nicht nur in unserem heutigen Andachtstext. Das ist in der Tat ein Bibelwort, das man sich merken sollte, und während ich dies schreibe, bin ich wieder neu fasziniert von dieser Aussage. Er, der das ganze Universum erschaffen hat und es in seinen Händen hält, hat in diesem Augenblick auch dich und mich auf der Rechnung. Er, der Millionen von Planeten in ihrer Bahn hält, kümmert sich heute um deine und meine banalen Alltagssorgen, und es gibt kein Problem, das er nicht lösen könnte.Das ist die Wirklichkeit, in der wir beide leben, du und ich. Wenn uns auch nur ein Bruchteil dieser Wirklichkeit bewusst wird, dann können wir gar nicht anders, als zu staunen und zu danken. Und dann wird es plötzlich ganz selbstverständlich, auch mitten im Alltag an Gott zu denken. 2020-01-14T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-14/andacht-14012020/ Andacht 14.01.2020 2019-12-03T10:25:42Z Günter Schlicke info@adventisten.de 14. Januar 2020 Günter Schlicke


Andacht 14.01.2020

Bildnachweis: Mr. Nico / photocase.de

Am 13. Juni 2017 berichtete der Radiosender Bayern 1 von der folgenden Begebenheit: Emilio, zehn Jahre alt, lebte mit seinen Eltern und Geschwistern in einem kleinen Dorf in Bayern. Beim Ausräumen des Geschirrspülers rutschte seiner kleinen Schwester eine Tasse durch die Hände und zerbrach auf dem Boden. Es war die Lieblingstasse des Vaters, weil er sie bei einem Radioquiz gewonnen hatte; er hatte sie täglich benutzt. Emilio wollte der Schwester und dem Vater helfen. Daher schrieb er einen Brief an die Redaktion, in dem er um eine Ersatztasse bat; bezahlen wollte er sie von seinem Taschengeld. Der Brief berührte das Redaktionsteam so sehr, dass sie ihm am Telefon als Ersatz zwei Tassen versprachen. Am Ende wurden es sogar fünf, sodass jedes Familienmitglied seine eigene Tasse hatte.
Emilio setzte „die goldene Regel“ (Mt 7,12) in die Tat um, obwohl er vielleicht nie von ihr in der Bibel gelesen hatte. Er empfand einfach Mitleid mit seiner Schwester und seinem Vater. Dabei ahnte er nicht, dass er dadurch Gottes Willen erfüllte.
Diese goldene Regel klingt einfach und ist einleuchtend. Trotzdem reagieren wir im Alltag oft nach dem Echoprinzip „wie du mir, so ich dir“. Das entspricht unserer menschlichen Natur. Auch ich handle zuweilen so; besonders dann, wenn ich erschöpft, müde oder in gereizter Stimmung bin. Verdächtigt oder beschuldigt mich dann jemand noch zu Unrecht, fahre ich schnell aus der Haut, und selbst ein Stoßgebet hilft nur dann, wenn ich mich am Morgen ganz bewusst der Führung Gottes unterstellt habe.
Schon Mose betete: „Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.“ (Ps 90,14) Und der Prophet Jesaja bekannte: „Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre wie Jünger hören.“ (Jes 50,4) Der Spruch „Morgenstund hat Gold im Mund“ ist wahr, egal ob wir uns körperlich fit machen, geistig betätigen oder eine stille Zeit der Andacht halten.
Jesus tankte Kraft bei seinem Vater. Deshalb konnte er alle Menschen so behandeln, wie er es selbst gelehrt hatte. Folgen wir seinem Beispiel, wird auch uns das immer besser gelingen.

]]>
Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt – das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern. - Matthäus 7,12 / Am 13. Juni 2017 berichtete der Radiosender Bayern 1 von der folgenden Begebenheit: Emilio, zehn Jahre alt, lebte mit seinen Eltern und Geschwistern in einem kleinen Dorf in Bayern. Beim Ausräumen des Geschirrspülers rutschte seiner kleinen Schwester eine Tasse durch die Hände und zerbrach auf dem Boden. Es war die Lieblingstasse des Vaters, weil er sie bei einem Radioquiz gewonnen hatte; er hatte sie täglich benutzt. Emilio wollte der Schwester und dem Vater helfen. Daher schrieb er einen Brief an die Redaktion, in dem er um eine Ersatztasse bat; bezahlen wollte er sie von seinem Taschengeld. Der Brief berührte das Redaktionsteam so sehr, dass sie ihm am Telefon als Ersatz zwei Tassen versprachen. Am Ende wurden es sogar fünf, sodass jedes Familienmitglied seine eigene Tasse hatte.Emilio setzte „die goldene Regel“ (Mt 7,12) in die Tat um, obwohl er vielleicht nie von ihr in der Bibel gelesen hatte. Er empfand einfach Mitleid mit seiner Schwester und seinem Vater. Dabei ahnte er nicht, dass er dadurch Gottes Willen erfüllte.Diese goldene Regel klingt einfach und ist einleuchtend. Trotzdem reagieren wir im Alltag oft nach dem Echoprinzip „wie du mir, so ich dir“. Das entspricht unserer menschlichen Natur. Auch ich handle zuweilen so; besonders dann, wenn ich erschöpft, müde oder in gereizter Stimmung bin. Verdächtigt oder beschuldigt mich dann jemand noch zu Unrecht, fahre ich schnell aus der Haut, und selbst ein Stoßgebet hilft nur dann, wenn ich mich am Morgen ganz bewusst der Führung Gottes unterstellt habe.Schon Mose betete: „Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.“ (Ps 90,14) Und der Prophet Jesaja bekannte: „Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre wie Jünger hören.“ (Jes 50,4) Der Spruch „Morgenstund hat Gold im Mund“ ist wahr, egal ob wir uns körperlich fit machen, geistig betätigen oder eine stille Zeit der Andacht halten.Jesus tankte Kraft bei seinem Vater. Deshalb konnte er alle Menschen so behandeln, wie er es selbst gelehrt hatte. Folgen wir seinem Beispiel, wird auch uns das immer besser gelingen. 2020-01-13T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-13/andacht-13012020/ Andacht 13.01.2020 2019-12-03T10:22:50Z Holger Teubert info@adventisten.de 13. Januar 2020 Holger Teubert


Andacht 13.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Nach einer Wartezeit von fast zehn Jahren erhielt 2017 ein Mann aus dem Landkreis Peine am zweiten Weihnachtsfeiertag endlich eine Spenderniere. Doch als das Organ am späten Abend des ersten Weihnachtstages im Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover eintraf, war der Mann telefonisch nicht zu erreichen. Da die Zeit drängte, bat die Klinik gegen sieben Uhr morgens die Polizei um Hilfe. Die Beamten weckten den Mann und überbrachten ihm die frohe Botschaft. Da er selbst nicht zur Klinik fahren konnte, brachten sie ihn nach Hannover, wo schon alles für die Transplantation vorbereitet war. Die Ärzte sprachen von einem verspäteten Weihnachtsgeschenk und meinten, da die neue Niere so gut arbeite, könne der Patient schon nach ein paar Tagen die Klinik verlassen.
Nicht nur beim Volk Israel wollte Gott eine Transplantation vornehmen. Auch bei jedem, der Christus nachfolgen möchte, will Gott durch den Heiligen Geist das steinerne, harte Herz gegen ein fleischernes, empfindsames Herz austauschen. Wo Gott nicht am Herzen eines Menschen wirken kann, finden sich nach den Worten des Apostels Paulus im Galaterbrief „sexuelle Unmoral, Schamlosigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, okkulte Praktiken, Feindseligkeiten […] und noch vieles andere“ (5,19–21 NGÜ). „Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22–23 NLB)
Gott erwartet nicht, dass wir uns endlich einmal zusammennehmen und gute Vorsätze fassen, um bessere Menschen zu werden. Er bietet uns eine „Herztransplantation“ an. Er möchte unser für Gottes Geist unempfindliches Herz gegen ein Herz austauschen, das ganz andere Frucht hervorbringen kann. Wenn wir das zulassen, werden nicht nur wir Veränderungen in unserem Leben feststellen.

]]>
Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. - Hesekiel 36,26–27 / Nach einer Wartezeit von fast zehn Jahren erhielt 2017 ein Mann aus dem Landkreis Peine am zweiten Weihnachtsfeiertag endlich eine Spenderniere. Doch als das Organ am späten Abend des ersten Weihnachtstages im Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover eintraf, war der Mann telefonisch nicht zu erreichen. Da die Zeit drängte, bat die Klinik gegen sieben Uhr morgens die Polizei um Hilfe. Die Beamten weckten den Mann und überbrachten ihm die frohe Botschaft. Da er selbst nicht zur Klinik fahren konnte, brachten sie ihn nach Hannover, wo schon alles für die Transplantation vorbereitet war. Die Ärzte sprachen von einem verspäteten Weihnachtsgeschenk und meinten, da die neue Niere so gut arbeite, könne der Patient schon nach ein paar Tagen die Klinik verlassen.Nicht nur beim Volk Israel wollte Gott eine Transplantation vornehmen. Auch bei jedem, der Christus nachfolgen möchte, will Gott durch den Heiligen Geist das steinerne, harte Herz gegen ein fleischernes, empfindsames Herz austauschen. Wo Gott nicht am Herzen eines Menschen wirken kann, finden sich nach den Worten des Apostels Paulus im Galaterbrief „sexuelle Unmoral, Schamlosigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, okkulte Praktiken, Feindseligkeiten […] und noch vieles andere“ (5,19–21 NGÜ). „Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22–23 NLB)Gott erwartet nicht, dass wir uns endlich einmal zusammennehmen und gute Vorsätze fassen, um bessere Menschen zu werden. Er bietet uns eine „Herztransplantation“ an. Er möchte unser für Gottes Geist unempfindliches Herz gegen ein Herz austauschen, das ganz andere Frucht hervorbringen kann. Wenn wir das zulassen, werden nicht nur wir Veränderungen in unserem Leben feststellen. 2020-01-12T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-12/andacht-12012020/ Andacht 12.01.2020 2019-12-03T10:21:06Z Lothar Wilhelm info@adventisten.de 12. Januar 2020 Lothar Wilhelm


Andacht 12.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

„… und bessere dich!“, rief mir ein Freund nach, als wir uns verabschiedeten. Es war scherzhaft gemeint. Und doch wurde ich nachdenklich. Kann ich mich selbst bessern? „Ändert euch“, verlangt auch der heutige Bibeltext. Wie soll das gehen? Habe ich das nicht schon oft vergeblich versucht? Wie viele gute Vorsätze, die am Anfang eines neuen Jahres in bester Absicht gefasst wurden, blieben schon kurz danach auf der Strecke? Können wir uns selbst ändern?
Offensichtlich traut Gott uns viel zu, denn er fordert uns zur Erneuerung unseres Denkens auf. Aber wie kann das gelingen, wenn unser Geist willig, aber unser Fleisch schwach ist? Wie geschehen Veränderungen im Leben eines Menschen?
Gott schuf das Leben so, dass alles nach innewohnenden Ordnungen abläuft. Werden bestimmte Voraussetzungen erfüllt, treten entsprechende Wirkungen ein. Da wir uns allein nicht ändern können, brauchen wir dafür also andere Umstände oder bessere Voraussetzungen. Doch zuerst bedarf es einer Entscheidung: In meinem Leben will ich mich nicht von dem leiten lassen, was die Allgemeinheit denkt. Ich brauche einen anderen Maßstab für mein Denken, mein Handeln und meine Gewohnheiten.
Das Wort, das Luther mit „ändern“ übersetzte, steht im Grundtext im Passiv: „werdet umgestaltet“ oder „lasst euch verwandeln“. Sinngemäß: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird.“ (Hfa)
Wie ändert uns Gott? Die tägliche gedankliche Ausrichtung auf Christus setzt einen Prozess in Gang, der prüft, ob das, was ich will, „gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt“ (Neue evangelistische Übersetzung). Dieser wird verstärkt durch den Umgang mit Menschen, die ebenso nach Gottes Willen leben und sich dabei von der Gesinnung Jesu leiten lassen wollen. Darum brauche ich die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Wo Menschen einander annehmen, wie Christus sie angenommen hat, entsteht eine Atmosphäre, die Veränderung bewirkt. Der Gedanke an Gottes Güte gibt dazu die Kraft.

]]>
Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. - Römer 12,2 / „… und bessere dich!“, rief mir ein Freund nach, als wir uns verabschiedeten. Es war scherzhaft gemeint. Und doch wurde ich nachdenklich. Kann ich mich selbst bessern? „Ändert euch“, verlangt auch der heutige Bibeltext. Wie soll das gehen? Habe ich das nicht schon oft vergeblich versucht? Wie viele gute Vorsätze, die am Anfang eines neuen Jahres in bester Absicht gefasst wurden, blieben schon kurz danach auf der Strecke? Können wir uns selbst ändern?Offensichtlich traut Gott uns viel zu, denn er fordert uns zur Erneuerung unseres Denkens auf. Aber wie kann das gelingen, wenn unser Geist willig, aber unser Fleisch schwach ist? Wie geschehen Veränderungen im Leben eines Menschen?Gott schuf das Leben so, dass alles nach innewohnenden Ordnungen abläuft. Werden bestimmte Voraussetzungen erfüllt, treten entsprechende Wirkungen ein. Da wir uns allein nicht ändern können, brauchen wir dafür also andere Umstände oder bessere Voraussetzungen. Doch zuerst bedarf es einer Entscheidung: In meinem Leben will ich mich nicht von dem leiten lassen, was die Allgemeinheit denkt. Ich brauche einen anderen Maßstab für mein Denken, mein Handeln und meine Gewohnheiten.Das Wort, das Luther mit „ändern“ übersetzte, steht im Grundtext im Passiv: „werdet umgestaltet“ oder „lasst euch verwandeln“. Sinngemäß: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird.“ (Hfa)Wie ändert uns Gott? Die tägliche gedankliche Ausrichtung auf Christus setzt einen Prozess in Gang, der prüft, ob das, was ich will, „gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt“ (Neue evangelistische Übersetzung). Dieser wird verstärkt durch den Umgang mit Menschen, die ebenso nach Gottes Willen leben und sich dabei von der Gesinnung Jesu leiten lassen wollen. Darum brauche ich die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Wo Menschen einander annehmen, wie Christus sie angenommen hat, entsteht eine Atmosphäre, die Veränderung bewirkt. Der Gedanke an Gottes Güte gibt dazu die Kraft. 2020-01-11T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-11/andacht-11012020/ Andacht 11.01.2020 2019-12-03T10:19:30Z Alexander K. info@adventisten.de 11. Januar 2020 Alexander K.


Andacht 11.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Der Jahresbeginn ist für viele Menschen mit guten Vorsätzen gepflastert. Neue Wege sollen beschritten werden. Die Enttäuschung ist groß, wenn das Neue nicht so leicht gelingt und schon bald wieder der alte Trott herrscht.
Im heutigen Bibelvers trifft Jakob eine Aussage, die mehr nach einer Lebensbilanz als nach einem Vorsatz klingt. Er ist fest davon überzeugt, dass Gott sein bisheriges Leben begleitete. Dabei könnte man schnell vergessen, wie wechselhaft sein Leben war. Durch List und Betrug machte er sich seinen Bruder zum Todfeind, um im „Exil“ selbst betrogen zu werden. Statt die Liebe seines Lebens zu heiraten, wird ihm von seinem Schwiegervater zunächst deren Schwester untergejubelt. Dauerhafte Spannungen sind das traurige Resultat dieser problematischen Familienkonstellation. Wie kann er dann diese Aussage treffen? Beschönigt er rückblickend einfach seine Vergangenheit?
Wie ist das mit mir? Wann bin ich mir sicher, dass Gott auf meinen Wegen mit mir geht? Wenn alles glattläuft und mir vieles gelingt? Wenn ich den Segen und die Nähe Gottes förmlich greifen kann? Aber was ist mit den Momenten, in denen ich mich einsam und von Gott und Menschen verlassen fühle?
Gott gibt Jakob bei seiner Flucht von zu Hause die Zusicherung, dass er in das Land, das er gerade notgedrungen verlässt, wieder zurückkehren wird. „Mehr noch, ich werde bei dir sein und dich beschützen, wo du auch hingehst. Ich werde dich in dieses Land zurückbringen. Ich werde dich nie im Stich lassen und stehe zu meinen Zusagen, die ich dir gegeben habe.“ (1 Mo 28,15 NLB) Welch ein Versprechen an einen flüchtigen Betrüger!
Ganz ähnlich klingt die rund 2.000 Jahre spätere Ankündigung des Retters, der den Namen „Immanuel – Gott mit uns“ tragen soll. Gott gibt uns Sündern die Zusage, an unserer Seite zu sein. Jesus bekräftigt dies am Ende seines Erdenlebens gegenüber seinen Jüngern: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,20)
Das sind gute Nachrichten! Egal, wie die Umstände sind, Gott ist stets mit uns. Solche Zusagen helfen mehr als jeder noch so gut gemeinte Vorsatz. Und sie tragen uns an jedem Tag dieses Jahres – auch in schwierigen Zeiten.

]]>
… Gott, der mir geantwortet hat zur Zeit meiner Not und der mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gezogen bin! - 1. Mose 35,3 / Der Jahresbeginn ist für viele Menschen mit guten Vorsätzen gepflastert. Neue Wege sollen beschritten werden. Die Enttäuschung ist groß, wenn das Neue nicht so leicht gelingt und schon bald wieder der alte Trott herrscht.Im heutigen Bibelvers trifft Jakob eine Aussage, die mehr nach einer Lebensbilanz als nach einem Vorsatz klingt. Er ist fest davon überzeugt, dass Gott sein bisheriges Leben begleitete. Dabei könnte man schnell vergessen, wie wechselhaft sein Leben war. Durch List und Betrug machte er sich seinen Bruder zum Todfeind, um im „Exil“ selbst betrogen zu werden. Statt die Liebe seines Lebens zu heiraten, wird ihm von seinem Schwiegervater zunächst deren Schwester untergejubelt. Dauerhafte Spannungen sind das traurige Resultat dieser problematischen Familienkonstellation. Wie kann er dann diese Aussage treffen? Beschönigt er rückblickend einfach seine Vergangenheit?Wie ist das mit mir? Wann bin ich mir sicher, dass Gott auf meinen Wegen mit mir geht? Wenn alles glattläuft und mir vieles gelingt? Wenn ich den Segen und die Nähe Gottes förmlich greifen kann? Aber was ist mit den Momenten, in denen ich mich einsam und von Gott und Menschen verlassen fühle?Gott gibt Jakob bei seiner Flucht von zu Hause die Zusicherung, dass er in das Land, das er gerade notgedrungen verlässt, wieder zurückkehren wird. „Mehr noch, ich werde bei dir sein und dich beschützen, wo du auch hingehst. Ich werde dich in dieses Land zurückbringen. Ich werde dich nie im Stich lassen und stehe zu meinen Zusagen, die ich dir gegeben habe.“ (1 Mo 28,15 NLB) Welch ein Versprechen an einen flüchtigen Betrüger!Ganz ähnlich klingt die rund 2.000 Jahre spätere Ankündigung des Retters, der den Namen „Immanuel – Gott mit uns“ tragen soll. Gott gibt uns Sündern die Zusage, an unserer Seite zu sein. Jesus bekräftigt dies am Ende seines Erdenlebens gegenüber seinen Jüngern: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,20)Das sind gute Nachrichten! Egal, wie die Umstände sind, Gott ist stets mit uns. Solche Zusagen helfen mehr als jeder noch so gut gemeinte Vorsatz. Und sie tragen uns an jedem Tag dieses Jahres – auch in schwierigen Zeiten. 2020-01-10T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-10/10012020/ 10.01.2020 2019-12-03T10:17:53Z Peter Zaiser info@adventisten.de 10. Januar 2020 Peter Zaiser


10.01.2020

Bildnachweis: mathias the dread / photocase.de

Ein Deutscher fährt mit seinem Auto durch Wien. Er ist ziemlich gestresst und weiß nicht genau, wie er zu seinem Ziel kommt. Bei einer Kreuzung zeigt die Ampel Rot und er nutzt die Zeit, um sich auf seinem Stadtplan zu orientieren. Während er darin blättert, übersieht er die Grünphase. Hinter ihm steht ein altes rotes Auto. Der darin sitzende Pensionär pflegt nicht zu hupen. Er steigt aus und klopft an die Tür des deutschen Gastes; der kurbelt die Fensterscheibe runter. Mit Wiener Charme fragt der alte Mann: „Gnädiger Herr, war da für Sie keine Farbe dabei?“
Manchmal übersieht man entscheidende Momente und wünscht sich im Rückblick, man hätte mehr achtgegeben und schneller oder besser reagiert. Im Nachhinein ist es natürlich leicht, klug zu sein. Wie oft grübeln wir: „Hätte ich doch damals diese Entscheidung getroffen.“ Und wir stellen uns dann auch die Frage, welche Rolle dabei die Führung Gottes spielte.
In welchem Verhältnis stehen mein Verstand, mein Durchblick und Gottes Führung? Muss ich denn nicht selbst denken, überlegen und abschätzen, um dann eine gute Entscheidung zu treffen? Ja, das ist sicherlich richtig und mir scheint, dass es dabei auch ganz wichtig ist, den Rat anderer einzuholen. Aber unser Verstand ist begrenzt; wir können nicht voraussehen, wie sich etwas in einigen Jahren weiterentwickelt. Wir können nicht um die Ecke schauen, und das Leben bietet jede Menge Ecken. Und genau das ist der Punkt. „Verlass dich auf den Herrn!“ Es ist gut, abzuwägen, aber der letzte Anker meines Lebens liegt eben nicht in meiner Entscheidung, sondern in der Führung Gottes.
Der heutige Bibeltext verspricht uns, wenn wir uns mit unserem ganzen Herzen auf Gott verlassen und mit ihm in Verbindung bleiben, dann lässt er uns nicht hängen. Er wird uns einen Weg zeigen, der auch langfristig kein Irrweg ist. Es gibt, unsere Entscheidungen betreffend, viele ethische Hinweise in der Bibel, die wir beachten sollen. Aber auch bei den Grauzonen, wenn wir etwas übersehen oder uns falsch entschieden haben, dürfen wir uns sicher sein, dass Gott ein Auge auf uns hat. Er kann aus allem etwas Gutes machen.

]]>
Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. - Sprüche 3,5–6 / Ein Deutscher fährt mit seinem Auto durch Wien. Er ist ziemlich gestresst und weiß nicht genau, wie er zu seinem Ziel kommt. Bei einer Kreuzung zeigt die Ampel Rot und er nutzt die Zeit, um sich auf seinem Stadtplan zu orientieren. Während er darin blättert, übersieht er die Grünphase. Hinter ihm steht ein altes rotes Auto. Der darin sitzende Pensionär pflegt nicht zu hupen. Er steigt aus und klopft an die Tür des deutschen Gastes; der kurbelt die Fensterscheibe runter. Mit Wiener Charme fragt der alte Mann: „Gnädiger Herr, war da für Sie keine Farbe dabei?“Manchmal übersieht man entscheidende Momente und wünscht sich im Rückblick, man hätte mehr achtgegeben und schneller oder besser reagiert. Im Nachhinein ist es natürlich leicht, klug zu sein. Wie oft grübeln wir: „Hätte ich doch damals diese Entscheidung getroffen.“ Und wir stellen uns dann auch die Frage, welche Rolle dabei die Führung Gottes spielte.In welchem Verhältnis stehen mein Verstand, mein Durchblick und Gottes Führung? Muss ich denn nicht selbst denken, überlegen und abschätzen, um dann eine gute Entscheidung zu treffen? Ja, das ist sicherlich richtig und mir scheint, dass es dabei auch ganz wichtig ist, den Rat anderer einzuholen. Aber unser Verstand ist begrenzt; wir können nicht voraussehen, wie sich etwas in einigen Jahren weiterentwickelt. Wir können nicht um die Ecke schauen, und das Leben bietet jede Menge Ecken. Und genau das ist der Punkt. „Verlass dich auf den Herrn!“ Es ist gut, abzuwägen, aber der letzte Anker meines Lebens liegt eben nicht in meiner Entscheidung, sondern in der Führung Gottes.Der heutige Bibeltext verspricht uns, wenn wir uns mit unserem ganzen Herzen auf Gott verlassen und mit ihm in Verbindung bleiben, dann lässt er uns nicht hängen. Er wird uns einen Weg zeigen, der auch langfristig kein Irrweg ist. Es gibt, unsere Entscheidungen betreffend, viele ethische Hinweise in der Bibel, die wir beachten sollen. Aber auch bei den Grauzonen, wenn wir etwas übersehen oder uns falsch entschieden haben, dürfen wir uns sicher sein, dass Gott ein Auge auf uns hat. Er kann aus allem etwas Gutes machen. 2020-01-09T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-09/andacht-09012020/ Andacht 09.01.2020 2019-12-02T07:40:18Z Beate Strobel info@adventisten.de 09. Januar 2020 Beate Strobel


Andacht 09.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Diesen Psalm beteten Menschen, die sich auf ihrer Reise nach Jerusalem befanden. Das Bergland östlich der Stadt war nicht ohne Tücken, und niemand wusste, ob er die Reise unbeschadet überstehen würde. Das Gebet fährt fort: „Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (V. 2) Es ist ein Vertrauensgebet, aber etwas merkwürdig formuliert. Ist es ein Zuspruch an sich selbst? Es scheint, als gäbe es einen Zweiten, der da spricht. „Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.“ (V.3)
Dieses Gebet ist wie ein Dialog zwischen innerer und äußerer Stimme. Ohne innere Zuversicht kann ein Zuspruch von außen nicht gut wirken. Und ohne Zuspruch von außen kann meine innere Zuversicht leicht zusammenbrechen. Dies lässt sich auch bei verschiedenen Menschen beobachten, die dieselben traumatischen Erlebnisse ertragen mussten und diese ganz unterschiedlich verarbeiten. Der eine sieht es als Hilfe Gottes an, dass er die brenzlige Situation überstand, der andere schürt damit das Argument gegen einen gnädigen, beschützenden Gott, der ihm so etwas zumutete.
Wie sich ein Vertrauen zu Gott entwickelt, bleibt geheimnisvoll, unkalkulierbar und ein Geschenk. Aber wie in jeder Beziehung hängt ganz viel davon ab, ob ich mit Gott reden kann. Zuhören und reden, auch Beten genannt. Meine Haltung verändert sich, wenn ich nicht über Gott nachdenke und rede, sondern mit ihm. Beim Beten kann es durchaus sein, dass ich Gott nicht nur Danke sage. Ich kann auch fragen und klagen, weil vieles in meinem Leben nicht gut läuft. Manchmal vermisse ich Gott in schmerzlichen Erfahrungen, in denen ich gern Hilfe gehabt hätte. Und ich erlebe Gott an meiner Seite, wo ich gar nicht mit ihm gerechnet hatte. Gott half nicht nur früher anderen und frömmeren Menschen, sondern er hilft auch mir.
Der Psalm 121 schließt mit dem Segen: „Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“ (V. 8) Ausgang und Eingang, nicht umgekehrt. Denn es ist ein Reisegebet. Vor dem Ankommen steht das Aufbrechen. Das gilt für das ganze Leben, ja sogar für das Leben in der Ewigkeit Gottes. Ich wünsche dir auch heute diesen Segen Gottes. Sei behütet auf deinem Weg!

]]>
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? - Psalm 121,1 / Diesen Psalm beteten Menschen, die sich auf ihrer Reise nach Jerusalem befanden. Das Bergland östlich der Stadt war nicht ohne Tücken, und niemand wusste, ob er die Reise unbeschadet überstehen würde. Das Gebet fährt fort: „Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (V. 2) Es ist ein Vertrauensgebet, aber etwas merkwürdig formuliert. Ist es ein Zuspruch an sich selbst? Es scheint, als gäbe es einen Zweiten, der da spricht. „Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.“ (V.3)Dieses Gebet ist wie ein Dialog zwischen innerer und äußerer Stimme. Ohne innere Zuversicht kann ein Zuspruch von außen nicht gut wirken. Und ohne Zuspruch von außen kann meine innere Zuversicht leicht zusammenbrechen. Dies lässt sich auch bei verschiedenen Menschen beobachten, die dieselben traumatischen Erlebnisse ertragen mussten und diese ganz unterschiedlich verarbeiten. Der eine sieht es als Hilfe Gottes an, dass er die brenzlige Situation überstand, der andere schürt damit das Argument gegen einen gnädigen, beschützenden Gott, der ihm so etwas zumutete.Wie sich ein Vertrauen zu Gott entwickelt, bleibt geheimnisvoll, unkalkulierbar und ein Geschenk. Aber wie in jeder Beziehung hängt ganz viel davon ab, ob ich mit Gott reden kann. Zuhören und reden, auch Beten genannt. Meine Haltung verändert sich, wenn ich nicht über Gott nachdenke und rede, sondern mit ihm. Beim Beten kann es durchaus sein, dass ich Gott nicht nur Danke sage. Ich kann auch fragen und klagen, weil vieles in meinem Leben nicht gut läuft. Manchmal vermisse ich Gott in schmerzlichen Erfahrungen, in denen ich gern Hilfe gehabt hätte. Und ich erlebe Gott an meiner Seite, wo ich gar nicht mit ihm gerechnet hatte. Gott half nicht nur früher anderen und frömmeren Menschen, sondern er hilft auch mir.Der Psalm 121 schließt mit dem Segen: „Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“ (V. 8) Ausgang und Eingang, nicht umgekehrt. Denn es ist ein Reisegebet. Vor dem Ankommen steht das Aufbrechen. Das gilt für das ganze Leben, ja sogar für das Leben in der Ewigkeit Gottes. Ich wünsche dir auch heute diesen Segen Gottes. Sei behütet auf deinem Weg! 2020-01-08T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-08/andacht-08012020/ Andacht 08.01.2020 2019-12-02T07:38:37Z Heinz Wietrichowski info@adventisten.de 08. Januar 2020 Heinz Wietrichowski


Andacht 08.01.2020

Bildnachweis: Rike. / photocase.de

In einem alten Brief las ich in handgeschriebenem Sütterlin: „Mein Besuch bei Dir ist geplant für den Letzten des kommenden Monats, s.c.j.“ Was bedeuteten diese Buchstaben? Ich ließ mich belehren, dass dies die Abkürzung von „sub conditione Jacobaea“ ist, was zu Deutsch heißt: unter der Bedingung, die Jakobus nennt. Gemeint ist die Äußerung des Apostels im heutigen Bibeltext.
Wenn das Jahr noch jung ist, wird oft gefragt: Welche Vorsätze hast du gefasst? Die Antworten sind oft humorvoll, manchmal lebensstilbezogen, schon seltener geistlichen Inhalts.
Der Gang in das neue Jahr, mit oder ohne gute Vorsätze, gleicht dem Betreten eines unbekannten Terrains. Sieht man keinen gangbaren Weg vor sich, steht aber in der Pflicht, vorwärts zu müssen, fühlt man sich unwohl. Meint man jedoch, den Weg erkennen zu können, stellen sich Erleichterung und Befriedigung ein. Die Zukunft verliert ihre Bedrohlichkeit, der Lebensweg erscheint eben, gerade und sicher. Hurra, wir wissen, wo es langgeht! Nur Mut, alles ist halb so schlimm! Der Weg ist das Ziel.
Wer so spekuliert, erliegt mehreren Trugschlüssen. Der erste: Jeder Weg dünkt uns die Wiederholung eines schon gegangenen oder gefahrenen Weges zu sein. Deshalb sprechen wir auch gerne von unserer „Erfahrung“. Doch ist dieses Hoffen oft vergeblich, denn es erreichen uns immer wieder neue Herausforderungen. Der zweite Trugschluss: Beim Schauen auf den Weg wünschen wir, gleichsam die Zukunft sehen zu können. Hierin begründet sich die Faszination des Schauens auf Uhren, Kalender und Landkarten. Mancher denkt: Den Januar kenne ich schon vom Vorjahr her. Aber niemand durchlebt zweimal exakt dasselbe. Am Neujahrstag gehört der Januar Gott, wir wissen erst am 1. Februar darüber Bescheid. Welche Abgründe oder Höhepunkte vor uns liegen, weiß niemand von uns im Vorfeld.
Was meinte Jakobus? Übe dich in Bescheidenheit! Beim Start schon das Ziel besitzen zu wollen, wäre arrogant. Das sollten wir bedenken, wenn wir den neuen Kalender an die Wand hängen.

]]>
[Ihr] wisst nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? ... Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun. - Jakobus 4,14–15 / In einem alten Brief las ich in handgeschriebenem Sütterlin: „Mein Besuch bei Dir ist geplant für den Letzten des kommenden Monats, s.c.j.“ Was bedeuteten diese Buchstaben? Ich ließ mich belehren, dass dies die Abkürzung von „sub conditione Jacobaea“ ist, was zu Deutsch heißt: unter der Bedingung, die Jakobus nennt. Gemeint ist die Äußerung des Apostels im heutigen Bibeltext.Wenn das Jahr noch jung ist, wird oft gefragt: Welche Vorsätze hast du gefasst? Die Antworten sind oft humorvoll, manchmal lebensstilbezogen, schon seltener geistlichen Inhalts.Der Gang in das neue Jahr, mit oder ohne gute Vorsätze, gleicht dem Betreten eines unbekannten Terrains. Sieht man keinen gangbaren Weg vor sich, steht aber in der Pflicht, vorwärts zu müssen, fühlt man sich unwohl. Meint man jedoch, den Weg erkennen zu können, stellen sich Erleichterung und Befriedigung ein. Die Zukunft verliert ihre Bedrohlichkeit, der Lebensweg erscheint eben, gerade und sicher. Hurra, wir wissen, wo es langgeht! Nur Mut, alles ist halb so schlimm! Der Weg ist das Ziel.Wer so spekuliert, erliegt mehreren Trugschlüssen. Der erste: Jeder Weg dünkt uns die Wiederholung eines schon gegangenen oder gefahrenen Weges zu sein. Deshalb sprechen wir auch gerne von unserer „Erfahrung“. Doch ist dieses Hoffen oft vergeblich, denn es erreichen uns immer wieder neue Herausforderungen. Der zweite Trugschluss: Beim Schauen auf den Weg wünschen wir, gleichsam die Zukunft sehen zu können. Hierin begründet sich die Faszination des Schauens auf Uhren, Kalender und Landkarten. Mancher denkt: Den Januar kenne ich schon vom Vorjahr her. Aber niemand durchlebt zweimal exakt dasselbe. Am Neujahrstag gehört der Januar Gott, wir wissen erst am 1. Februar darüber Bescheid. Welche Abgründe oder Höhepunkte vor uns liegen, weiß niemand von uns im Vorfeld.Was meinte Jakobus? Übe dich in Bescheidenheit! Beim Start schon das Ziel besitzen zu wollen, wäre arrogant. Das sollten wir bedenken, wenn wir den neuen Kalender an die Wand hängen. 2020-01-07T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-07/andacht-07012020/ Andacht 07.01.2020 2019-12-02T07:30:45Z Wolfgang Dorn info@adventisten.de 07. Januar 2020 Wolfgang Dorn


Andacht 07.01.2020

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Ein Mann reitet auf seinem Pferd durch eine scheinbar endlose Schneelandschaft. Irgendwann begegnet er einem einzelnen Wanderer. Dieser fragt ihn: „Junger Mann, wohin geht die Reise?“ Der Reiter antwortet orientierungslos und erschöpft: „Die Reise geht immer dorthin, wohin das Pferd mich trägt.“
Wir stehen gemeinsam am Beginn eines neuen Jahres. Wohin geht unsere Reise? Wohin geht deine ganz persönliche Lebensreise im Jahr 2019? Als Christen warten wir auf die Wiederkunft Jesu. Wir sehnen uns nach der „Stätte Gottes bei den Menschen“. Es ist ein Ort der Nähe Gottes zu uns Menschen und seiner bedingungslosen Annahme von uns. Diese beginnt schon jetzt – und reicht in die Zukunft hinein. Im Moment aber warten wir noch. Wir leben im Schon-Jetzt und gleichzeitig im Noch-Nicht. Wie können wir diese Spannung aushalten und wie sieht dieses Warten aus?
Im 16. Jahrhundert lebte in der mittelalterlichen Stadt Augsburg ein extrem wohlhabender Mann: Jakob Fugger. Irgendwann in seinem Leben aber erkannte er wohl, dass er seinen ganzen Reichtum gar nicht mehr ausgeben konnte in seinem Leben. Daraufhin traf er in seinem Herzen eine Entscheidung: Er begann, Häuser für Menschen zu bauen, die sich selbst keine leisten konnten. So begründete Fugger die erste Sozialsiedlung der Welt. Noch heute leben bedürftige Menschen in den Wohnungen, die Jakob Fugger vor 500 Jahren errichtete.
Als Christen wollen wir in unseren Kirchen ein geistliches Zuhause für Menschen schaffen. Einen Raum des Wartens, an dem wir von Gott bedingungslos angenommen sind und uns auch gegenseitig annehmen, wie wir sind. Mit all unseren Fehlern und Unvollkommenheiten. Auch wenn das nicht immer so gelingt – es bleibt unser gemeinsames Ziel. Wir orientieren uns dabei an den Aussagen der Bibel.
Der Apostel Paulus fasst das Wesentliche des Evangeliums in drei Worten zusammen: Glaube, Hoffnung, Liebe. (vgl. 1 Kor 13) Wenn du dir für das neue Jahr noch nichts vorgenommen hast, möchte ich dich ermutigen, in diesem Jahr immer mehr im Glauben zu leben, durch Hoffnung zu begeistern und aus Liebe zu handeln.

]]>
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? - Johannes 14,2 / Ein Mann reitet auf seinem Pferd durch eine scheinbar endlose Schneelandschaft. Irgendwann begegnet er einem einzelnen Wanderer. Dieser fragt ihn: „Junger Mann, wohin geht die Reise?“ Der Reiter antwortet orientierungslos und erschöpft: „Die Reise geht immer dorthin, wohin das Pferd mich trägt.“Wir stehen gemeinsam am Beginn eines neuen Jahres. Wohin geht unsere Reise? Wohin geht deine ganz persönliche Lebensreise im Jahr 2019? Als Christen warten wir auf die Wiederkunft Jesu. Wir sehnen uns nach der „Stätte Gottes bei den Menschen“. Es ist ein Ort der Nähe Gottes zu uns Menschen und seiner bedingungslosen Annahme von uns. Diese beginnt schon jetzt – und reicht in die Zukunft hinein. Im Moment aber warten wir noch. Wir leben im Schon-Jetzt und gleichzeitig im Noch-Nicht. Wie können wir diese Spannung aushalten und wie sieht dieses Warten aus?Im 16. Jahrhundert lebte in der mittelalterlichen Stadt Augsburg ein extrem wohlhabender Mann: Jakob Fugger. Irgendwann in seinem Leben aber erkannte er wohl, dass er seinen ganzen Reichtum gar nicht mehr ausgeben konnte in seinem Leben. Daraufhin traf er in seinem Herzen eine Entscheidung: Er begann, Häuser für Menschen zu bauen, die sich selbst keine leisten konnten. So begründete Fugger die erste Sozialsiedlung der Welt. Noch heute leben bedürftige Menschen in den Wohnungen, die Jakob Fugger vor 500 Jahren errichtete.Als Christen wollen wir in unseren Kirchen ein geistliches Zuhause für Menschen schaffen. Einen Raum des Wartens, an dem wir von Gott bedingungslos angenommen sind und uns auch gegenseitig annehmen, wie wir sind. Mit all unseren Fehlern und Unvollkommenheiten. Auch wenn das nicht immer so gelingt – es bleibt unser gemeinsames Ziel. Wir orientieren uns dabei an den Aussagen der Bibel.Der Apostel Paulus fasst das Wesentliche des Evangeliums in drei Worten zusammen: Glaube, Hoffnung, Liebe. (vgl. 1 Kor 13) Wenn du dir für das neue Jahr noch nichts vorgenommen hast, möchte ich dich ermutigen, in diesem Jahr immer mehr im Glauben zu leben, durch Hoffnung zu begeistern und aus Liebe zu handeln. 2020-01-06T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-06/andacht-06012020/ Andacht 06.01.2020 2019-12-02T07:28:13Z Jaimée M. Seis info@adventisten.de 06. Januar 2020 Jaimée M. Seis


Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Bildnachweis: madochab / photocase.de

Hast du Gott schon einmal etwas geschenkt? Einige sehr weise Männer haben das einmal getan. Sie hatten viel studiert, die alten Schriften gelesen, versuchten die Wahrheit über Gott zu finden, und sie liebten die Sternenkunde.
Eines Nachts beobachteten sie den Himmel, als eine helle Erscheinung aufstrahlte und am Ende ein Stern zurückblieb. Sie hatten so etwas noch nie gesehen. Was hatte das zu bedeuten? Da sie später gezielt nach dem Erlöserkönig in Israel suchten, müssen sie wohl die jüdischen Schriften gekannt haben und auch die Vorhersage, dass ein Stern und Herrscher in Israel erscheinen werde. Und diesen neuen Erlöserkönig wollten sie ehren. So sammelten sie Schätze und begaben sich auf den weiten Weg. Der Stern führte sie bis ins ferne Jerusalem. Doch dort wusste keiner etwas von einem neuen König. Nachdem sie den dortigen Herrscher Herodes gesprochen hatten und dieser sie nach Bethlehem geschickt hatte, leitete sie der Stern genau zu dem Ort, an dem die Familie wohnte. Vor Jesus knieten sie nun anbetend nieder und gaben ihm ihre Schätze. Es machte ihnen nichts aus, dass sie ihn in völliger Armut vorfanden, sie erkannten in ihm den göttlichen König und Erlöser. Glücklich und mit Freude erfüllt, reisten sie schließlich in ihr Land zurück.
Sie hatten reiche Schätze gebracht, doch sie selbst waren weit reicher von Gott beschenkt worden, indem sie ihren göttlichen Heiland gesehen hatten.
Da Herodes alle Kinder in Bethlehem im Alter von zwei Jahren und darunter töten lassen wollte, musste die Familie mit Jesus fliehen. Ich kann mir vorstellen, dass die Schätze der Weisen ihnen die Mittel dazu gaben. In ihrem Glauben und Vertrauen hatten diese Männer mit ihren Geschenken etwas bereitgestellt, das Gott verwenden konnte, um zu helfen.
Wenn wir Gott auch heute – wie diese Männer damals – im Vertrauen unsere Gaben geben, kann er damit genauso arbeiten und sie zum Segen werden lassen. Gott lohnt es uns immer, und am Ende werden wir die Beschenkten sein. „Gott lässt sich nichts schenken“, sagt ein Sprichwort. Das bedeutet, Gott wird uns immer weit mehr zurückschenken, als wir ihm geben können. So werden wir durch unsere Gaben ein Segen für andere sein, und so zu Gesegneten werden!

]]>
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. - 2. Korinther 9,7 / Hast du Gott schon einmal etwas geschenkt? Einige sehr weise Männer haben das einmal getan. Sie hatten viel studiert, die alten Schriften gelesen, versuchten die Wahrheit über Gott zu finden, und sie liebten die Sternenkunde.Eines Nachts beobachteten sie den Himmel, als eine helle Erscheinung aufstrahlte und am Ende ein Stern zurückblieb. Sie hatten so etwas noch nie gesehen. Was hatte das zu bedeuten? Da sie später gezielt nach dem Erlöserkönig in Israel suchten, müssen sie wohl die jüdischen Schriften gekannt haben und auch die Vorhersage, dass ein Stern und Herrscher in Israel erscheinen werde. Und diesen neuen Erlöserkönig wollten sie ehren. So sammelten sie Schätze und begaben sich auf den weiten Weg. Der Stern führte sie bis ins ferne Jerusalem. Doch dort wusste keiner etwas von einem neuen König. Nachdem sie den dortigen Herrscher Herodes gesprochen hatten und dieser sie nach Bethlehem geschickt hatte, leitete sie der Stern genau zu dem Ort, an dem die Familie wohnte. Vor Jesus knieten sie nun anbetend nieder und gaben ihm ihre Schätze. Es machte ihnen nichts aus, dass sie ihn in völliger Armut vorfanden, sie erkannten in ihm den göttlichen König und Erlöser. Glücklich und mit Freude erfüllt, reisten sie schließlich in ihr Land zurück.Sie hatten reiche Schätze gebracht, doch sie selbst waren weit reicher von Gott beschenkt worden, indem sie ihren göttlichen Heiland gesehen hatten.Da Herodes alle Kinder in Bethlehem im Alter von zwei Jahren und darunter töten lassen wollte, musste die Familie mit Jesus fliehen. Ich kann mir vorstellen, dass die Schätze der Weisen ihnen die Mittel dazu gaben. In ihrem Glauben und Vertrauen hatten diese Männer mit ihren Geschenken etwas bereitgestellt, das Gott verwenden konnte, um zu helfen.Wenn wir Gott auch heute – wie diese Männer damals – im Vertrauen unsere Gaben geben, kann er damit genauso arbeiten und sie zum Segen werden lassen. Gott lohnt es uns immer, und am Ende werden wir die Beschenkten sein. „Gott lässt sich nichts schenken“, sagt ein Sprichwort. Das bedeutet, Gott wird uns immer weit mehr zurückschenken, als wir ihm geben können. So werden wir durch unsere Gaben ein Segen für andere sein, und so zu Gesegneten werden! 2020-01-05T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-05/andacht-05012020/ Andacht 05.01.2020 2019-12-02T07:17:00Z Günther Hampel info@adventisten.de 05. Januar 2020 Günther Hampel


Andacht 05.01.2020

Bildnachweis: designritter / photocase.de

Das neue Jahr liegt noch vor uns wie eine unberührte Schneelandschaft, in der wir unsere Spuren hinterlassen werden. Streckenweise werden sie gerade verlaufen, an bestimmten Stellen werden wir Umwege machen oder umkehren müssen, weil wir uns verlaufen haben. Manche Wegstrecke wird tiefe Spuren hinterlassen, weil wir schwer zu tragen haben. Bei manchem wird die Spur abbrechen, bevor das Jahr zu Ende ist.
Da ist es gut zu wissen, dass es einen gibt, der über allem steht und unseren Weg mitgeht. Der 23. Psalm stammt von David, dem Mann, der auf der ersten Wegstrecke seines Lebens selbst Hirte war und später als König „Hirte Israels“ gewesen ist. Er hatte es nicht immer leicht und manchmal machte er es sich auch selbst unnötig schwer, aber er ließ Gottes Hand nie los. Sein Psalm ist ein Bekenntnis zu dem „großen Hirten“, dessen Gegenwart er ein Leben lang spüren durfte.
Ich glaube, dass ein paar Gedanken zu diesem Psalm gut zum Anfang und zum weiteren Verlauf eines Jahres passen. Es handelt sich ja nicht nur um einen 3.000 Jahre alten Liedtext, sondern um die Erfahrung eines Mannes, der Gott als seinen Hirten erlebt hat. Darüber hinaus ist dieser Psalm zugleich ein Angebot Gottes an uns, mit ihm ins neue Jahr zu gehen. David wusste: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Das heißt, in allen Wechselfällen des Lebens bleibt Gott unser Führer und Beschützer! Das ist der Leitgedanke dieses Psalms. Wir sind nicht allein unterwegs im Leben und im neuen Jahr. Da ist einer, der den Weg kennt und dem wir bedingungslos folgen können. Er treibt uns nicht vor sich her, sondern geht voraus und stellt sich schützend vor uns. Alles, was uns schaden könnte, muss an ihm vorbei. Freilich, er fängt nicht alles ab, aber wenn uns etwas trifft, ist er zur Stelle und greift helfend ein.
Gott sorgt dafür, dass wir keinen Mangel haben an dem, was wir brauchen. Ist das wahr? Ich kann für mich sagen: Ja! Ich habe nicht alles bekommen, was ich mir gewünscht habe, aber an dem, was wirklich nötig ist, hat es nicht gefehlt – niemals! Mag sein, dass mancher es (noch) anders sieht. Dieser Psalm ist Davids persönliches Zeugnis eines Lebens mit Gott.
Lassen wir uns doch überraschen, was er in diesem Jahr für uns bereithält!

]]>
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. - Psalm 23,1 / Das neue Jahr liegt noch vor uns wie eine unberührte Schneelandschaft, in der wir unsere Spuren hinterlassen werden. Streckenweise werden sie gerade verlaufen, an bestimmten Stellen werden wir Umwege machen oder umkehren müssen, weil wir uns verlaufen haben. Manche Wegstrecke wird tiefe Spuren hinterlassen, weil wir schwer zu tragen haben. Bei manchem wird die Spur abbrechen, bevor das Jahr zu Ende ist.Da ist es gut zu wissen, dass es einen gibt, der über allem steht und unseren Weg mitgeht. Der 23. Psalm stammt von David, dem Mann, der auf der ersten Wegstrecke seines Lebens selbst Hirte war und später als König „Hirte Israels“ gewesen ist. Er hatte es nicht immer leicht und manchmal machte er es sich auch selbst unnötig schwer, aber er ließ Gottes Hand nie los. Sein Psalm ist ein Bekenntnis zu dem „großen Hirten“, dessen Gegenwart er ein Leben lang spüren durfte.Ich glaube, dass ein paar Gedanken zu diesem Psalm gut zum Anfang und zum weiteren Verlauf eines Jahres passen. Es handelt sich ja nicht nur um einen 3.000 Jahre alten Liedtext, sondern um die Erfahrung eines Mannes, der Gott als seinen Hirten erlebt hat. Darüber hinaus ist dieser Psalm zugleich ein Angebot Gottes an uns, mit ihm ins neue Jahr zu gehen. David wusste: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Das heißt, in allen Wechselfällen des Lebens bleibt Gott unser Führer und Beschützer! Das ist der Leitgedanke dieses Psalms. Wir sind nicht allein unterwegs im Leben und im neuen Jahr. Da ist einer, der den Weg kennt und dem wir bedingungslos folgen können. Er treibt uns nicht vor sich her, sondern geht voraus und stellt sich schützend vor uns. Alles, was uns schaden könnte, muss an ihm vorbei. Freilich, er fängt nicht alles ab, aber wenn uns etwas trifft, ist er zur Stelle und greift helfend ein.Gott sorgt dafür, dass wir keinen Mangel haben an dem, was wir brauchen. Ist das wahr? Ich kann für mich sagen: Ja! Ich habe nicht alles bekommen, was ich mir gewünscht habe, aber an dem, was wirklich nötig ist, hat es nicht gefehlt – niemals! Mag sein, dass mancher es (noch) anders sieht. Dieser Psalm ist Davids persönliches Zeugnis eines Lebens mit Gott.Lassen wir uns doch überraschen, was er in diesem Jahr für uns bereithält! 2020-01-04T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-04/andacht-04012020/ Andacht 04.01.2020 2019-12-02T07:15:01Z Elí Diez-Prida info@adventisten.de 04. Januar 2020 Elí Diez-Prida


Andacht 04.01.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Auch im Hinblick auf das Jahr 2017 haben sich Astrologen und Hellseher mit ihren Vorhersagen zum Gespött gemacht: Weder gab es einen Euro-Crash, noch sind Italien und Dänemark aus der EU ausgetreten. Das Orakel einer kanadischen Hellseherin erwies sich ebenfalls als Bluff: Weder wurde eine Stadt von riesigen Marienkäfern befallen, noch tauchten überall auf der Welt aggressive Eichhörnchen auf. Genauso wenig fiel der Schiefe Turm von Pisa um, landete ein Ufo im Eriesee oder brannte der Buckingham-Palast.
Trotz dieser negativen Bilanz, die sich Jahr für Jahr wiederholt, suchen immer noch zahlreiche Menschen Rat bei Astrologen, Kartenlegern und Wahrsagern. Zukunftsforscher schätzen den Jahresumsatz dieser Branche in Deutschland auf bis zu 25 Milliarden Euro!
Die Bibel spricht immer wieder davon, dass nur Gott die Zukunft kennt (z. B. Jes 46,9–10) und daher nur er in der Lage ist, sie den Menschen in bestimmten Situationen mitzuteilen. Eine davon war die Zukunftsschau, die Gott dem babylonischen König Nebukadnezar durch einen Traum gab. Der heutige Bibeltext enthält Worte des Propheten Daniel; er war der Einzige, der dem König dank einer göttlichen Offenbarung Gottes den Traum deuten konnte.
Ganz anders als bei Astrologen und Hellsehern liegt die „Erfolgsquote“ bei Gott bei 100 Prozent! Man spricht von „erfüllten Prophezeiungen“, von denen es in der Bibel laut dem Informatiker Prof. Werner Gitt (Braunschweig) 3.268 gibt. Er errechnete, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie rein zufällig in Erfüllung gegangen wären, und kam dabei auf astronomische Zahlen (1,7 mal 10 hoch minus 984). Allein bei 25 erfüllten Prophezeiungen wäre die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie zufällig wahr geworden wären, so niedrig, als würde man bei 36 Millionen Ameisen (der Inhalt einer Badewanne) beim ersten Griff mit verbundenen Augen die einzige rote Ameise erwischen!
Gott kennt auch meine Zukunft, daher kann ich mit Zuversicht und Hoffnung das neue Jahr mit ihm beginnen!

]]>
„Kein Gelehrter, Magier, Wahrsager oder Sterndeuter kann das vollbringen, was der König verlangt. Aber es gibt einen Gott des Himmels, der das Verborgene enthüllt, und dieser Gott hat dir, König Nebukadnezar, gezeigt, was am Ende der Zeit geschehen wird.“ - Daniel 2,27–28 / Auch im Hinblick auf das Jahr 2017 haben sich Astrologen und Hellseher mit ihren Vorhersagen zum Gespött gemacht: Weder gab es einen Euro-Crash, noch sind Italien und Dänemark aus der EU ausgetreten. Das Orakel einer kanadischen Hellseherin erwies sich ebenfalls als Bluff: Weder wurde eine Stadt von riesigen Marienkäfern befallen, noch tauchten überall auf der Welt aggressive Eichhörnchen auf. Genauso wenig fiel der Schiefe Turm von Pisa um, landete ein Ufo im Eriesee oder brannte der Buckingham-Palast.Trotz dieser negativen Bilanz, die sich Jahr für Jahr wiederholt, suchen immer noch zahlreiche Menschen Rat bei Astrologen, Kartenlegern und Wahrsagern. Zukunftsforscher schätzen den Jahresumsatz dieser Branche in Deutschland auf bis zu 25 Milliarden Euro!Die Bibel spricht immer wieder davon, dass nur Gott die Zukunft kennt (z. B. Jes 46,9–10) und daher nur er in der Lage ist, sie den Menschen in bestimmten Situationen mitzuteilen. Eine davon war die Zukunftsschau, die Gott dem babylonischen König Nebukadnezar durch einen Traum gab. Der heutige Bibeltext enthält Worte des Propheten Daniel; er war der Einzige, der dem König dank einer göttlichen Offenbarung Gottes den Traum deuten konnte.Ganz anders als bei Astrologen und Hellsehern liegt die „Erfolgsquote“ bei Gott bei 100 Prozent! Man spricht von „erfüllten Prophezeiungen“, von denen es in der Bibel laut dem Informatiker Prof. Werner Gitt (Braunschweig) 3.268 gibt. Er errechnete, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie rein zufällig in Erfüllung gegangen wären, und kam dabei auf astronomische Zahlen (1,7 mal 10 hoch minus 984). Allein bei 25 erfüllten Prophezeiungen wäre die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie zufällig wahr geworden wären, so niedrig, als würde man bei 36 Millionen Ameisen (der Inhalt einer Badewanne) beim ersten Griff mit verbundenen Augen die einzige rote Ameise erwischen!Gott kennt auch meine Zukunft, daher kann ich mit Zuversicht und Hoffnung das neue Jahr mit ihm beginnen! 2020-01-03T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-03/andacht-03012020/ Andacht 03.01.2020 2019-12-02T07:13:42Z Manfred Böttcher info@adventisten.de 03. Januar 2020 Manfred Böttcher


Andacht 03.01.2020

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Die Mutter von Johannes und Jakobus hatte Jesus gebeten, ihren Söhnen einen Ehrenplatz im Reich Gottes zu geben. Den übrigen Jüngern platzte deshalb der Kragen. Erschreckend wird deutlich, wie Hunger nach Größe die Gemeinschaft zerstört. Weshalb waren die anderen so aufgebracht? Waren sie davon überzeugt, dass im Kreis der Jünger Jesu keiner über dem anderen steht? Oder suchte jeder heimlich für sich selbst, was die beiden sich wünschten? Wohl gibt es Größe in der Nachfolge Christi, aber sie darf nicht mit Macht und bestimmten Positionen verwechselt werden. Jesus musste seinen Jüngern, denen er eine große Aufgabe anvertrauen wollte, einprägen, dass die Bereitschaft zum Dienen das bestimmende Prinzip in seiner Gemeinde bleiben muss. Das allein verleiht Größe.
Die Frage der Mutter von Johannes und Jakobus verdeutlicht, dass selbst Verbundenheit mit Jesus nicht vor der Jagd nach Macht bewahrt. Jesus weiß um die Wirklichkeit in der Welt: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten (Mt 20,25) Im Gegensatz zu weltlichen Ordnungen hat in seiner Gemeinde zu gelten: „Der Größte unter euch soll euer Diener sein.“ (Mt 23,11) Dieser Unterschied soll durch die Gemeinde als ein deutliches Zeichen für die Welt erkennbar sein. Nicht nur unter denen, die leitende Verantwortung haben, zeigt sich allzu oft ein Verhalten, das man so beschreiben kann: entweder Hammer oder Amboss. Man will möglichst Hammer sein, da der Amboss die Schläge zu erleiden hat. Wer wie ein Hammer handelt, nimmt in Kauf, andere zu erniedrigen.
Macht, die andere ohnmächtig macht, darf es unter den Nachfolgern Jesu nicht geben. Ob in Ehe und Familie, in der Gemeinde oder am Arbeitsplatz: Nur die Größe gilt, die andere groß macht, und die Vollmacht, die andere stärkt. Deshalb erbitte von Gott: „Hilf mir heute durch Dienen für andere groß zu sein.“ Bei seiner Wiederkunft wird Jesus dir und anderen dann zurufen: „Kommt her! … Nehmt Gottes neue Welt in Besitz.“ (Mt 25,34 GNB)

]]>
Darum rief Jesus alle zwölf zu sich her und sagte: „Ihr wisst: Die Herrscher der Völker, die Großen in der Welt, unterdrücken ihre Leute und lassen sie ihre Macht spüren. Bei euch muss es anders sein! Wer unter euch groß sein will, soll euer Diener sein.“ - Matthäus 20,25–26 / Die Mutter von Johannes und Jakobus hatte Jesus gebeten, ihren Söhnen einen Ehrenplatz im Reich Gottes zu geben. Den übrigen Jüngern platzte deshalb der Kragen. Erschreckend wird deutlich, wie Hunger nach Größe die Gemeinschaft zerstört. Weshalb waren die anderen so aufgebracht? Waren sie davon überzeugt, dass im Kreis der Jünger Jesu keiner über dem anderen steht? Oder suchte jeder heimlich für sich selbst, was die beiden sich wünschten? Wohl gibt es Größe in der Nachfolge Christi, aber sie darf nicht mit Macht und bestimmten Positionen verwechselt werden. Jesus musste seinen Jüngern, denen er eine große Aufgabe anvertrauen wollte, einprägen, dass die Bereitschaft zum Dienen das bestimmende Prinzip in seiner Gemeinde bleiben muss. Das allein verleiht Größe.Die Frage der Mutter von Johannes und Jakobus verdeutlicht, dass selbst Verbundenheit mit Jesus nicht vor der Jagd nach Macht bewahrt. Jesus weiß um die Wirklichkeit in der Welt: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten (Mt 20,25) Im Gegensatz zu weltlichen Ordnungen hat in seiner Gemeinde zu gelten: „Der Größte unter euch soll euer Diener sein.“ (Mt 23,11) Dieser Unterschied soll durch die Gemeinde als ein deutliches Zeichen für die Welt erkennbar sein. Nicht nur unter denen, die leitende Verantwortung haben, zeigt sich allzu oft ein Verhalten, das man so beschreiben kann: entweder Hammer oder Amboss. Man will möglichst Hammer sein, da der Amboss die Schläge zu erleiden hat. Wer wie ein Hammer handelt, nimmt in Kauf, andere zu erniedrigen.Macht, die andere ohnmächtig macht, darf es unter den Nachfolgern Jesu nicht geben. Ob in Ehe und Familie, in der Gemeinde oder am Arbeitsplatz: Nur die Größe gilt, die andere groß macht, und die Vollmacht, die andere stärkt. Deshalb erbitte von Gott: „Hilf mir heute durch Dienen für andere groß zu sein.“ Bei seiner Wiederkunft wird Jesus dir und anderen dann zurufen: „Kommt her! … Nehmt Gottes neue Welt in Besitz.“ (Mt 25,34 GNB) 2020-01-02T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-02/andacht-02012020/ Andacht 02.01.2020 2019-12-02T07:07:49Z Jessica Schultka info@adventisten.de 02. Januar 2020 Jessica Schultka


Andacht 02.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Die Bitte, die dem heutigen Bibeltext vorausgeht – „Und vergib uns unsere Schuld“ –, wird mit dem Halbsatz „wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“ so selbstverständlich zu Ende gebracht, dass es ein ungutes Gefühl hinterlassen kann, mich unter Druck setzt oder gar wütend macht. Denn vielleicht kann oder will ich (noch) gar nicht vergeben!
Mit diesem Satz aus dem Vaterunser wurde vermutlich in der Vergangenheit auch viel Leid verursacht. Jesus erklärt ein wenig später in der Bergpredigt: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Mt 6,14–15 BB) Wer Leid erfahren hat, bekommt jetzt auch noch den Druck, vergeben zu müssen, ansonsten wird Gott auch ihm nicht vergeben. Oder wie ist das zu verstehen?
Es bedeutet erst mal, dass Schuld und Vergebung mehrere Dimensionen haben. Wir leben in Beziehungsgefügen, bei denen Verstrickungen vorprogrammiert sind. Oft werden aus Opfern Täter, und die meisten Täter waren an irgendeiner Stelle auch Opfer. Es ist also logisch und nachvollziehbar, dass auch Vergebung zwei Seiten hat: sie zu empfangen und zu gewähren.
Wem vergeben wurde, aber wer selbst nie vergibt, ist nicht erlöst. Damit meine ich nicht, ob die Person in den Himmel kommt oder nicht, sondern erlöst im Sinne von befreit. Denn ich bin mir sicher, dass Schuld immer gefangen nimmt. Wer ständig darüber nachsinnt, was ihm angetan wurde, verinnerlicht diese Schuld so sehr, dass sie zur eigenen Belastung wird. Um weder in den eigenen Fehlern noch in denen des anderen zu versumpfen, müssen wir sie dorthin geben, wo man damit umgehen kann – in Gottes Hände. Wir werden erst dann erlöst, wenn wir die Schuld des anderen loslassen.
Das bedeutet nicht, dass wir Schuld gutheißen oder vertuschen. Gerade weil sie einen Akt der Befreiung von uns braucht, nehmen wir sie und ihre zerstörerische Kraft ernst.
Jesus sagt: Du wirst von deiner Schuld befreit. Du musst es auch wagen, dich befreien zu lassen, indem du loslässt und vergibst.

]]>
… wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. - Matthäus 6,12 / Die Bitte, die dem heutigen Bibeltext vorausgeht – „Und vergib uns unsere Schuld“ –, wird mit dem Halbsatz „wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“ so selbstverständlich zu Ende gebracht, dass es ein ungutes Gefühl hinterlassen kann, mich unter Druck setzt oder gar wütend macht. Denn vielleicht kann oder will ich (noch) gar nicht vergeben!Mit diesem Satz aus dem Vaterunser wurde vermutlich in der Vergangenheit auch viel Leid verursacht. Jesus erklärt ein wenig später in der Bergpredigt: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Mt 6,14–15 BB) Wer Leid erfahren hat, bekommt jetzt auch noch den Druck, vergeben zu müssen, ansonsten wird Gott auch ihm nicht vergeben. Oder wie ist das zu verstehen?Es bedeutet erst mal, dass Schuld und Vergebung mehrere Dimensionen haben. Wir leben in Beziehungsgefügen, bei denen Verstrickungen vorprogrammiert sind. Oft werden aus Opfern Täter, und die meisten Täter waren an irgendeiner Stelle auch Opfer. Es ist also logisch und nachvollziehbar, dass auch Vergebung zwei Seiten hat: sie zu empfangen und zu gewähren.Wem vergeben wurde, aber wer selbst nie vergibt, ist nicht erlöst. Damit meine ich nicht, ob die Person in den Himmel kommt oder nicht, sondern erlöst im Sinne von befreit. Denn ich bin mir sicher, dass Schuld immer gefangen nimmt. Wer ständig darüber nachsinnt, was ihm angetan wurde, verinnerlicht diese Schuld so sehr, dass sie zur eigenen Belastung wird. Um weder in den eigenen Fehlern noch in denen des anderen zu versumpfen, müssen wir sie dorthin geben, wo man damit umgehen kann – in Gottes Hände. Wir werden erst dann erlöst, wenn wir die Schuld des anderen loslassen.Das bedeutet nicht, dass wir Schuld gutheißen oder vertuschen. Gerade weil sie einen Akt der Befreiung von uns braucht, nehmen wir sie und ihre zerstörerische Kraft ernst.Jesus sagt: Du wirst von deiner Schuld befreit. Du musst es auch wagen, dich befreien zu lassen, indem du loslässt und vergibst. 2020-01-01T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2020-01-01/01012020/ 01.01.2020 2019-12-02T07:06:08Z Johannes Naether info@adventisten.de 01. Januar 2020 Johannes Naether


01.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Schuld ist kein angenehmes Thema. Wir fühlen uns dabei peinlich berührt und mögen auch nicht öffentlich darüber reden. In den Millionen von Nachrichten, die jeden Tag über die modernen Medien abgesetzt werden, wird sich auch heute nichts von Schuld finden – so meine steile These. Es sind schon zig Tabus gebrochen, Schamgrenzen herabgesetzt oder sogar ganz entfernt worden. Es wird über Dinge in einer Art und Weise gesprochen, dass man sich nur noch fremdschämen kann – aber eigene Schuld einzugestehen hat absoluten Seltenheitswert.
Es ist auch nicht mein Lieblingsthema und wahrscheinlich geht es dir ähnlich. Doch Jesus holt die Schuld aus der Tabuzone heraus, platziert sie in das Vaterunser, also in das Mustergebet schlechthin, und macht sie damit zu einem prominenten Thema. Eigentlich müssten wir den Urtext genauer wiedergeben und übersetzen: „Und vergib uns unsere Schulden.“ Das hört sich für uns angenehmer an, weil wir die Pluralform direkt mit finanziellen oder materiellen Dingen in Verbindung bringen. Jesus aber bohrt tiefer: Schuld bezieht sich nicht einfach nur auf einzelne Taten, sondern darauf, dass sie unsere Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen beschädigen und uns von ihnen entfremden. Dinge wieder in Ordnung zu bringen, fällt wirklich schwer. Dort, wo wir mitbetroffen und beteiligt sind, können solche Dinge wie Blei auf uns lasten. Beispiele aus unserem Leben gibt es genug: zum Beispiel ein großes Schweigen, wo mutige Worte angemessen wären; ein Wegschauen, um nicht noch mehr Ärger zu bekommen; eine eigennützige Entscheidung, die andere im Regen stehen lässt; oder Gleichgültigkeit, wo Aufmerksamkeit und Wertschätzung wesentlich motivierender wären. Der Schaden ist da, was nun?
Das Wohltuende an unserem Vers ist, dass er sich an Gott richtet und mit einem und beginnt. Damit wird eine Verknüpfung zur vorigen Bitte hergestellt: So, wie wir jeden Tag Brot zum Leben brauchen, brauchen wir die Vergebung Gottes zum Überleben. Sie ist die Nahrung für unsere Seele. Und: Wir wenden uns an Gott, er vergibt gerne und schenkt uns Heilung und innere Freiheit. Damit sind wir jedoch nicht aus der Verantwortung entlassen, aufrecht, fair und ehrlich zu leben. Dies wird uns heute aber gelingen, weil wir uns mit dem Lesen dieser Andacht auf Gott ausrichten.

]]>
Und vergib uns unsere Schuld. - Matthäus 6,12 / Schuld ist kein angenehmes Thema. Wir fühlen uns dabei peinlich berührt und mögen auch nicht öffentlich darüber reden. In den Millionen von Nachrichten, die jeden Tag über die modernen Medien abgesetzt werden, wird sich auch heute nichts von Schuld finden – so meine steile These. Es sind schon zig Tabus gebrochen, Schamgrenzen herabgesetzt oder sogar ganz entfernt worden. Es wird über Dinge in einer Art und Weise gesprochen, dass man sich nur noch fremdschämen kann – aber eigene Schuld einzugestehen hat absoluten Seltenheitswert.Es ist auch nicht mein Lieblingsthema und wahrscheinlich geht es dir ähnlich. Doch Jesus holt die Schuld aus der Tabuzone heraus, platziert sie in das Vaterunser, also in das Mustergebet schlechthin, und macht sie damit zu einem prominenten Thema. Eigentlich müssten wir den Urtext genauer wiedergeben und übersetzen: „Und vergib uns unsere Schulden.“ Das hört sich für uns angenehmer an, weil wir die Pluralform direkt mit finanziellen oder materiellen Dingen in Verbindung bringen. Jesus aber bohrt tiefer: Schuld bezieht sich nicht einfach nur auf einzelne Taten, sondern darauf, dass sie unsere Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen beschädigen und uns von ihnen entfremden. Dinge wieder in Ordnung zu bringen, fällt wirklich schwer. Dort, wo wir mitbetroffen und beteiligt sind, können solche Dinge wie Blei auf uns lasten. Beispiele aus unserem Leben gibt es genug: zum Beispiel ein großes Schweigen, wo mutige Worte angemessen wären; ein Wegschauen, um nicht noch mehr Ärger zu bekommen; eine eigennützige Entscheidung, die andere im Regen stehen lässt; oder Gleichgültigkeit, wo Aufmerksamkeit und Wertschätzung wesentlich motivierender wären. Der Schaden ist da, was nun?Das Wohltuende an unserem Vers ist, dass er sich an Gott richtet und mit einem und beginnt. Damit wird eine Verknüpfung zur vorigen Bitte hergestellt: So, wie wir jeden Tag Brot zum Leben brauchen, brauchen wir die Vergebung Gottes zum Überleben. Sie ist die Nahrung für unsere Seele. Und: Wir wenden uns an Gott, er vergibt gerne und schenkt uns Heilung und innere Freiheit. Damit sind wir jedoch nicht aus der Verantwortung entlassen, aufrecht, fair und ehrlich zu leben. Dies wird uns heute aber gelingen, weil wir uns mit dem Lesen dieser Andacht auf Gott ausrichten. 2019-12-31T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2019-12-31/andacht-31122019/ Andacht 31.12.2019 2019-11-19T13:44:57Z Heidemarie Klingeberg info@adventisten.de 31. Dezember 2019 Heidemarie Klingeberg


Andacht 31.12.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

So ein Jahreswechsel trägt fast etwas Magisches in sich, den Zauber des Neuanfangs! Alles „vergessen, was hinter mir liegt“ – wenn ich das nur könnte, heraustreten aus meiner Biografie, meinen Lasten der Vergangenheit, meinen falschen Entscheidungen, meinen Fehlern – neu beginnen!
Dabei hat der Apostel Paulus, von dem dieses Wort stammt, einen makellosen Werdegang vorzuweisen: „Ich stamme aus dem Volk Israel und sogar aus dem Stamm Benjamin. Von Geburt an bin ich Hebräer wie schon alle meine Vorfahren. Außerdem gehörte ich zu den Pharisäern, der Gruppe, die am strengsten darauf achtet, dass Gottes Gesetz eingehalten wird.“ (V.5 Hfa) Eine tadellose Abstammung, aufgewachsen in Jerusalem, mehrsprachig und akademisch gebildet, integer und hochgeachtet, zudem auch noch römischer Bürger.
Diese Vergangenheit, auf die er mit Recht stolz sein könnte, will Paulus hinter sich lassen. Nach der Begegnung mit Jesus bekommt sein Leben eine völlig neue Richtung. Er wendet sich ab von seiner scheinbar so perfekten Biografie, von seinem religiösen Eifer, mit dem er Andersdenkende erbarmungslos verfolgt hat. „Seit ich Christus kenne, ist für mich alles wertlos, was ich früher für so wichtig gehalten habe … Mit ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein … Um Christus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennen lernen …“ (V. 7.9–10 Hfa)
„Neuanfang“ meint für Paulus nicht nur die zeitliche Perspektive von Vergangenheit und Zukunft. Es geht um die neuen Prioritäten, die sein Leben bestimmen: „Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren.“ (V. 8)
Ein lohnender Blick zum morgigen Jahresanfang: Was ist für mich wertvoll? Wofür lohnt es sich zu leben? Welche Menschen sollen mich begleiten? Egal, was hinter mir liegt, der große und allmächtige Gott schenkt mir tatsächlich einen Neuanfang. So lautet die gute Nachricht seines Evangeliums und so wird jeder Tag zu einer neuen Chance! Ein gesegnetes neues Jahr!

]]>
Wie gesagt, meine lieben Brüder und Schwestern, ich weiß genau: Noch bin ich nicht am Ziel angekommen. Aber eins steht fest: Ich will vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir. - Philipper 3,13 / So ein Jahreswechsel trägt fast etwas Magisches in sich, den Zauber des Neuanfangs! Alles „vergessen, was hinter mir liegt“ – wenn ich das nur könnte, heraustreten aus meiner Biografie, meinen Lasten der Vergangenheit, meinen falschen Entscheidungen, meinen Fehlern – neu beginnen!Dabei hat der Apostel Paulus, von dem dieses Wort stammt, einen makellosen Werdegang vorzuweisen: „Ich stamme aus dem Volk Israel und sogar aus dem Stamm Benjamin. Von Geburt an bin ich Hebräer wie schon alle meine Vorfahren. Außerdem gehörte ich zu den Pharisäern, der Gruppe, die am strengsten darauf achtet, dass Gottes Gesetz eingehalten wird.“ (V.5 Hfa) Eine tadellose Abstammung, aufgewachsen in Jerusalem, mehrsprachig und akademisch gebildet, integer und hochgeachtet, zudem auch noch römischer Bürger.Diese Vergangenheit, auf die er mit Recht stolz sein könnte, will Paulus hinter sich lassen. Nach der Begegnung mit Jesus bekommt sein Leben eine völlig neue Richtung. Er wendet sich ab von seiner scheinbar so perfekten Biografie, von seinem religiösen Eifer, mit dem er Andersdenkende erbarmungslos verfolgt hat. „Seit ich Christus kenne, ist für mich alles wertlos, was ich früher für so wichtig gehalten habe … Mit ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein … Um Christus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennen lernen …“ (V. 7.9–10 Hfa)„Neuanfang“ meint für Paulus nicht nur die zeitliche Perspektive von Vergangenheit und Zukunft. Es geht um die neuen Prioritäten, die sein Leben bestimmen: „Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren.“ (V. 8)Ein lohnender Blick zum morgigen Jahresanfang: Was ist für mich wertvoll? Wofür lohnt es sich zu leben? Welche Menschen sollen mich begleiten? Egal, was hinter mir liegt, der große und allmächtige Gott schenkt mir tatsächlich einen Neuanfang. So lautet die gute Nachricht seines Evangeliums und so wird jeder Tag zu einer neuen Chance! Ein gesegnetes neues Jahr! 2019-12-30T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2019-12-30/andacht-30122019/ Andacht 30.12.2019 2019-11-19T13:43:16Z Norbert Zens info@adventisten.de 30. Dezember 2019 Norbert Zens


Andacht 30.12.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Mit den eigenen Schwächen konfrontiert zu werden kann Menschen an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringen. Da ist es tröstlich zu wissen, dass darin sogar großes Wachstumspotenzial steckt.
Die meisten Christen kennen Elia, den großen Propheten, der dem König von Israel die Stirn bot. Und plötzlich lässt sich dieser Mann Gottes von den Todesdrohungen Isebels, der Frau des Königs, in die Flucht schlagen. Elia flieht in die Wüste und es dauert nicht lange, bis er sein Verhalten zu hinterfragen beginnt. Warum hatte er nicht weiterhin auf Gottes Führung und Schutz vertraut, anstatt zu fliehen und Isebel das Feld zu überlassen? In der tiefen Enttäuschung – auch über sich selbst – erkennt Elia: „Ich bin nicht besser als meine Väter.“ Vor weniger als zwei Tagen hatte er sich noch als den allein übrig gebliebenen Propheten gesehen und zum versammelten Volk gesagt: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist‘s aber Baal, so wandelt ihm nach.“ (1 Kön 18,21) Es ist schmerzhaft, mit der eigenen Realität konfrontiert zu werden. Doch oft sind es gerade solche herausfordernden Situationen, die uns dafür vorbereiten, einen wichtigen Schritt in unserer persönlichen Entwicklung zu tun. Es ist interessant, wie Gott mit dem an sich selbst verzweifelnden Elia umgeht: keine Zurechtweisung, keine Kritik. Stattdessen kommt er ihm persönlich nahe, in dem Engel, der Elia berührt und sich fürsorglich um ihn kümmert.
Gott kommt Elia nahe. Er gibt ihm zu essen, lässt ihn schlafen und offenbart ihm sein Wesen. Wie ganz anders gehen wir oft mit den Fehlern anderer oder dem eigenen Versagen um? Wie viel mehr würden wir anderen und letztlich auch uns selbst helfen, wenn wir uns an Gottes Tun orientieren würden: ehrlich mit Gott zu sein, Nähe zuzulassen und echte Gemeinschaft zu pflegen? Gottes Handeln spiegelt seine bedingungslose Liebe für uns Menschen wider, die Elia überzeugt, den Dienst für Gott erneut aufzunehmen und die auch für uns und unser Miteinander Motivations- und Kraftquelle sein kann.

]]>
Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagesreise weit und kam und ließ sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter. 1. Könige 19,4 - 1. Könige 19,4 / Mit den eigenen Schwächen konfrontiert zu werden kann Menschen an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringen. Da ist es tröstlich zu wissen, dass darin sogar großes Wachstumspotenzial steckt.Die meisten Christen kennen Elia, den großen Propheten, der dem König von Israel die Stirn bot. Und plötzlich lässt sich dieser Mann Gottes von den Todesdrohungen Isebels, der Frau des Königs, in die Flucht schlagen. Elia flieht in die Wüste und es dauert nicht lange, bis er sein Verhalten zu hinterfragen beginnt. Warum hatte er nicht weiterhin auf Gottes Führung und Schutz vertraut, anstatt zu fliehen und Isebel das Feld zu überlassen? In der tiefen Enttäuschung – auch über sich selbst – erkennt Elia: „Ich bin nicht besser als meine Väter.“ Vor weniger als zwei Tagen hatte er sich noch als den allein übrig gebliebenen Propheten gesehen und zum versammelten Volk gesagt: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist‘s aber Baal, so wandelt ihm nach.“ (1 Kön 18,21) Es ist schmerzhaft, mit der eigenen Realität konfrontiert zu werden. Doch oft sind es gerade solche herausfordernden Situationen, die uns dafür vorbereiten, einen wichtigen Schritt in unserer persönlichen Entwicklung zu tun. Es ist interessant, wie Gott mit dem an sich selbst verzweifelnden Elia umgeht: keine Zurechtweisung, keine Kritik. Stattdessen kommt er ihm persönlich nahe, in dem Engel, der Elia berührt und sich fürsorglich um ihn kümmert.Gott kommt Elia nahe. Er gibt ihm zu essen, lässt ihn schlafen und offenbart ihm sein Wesen. Wie ganz anders gehen wir oft mit den Fehlern anderer oder dem eigenen Versagen um? Wie viel mehr würden wir anderen und letztlich auch uns selbst helfen, wenn wir uns an Gottes Tun orientieren würden: ehrlich mit Gott zu sein, Nähe zuzulassen und echte Gemeinschaft zu pflegen? Gottes Handeln spiegelt seine bedingungslose Liebe für uns Menschen wider, die Elia überzeugt, den Dienst für Gott erneut aufzunehmen und die auch für uns und unser Miteinander Motivations- und Kraftquelle sein kann. 2019-12-29T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2019-12-29/andacht-29122019/ Andacht 29.12.2019 2019-11-19T13:40:43Z André Zander info@adventisten.de 29. Dezember 2019 André Zander


Andacht 29.12.2019

Bildnachweis: Rike. / photocase.de

Dieser kraftvolle Zuspruch bewegt mich wie kaum ein anderes Bibelwort. Ich bin fasziniert, wie viel frohe Botschaft in diesen wenigen Worten steckt.
Zuerst: Gott selbst ist es, der sein Werk an mir begonnen hat. Nicht ich habe den ersten Schritt gemacht, sondern er. Nicht ich muss Gott suchen – er hat mich gefunden. Natürlich muss ich bereit sein, mich finden zu lassen, aber aus eigener Kraft bin ich eben nicht in der Lage, mich aktiv Gott zu nähern. Dieser Gedanke erleichtert und befreit mich immer wieder.
Als Nächstes: Gott selbst ist es, der dieses Werk auch vollenden wird. Nicht ich muss rennen, wirken, tun und kämpfen – er ist der Aktive. Nicht ich muss Leistung erbringen, sondern er kümmert sich um mich. Wenn ich mir meine Unzulänglichkeiten, meine Fehler und Schwächen ehrlich vor Augen halte, wird mir bewusst, dass es auch gar nicht anders geht. Um es im Geiste Luthers zu sagen: Ich kann mich nur im Glauben in die gnädige Hand Gottes legen.
Und schließlich: Dieses Werk ist erst dann fertig, wenn Jesus wiederkommt – und nicht schon vorher! Weder kann noch muss ich den Anspruch erfüllen, schon in dieser Welt perfekt zu sein. Ich darf wieder und immer wieder vor meinen Gott treten und meine Nöte, meine Ängste und mein Versagen bei ihm ablegen.
Das Werk ist kein fester Zustand, kein geistlicher Status, kein Grad oder Titel, den ich mit gewisser Anstrengung erreichen könnte. Das Werk ist vielmehr eine Entwicklung, die darin besteht, dass Gott mich in meinem Leben begleitet, ausfüllt, mich trägt, wenn ich es brauche, mir nachläuft oder auf mich wartet und mir innere Ruhe und Frieden schenkt – dieses Stückchen Himmel darf ich tatsächlich schon hier auf dieser Erde erleben.
Aber wenn Gott schon alles tut, was ist denn dann noch meine Aufgabe?
Johannes drückte es sehr schön aus: „Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1 Joh 4,16 Hfa)
Ja, lieber Gott, gib mir nur die kleine Kraft, in dir zu bleiben und mich an dir festzuhalten. Danke, dass du alles andere für mich tust.

]]>
Deshalb bin ich auch ganz sicher, dass Gott sein Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt. - Philipper 1,6 / Dieser kraftvolle Zuspruch bewegt mich wie kaum ein anderes Bibelwort. Ich bin fasziniert, wie viel frohe Botschaft in diesen wenigen Worten steckt.Zuerst: Gott selbst ist es, der sein Werk an mir begonnen hat. Nicht ich habe den ersten Schritt gemacht, sondern er. Nicht ich muss Gott suchen – er hat mich gefunden. Natürlich muss ich bereit sein, mich finden zu lassen, aber aus eigener Kraft bin ich eben nicht in der Lage, mich aktiv Gott zu nähern. Dieser Gedanke erleichtert und befreit mich immer wieder.Als Nächstes: Gott selbst ist es, der dieses Werk auch vollenden wird. Nicht ich muss rennen, wirken, tun und kämpfen – er ist der Aktive. Nicht ich muss Leistung erbringen, sondern er kümmert sich um mich. Wenn ich mir meine Unzulänglichkeiten, meine Fehler und Schwächen ehrlich vor Augen halte, wird mir bewusst, dass es auch gar nicht anders geht. Um es im Geiste Luthers zu sagen: Ich kann mich nur im Glauben in die gnädige Hand Gottes legen.Und schließlich: Dieses Werk ist erst dann fertig, wenn Jesus wiederkommt – und nicht schon vorher! Weder kann noch muss ich den Anspruch erfüllen, schon in dieser Welt perfekt zu sein. Ich darf wieder und immer wieder vor meinen Gott treten und meine Nöte, meine Ängste und mein Versagen bei ihm ablegen.Das Werk ist kein fester Zustand, kein geistlicher Status, kein Grad oder Titel, den ich mit gewisser Anstrengung erreichen könnte. Das Werk ist vielmehr eine Entwicklung, die darin besteht, dass Gott mich in meinem Leben begleitet, ausfüllt, mich trägt, wenn ich es brauche, mir nachläuft oder auf mich wartet und mir innere Ruhe und Frieden schenkt – dieses Stückchen Himmel darf ich tatsächlich schon hier auf dieser Erde erleben.Aber wenn Gott schon alles tut, was ist denn dann noch meine Aufgabe?Johannes drückte es sehr schön aus: „Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1 Joh 4,16 Hfa)Ja, lieber Gott, gib mir nur die kleine Kraft, in dir zu bleiben und mich an dir festzuhalten. Danke, dass du alles andere für mich tust. 2019-12-28T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2019-12-28/andacht-28122019/ Andacht 28.12.2019 2019-11-19T13:38:28Z Günter Schlicke info@adventisten.de 28. Dezember 2019 Günter Schlicke


Andacht 28.12.2019

Bildnachweis: BeneA / photocase.de

Die Vorgänge in der Natur erfolgen innerhalb festgesetzter Zeiten oder Rhythmen. Tag und Nacht ergeben sich aus einer Drehung der Erde um die eigene Achse, die Gravitation des Mondes regelt Ebbe und Flut und auf den Frühling folgen Sommer, Herbst und Winter.
Genau so sind in der Weltgeschichte Zeiten von Gott festgesetzt. Von einer solchen sprach Paulus in unserem Andachtswort. Der Prophet Daniel hatte dieses Ereignis schon angekündigt (Kap. 9,24–27) und mit der Geburt Jesu in Bethlehem vor rund zweitausend Jahren war seine Zeit gekommen. Mit diesem einmaligen und unwiederholbaren Ereignis trat Gottes Plan der Erlösung in eine neue Phase. Er kam selbst in Gestalt des Menschen Jesus in unsere Welt, die dadurch grundlegend verändert wurde. Eine neue Zeitrechnung begann, das Christentum entwickelte sich und noch heute werden die Kultur und moralische Werte in Teilen der Welt davon bestimmt.
Auch in unserem Leben gibt es festgesetzte Zeiten, die einmalig und unwiederholbar sind. Sie beginnen mit der Geburt, die wir selbst nicht beeinflussen können. Doch je älter wir werden, umso stärker werden uns solche Zeiten bewusst und stellen oft starke Einschnitte für die Betroffenen dar.
Während der Eintritt in den Kindergarten noch freiwillig ist, wird der Schulbeginn behördlich festgelegt. Damit verändert sich der Tagesrhythmus der Familie grundlegend. Später wird entschieden, ob die Haupt-/Mittelschule, die Realschule oder das Gymnasium besucht wird. Dann ist zu klären, welche Ausbildung gewählt wird oder ob ein Studium bessere Chancen bietet. Und mit achtzehn Jahren sind wir volljährig und für unser Leben selbst verantwortlich. Vergessen wir dann zum Beispiel, eine Rechnung termingerecht zu bezahlen, kommen Verzugszinsen dazu; bei der Steuererklärung oder einem Kredit sollten wir die Termine nicht verpassen.
Auch Gott hat einen Termin festgesetzt, an dem er die Geschichte dieser Welt beendet (Apg 17,31). Wir wissen nicht, wann das sein wird. Deshalb ist die tägliche Gemeinschaft mit Jesus wichtig. Dann gibt es am Tag seiner Wiederkunft kein böses Erwachen, weil wir uns darauf vorbereitet haben. Ich freue mich schon auf diesen Tag. Du auch?

]]>
Als aber die von Gott festgesetzte Zeit kam, sandte er seinen Sohn zu uns. - Galater 4,4 / Die Vorgänge in der Natur erfolgen innerhalb festgesetzter Zeiten oder Rhythmen. Tag und Nacht ergeben sich aus einer Drehung der Erde um die eigene Achse, die Gravitation des Mondes regelt Ebbe und Flut und auf den Frühling folgen Sommer, Herbst und Winter.Genau so sind in der Weltgeschichte Zeiten von Gott festgesetzt. Von einer solchen sprach Paulus in unserem Andachtswort. Der Prophet Daniel hatte dieses Ereignis schon angekündigt (Kap. 9,24–27) und mit der Geburt Jesu in Bethlehem vor rund zweitausend Jahren war seine Zeit gekommen. Mit diesem einmaligen und unwiederholbaren Ereignis trat Gottes Plan der Erlösung in eine neue Phase. Er kam selbst in Gestalt des Menschen Jesus in unsere Welt, die dadurch grundlegend verändert wurde. Eine neue Zeitrechnung begann, das Christentum entwickelte sich und noch heute werden die Kultur und moralische Werte in Teilen der Welt davon bestimmt.Auch in unserem Leben gibt es festgesetzte Zeiten, die einmalig und unwiederholbar sind. Sie beginnen mit der Geburt, die wir selbst nicht beeinflussen können. Doch je älter wir werden, umso stärker werden uns solche Zeiten bewusst und stellen oft starke Einschnitte für die Betroffenen dar.Während der Eintritt in den Kindergarten noch freiwillig ist, wird der Schulbeginn behördlich festgelegt. Damit verändert sich der Tagesrhythmus der Familie grundlegend. Später wird entschieden, ob die Haupt-/Mittelschule, die Realschule oder das Gymnasium besucht wird. Dann ist zu klären, welche Ausbildung gewählt wird oder ob ein Studium bessere Chancen bietet. Und mit achtzehn Jahren sind wir volljährig und für unser Leben selbst verantwortlich. Vergessen wir dann zum Beispiel, eine Rechnung termingerecht zu bezahlen, kommen Verzugszinsen dazu; bei der Steuererklärung oder einem Kredit sollten wir die Termine nicht verpassen.Auch Gott hat einen Termin festgesetzt, an dem er die Geschichte dieser Welt beendet (Apg 17,31). Wir wissen nicht, wann das sein wird. Deshalb ist die tägliche Gemeinschaft mit Jesus wichtig. Dann gibt es am Tag seiner Wiederkunft kein böses Erwachen, weil wir uns darauf vorbereitet haben. Ich freue mich schon auf diesen Tag. Du auch? 2019-12-27T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2019-12-27/andacht-27122019/ Andacht 27.12.2019 2019-11-19T13:36:36Z Hans Wilhelm info@adventisten.de 27. Dezember 2019 Hans Wilhelm


Andacht 27.12.2019

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

In den Fünfzigerjahren gab es eine Reihe von Filmen nach den Romanen des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi, von denen der erste den Titel „Don Camillo und Peppone“ trug. Diese Komödien spielen in einem kleinen Ort in der Poebene und behandeln die Auseinandersetzungen zwischen dem Priester Don Camillo – verkörpert von dem französischen Komiker Fernandel – und dem kommunistischen Bürgermeister Peppone – dargestellt von dem Italiener Gino Cervi. Von diesen lustigen Schwarz-Weiß-Filmen ist mir vor allem eines in Erinnerung geblieben: Der Pfarrer Don Camillo spricht in seiner Kirche ständig mit Jesus am Kreuz. Er unterhält sich quasi mit ihm, spricht die aus seiner Sicht bestehenden Probleme an.
Da steht in unserem Andachtstext: „..., betet ohne Unterlass“. Wie muss ich mir das vorstellen?
Wenn man mit Menschen zusammen ist – in der Familie mit dem Ehepartner oder den Kindern, im Beruf mit Kollegen und Geschäftspartnern oder auch mit Freunden –, dann unterhält man sich, bespricht dieses und jenes oder man hat ein bestimmtes Anliegen. Man redet, diskutiert. Alles ist ganz selbstverständlich.
Mit Gott scheint das schon schwieriger zu sein. Denn es heißt ja in Matthäus 6,6: „Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater …“ – Soll ich den ganzen Tag in meinem „Kämmerlein“ bleiben? Nein, denn dieses „Kämmerlein“ ist überall da, wo ich einen Moment zur Ruhe komme und meine Gedanken Gott und Christus zuwenden kann. Wo ich allein mit mir selbst bin, obwohl um mich herum „das Leben“ tobt. Das kann im Auto sein oder in der Bahn; das kann ein Augenblick während der Arbeit sein oder bei einem Spaziergang in der Natur – es gibt viele Gelegenheiten, Gott in Gedanken anzusprechen, eine Bitte zu formulieren oder einmal „Danke“ zu sagen. So bleiben wir „ohne Unterlass“ bei Gott.
In den erwähnten Filmen antwortet Jesus direkt durch eine Stimme aus dem Off – allerdings bezeichnenderweise meist anders, als der Priester es sich wünscht. Das zeigt: Gottes Wege verlaufen nicht immer so, wie wir uns das vorstellen oder erbitten. Entscheidend ist, dass die Verbindung nicht abreißt.

]]>
Betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. - 1. Thessalonicher 5,17–18 / In den Fünfzigerjahren gab es eine Reihe von Filmen nach den Romanen des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi, von denen der erste den Titel „Don Camillo und Peppone“ trug. Diese Komödien spielen in einem kleinen Ort in der Poebene und behandeln die Auseinandersetzungen zwischen dem Priester Don Camillo – verkörpert von dem französischen Komiker Fernandel – und dem kommunistischen Bürgermeister Peppone – dargestellt von dem Italiener Gino Cervi. Von diesen lustigen Schwarz-Weiß-Filmen ist mir vor allem eines in Erinnerung geblieben: Der Pfarrer Don Camillo spricht in seiner Kirche ständig mit Jesus am Kreuz. Er unterhält sich quasi mit ihm, spricht die aus seiner Sicht bestehenden Probleme an.Da steht in unserem Andachtstext: „..., betet ohne Unterlass“. Wie muss ich mir das vorstellen?Wenn man mit Menschen zusammen ist – in der Familie mit dem Ehepartner oder den Kindern, im Beruf mit Kollegen und Geschäftspartnern oder auch mit Freunden –, dann unterhält man sich, bespricht dieses und jenes oder man hat ein bestimmtes Anliegen. Man redet, diskutiert. Alles ist ganz selbstverständlich.Mit Gott scheint das schon schwieriger zu sein. Denn es heißt ja in Matthäus 6,6: „Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater …“ – Soll ich den ganzen Tag in meinem „Kämmerlein“ bleiben? Nein, denn dieses „Kämmerlein“ ist überall da, wo ich einen Moment zur Ruhe komme und meine Gedanken Gott und Christus zuwenden kann. Wo ich allein mit mir selbst bin, obwohl um mich herum „das Leben“ tobt. Das kann im Auto sein oder in der Bahn; das kann ein Augenblick während der Arbeit sein oder bei einem Spaziergang in der Natur – es gibt viele Gelegenheiten, Gott in Gedanken anzusprechen, eine Bitte zu formulieren oder einmal „Danke“ zu sagen. So bleiben wir „ohne Unterlass“ bei Gott.In den erwähnten Filmen antwortet Jesus direkt durch eine Stimme aus dem Off – allerdings bezeichnenderweise meist anders, als der Priester es sich wünscht. Das zeigt: Gottes Wege verlaufen nicht immer so, wie wir uns das vorstellen oder erbitten. Entscheidend ist, dass die Verbindung nicht abreißt. 2019-12-26T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2019-12-26/andacht-26122019/ Andacht 26.12.2019 2019-11-19T13:32:57Z Egon Schramm info@adventisten.de 26. Dezember 2019 Egon Schramm


Andacht 26.12.2019

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Kaum ist Jesus geboren, wird bereits sichtbar, dass sein Leben einen dramatischen Verlauf nehmen wird. Gottes Sohn auf der Flucht vor Menschen und das mehrmals! Wie kann das sein? Wo bleibt da die Allmacht und Liebe Gottes? Viele schütteln zweifelnd den Kopf. Wer soll das begreifen?
Seit dem Sündenfall ist zwischen unserem Denken und dem Vertrauen zu Gott ein Riss entstanden. Die Aussage der Schlange im Paradies „Ihr werdet sein wie Gott“ verlangt Antworten auf die vielen Warum-Fragen, auf die wir aber hier oftmals keine Antwort erhalten können. Ob wir es wollen oder nicht, wir müssen eingestehen, dass Gottes Gedanken nicht unsere Gedanken sind (Jes 55,8). Dennoch sind seine Gedanken auf Frieden und nicht auf Leid ausgerichtet (Jer 29,11). Lassen uns diese beiden Hinweise zufrieden sein oder regen sie uns noch mehr auf?
Die Berichte über Jesu Wirken sind voller Spannung und Rätsel. Kaum ist den Hirten große Freude angekündigt worden, wird bereits eine Todesdrohung laut. Josef wird durch einen Engel gewarnt. Ihm wird sogar das Ziel mitgeteilt. Gott bleibt eben doch der Souverän allen Geschehens. Obwohl der König Herodes Jesus umbringen lassen wollte, kam er nicht zum Ziel. Aber große Trauer hat er in Familien gebracht, deren Kinder wegen Jesus getötet worden sind. Wie viele Gläubige sind es im Verlauf der Geschichte gewesen – bis heute, die um Jesu willen getötet worden sind! Von Anfang an will man Jesus loswerden. Seine Botschaft wird als Störung in unserer Gesellschaft empfunden, obwohl er uns das Heil gebracht hat.
Bleibt da nicht die Freude auf der Strecke? Weihnachten und Flucht scheinen nicht zusammenzupassen und doch ist das die Realität bis heute. Auch in der Weihnachtszeit sind viele Menschen auf der Flucht. Es bleibt dabei: „[Gott] will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1 Tim 2,4) Das ist der Grund zur Freude in unserer bedrohten Welt. Gott hat uns nicht aufgegeben, egal welche Herausforderung wir gerade bewältigen.

]]>
Nachdem die Sterndeuter fortgezogen waren, kam ein Engel des Herrn im Traum zu Josef und befahl ihm: „Steh schnell auf und flieh mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten! Bleibt so lange dort, bis ich dir etwas anderes sage, denn Herodes lässt das Kind suchen und will es umbringen.“ - Matthäus 2,13 / Kaum ist Jesus geboren, wird bereits sichtbar, dass sein Leben einen dramatischen Verlauf nehmen wird. Gottes Sohn auf der Flucht vor Menschen und das mehrmals! Wie kann das sein? Wo bleibt da die Allmacht und Liebe Gottes? Viele schütteln zweifelnd den Kopf. Wer soll das begreifen?Seit dem Sündenfall ist zwischen unserem Denken und dem Vertrauen zu Gott ein Riss entstanden. Die Aussage der Schlange im Paradies „Ihr werdet sein wie Gott“ verlangt Antworten auf die vielen Warum-Fragen, auf die wir aber hier oftmals keine Antwort erhalten können. Ob wir es wollen oder nicht, wir müssen eingestehen, dass Gottes Gedanken nicht unsere Gedanken sind (Jes 55,8). Dennoch sind seine Gedanken auf Frieden und nicht auf Leid ausgerichtet (Jer 29,11). Lassen uns diese beiden Hinweise zufrieden sein oder regen sie uns noch mehr auf?Die Berichte über Jesu Wirken sind voller Spannung und Rätsel. Kaum ist den Hirten große Freude angekündigt worden, wird bereits eine Todesdrohung laut. Josef wird durch einen Engel gewarnt. Ihm wird sogar das Ziel mitgeteilt. Gott bleibt eben doch der Souverän allen Geschehens. Obwohl der König Herodes Jesus umbringen lassen wollte, kam er nicht zum Ziel. Aber große Trauer hat er in Familien gebracht, deren Kinder wegen Jesus getötet worden sind. Wie viele Gläubige sind es im Verlauf der Geschichte gewesen – bis heute, die um Jesu willen getötet worden sind! Von Anfang an will man Jesus loswerden. Seine Botschaft wird als Störung in unserer Gesellschaft empfunden, obwohl er uns das Heil gebracht hat.Bleibt da nicht die Freude auf der Strecke? Weihnachten und Flucht scheinen nicht zusammenzupassen und doch ist das die Realität bis heute. Auch in der Weihnachtszeit sind viele Menschen auf der Flucht. Es bleibt dabei: „[Gott] will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1 Tim 2,4) Das ist der Grund zur Freude in unserer bedrohten Welt. Gott hat uns nicht aufgegeben, egal welche Herausforderung wir gerade bewältigen. 2019-12-25T23:00:00Z
https://www.adventisten.de/glaube-im-alltag/andachten/andacht/go/2019-12-25/andacht-25122019/ Andacht 25.12.2019 2019-11-19T13:31:15Z Friedhelm Klingeberg info@adventisten.de 25. Dezember 2019 Friedhelm Klingeberg


Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Bildnachweis: madochab / photocase.de

„Lieber Herr Klingeberg, darf ich Geburtstag, Ostern und Weihnachten feiern?“ Oh ja, ich weiß sehr wohl, dass es fromme Menschen gibt, die diese Frage mit einem strikten „Nein!“ beantworten. Vermutlich ist meine Fragestellerin mit einigen dieser Leute in Berührung gekommen, aber deren Auskünfte waren ihr offenbar nicht stichhaltig genug. Sie wollte wissen, was die Bibel dazu sagt, und da konnte ich ihr gleich zwei überraschende Tatsachen nennen. Erstens: Das Gottesvolk des Alten Testaments hat viel und ausführlich gefeiert. Und zweitens: Als Gottes Sohn auf diese Erde kam, tat er sein erstes Wunder ausgerechnet anlässlich einer Hochzeit, und der biblische Bericht fügt hinzu: „… und er offenbarte seine Herrlichkeit“ – auf einer orientalischen Hochzeit, wo richtig die Post abging! Ja, auch Jesus verstand zu feiern und freute sich daran – eigentlich ist das auch schon die Antwort auf unsere Ausgangsfrage.
Dazu kommt, dass alle großen Feste Israels gefeiert wurden, um an Gottes Güte, seinen Segen und seine wunderbare Führung zu erinnern und seine großen Taten zu würdigen. Geht es nicht genau um dieses Anliegen auch anlässlich deines und meines Geburtstags? Haben wir nicht allen Grund, an diesem Tag freudig auf Gottes Führung und seinen Segen während des vergangenen Lebensjahres zurückzuschauen? Und verhält es sich mit Ostern und Weihnachten nicht ganz ähnlich? Wenn sich die ganze Christenheit an das Opfer Jesu auf Golgatha und seine Auferstehung erinnert, haben wir dann nicht allen Anlass, diese größte aller Taten Gottes für uns Menschen dankbar zu teilen und sie freudig zu feiern?
Ich jedenfalls frage nicht nach den alten Germanen, wenn ich mich an den Lichtern der Adventszeit erfreue und am Heiligen Abend einen Gottesdienst besuche, sondern ich staune über das Wunder von Bethlehem und bekenne freudig meinen Glauben, dass die biblische „Weihnachtsgeschichte“ sich genau so zugetragen hat, wie Lukas sie berichtet. Gott selbst ist Mensch geworden, um jedem von uns eine Zukunft zu ermöglichen, die buchstäblich bis in die Ewigkeit reicht!
Mir scheint, wir haben allen Grund, dieses Wunder zu feiern. Frohe Weihnachten!

]]>
Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. - Johannes 2,1–2 / „Lieber Herr Klingeberg, darf ich Geburtstag, Ostern und Weihnachten feiern?“ Oh ja, ich weiß sehr wohl, dass es fromme Menschen gibt, die diese Frage mit einem strikten „Nein!“ beantworten. Vermutlich ist meine Fragestellerin mit einigen dieser Leute in Berührung gekommen, aber deren Auskünfte waren ihr offenbar nicht stichhaltig genug. Sie wollte wissen, was die Bibel dazu sagt, und da konnte ich ihr gleich zwei überraschende Tatsachen nennen. Erstens: Das Gottesvolk des Alten Testaments hat viel und ausführlich gefeiert. Und zweitens: Als Gottes Sohn auf diese Erde kam, tat er sein erstes Wunder ausgerechnet anlässlich einer Hochzeit, und der biblische Bericht fügt hinzu: „… und er offenbarte seine Herrlichkeit“ – auf einer orientalischen Hochzeit, wo richtig die Post abging! Ja, auch Jesus verstand zu feiern und freute sich daran – eigentlich ist das auch schon die Antwort auf unsere Ausgangsfrage.Dazu kommt, dass alle großen Feste Israels gefeiert wurden, um an Gottes Güte, seinen Segen und seine wunderbare Führung zu erinnern und seine großen Taten zu würdigen. Geht es nicht genau um dieses Anliegen auch anlässlich deines und meines Geburtstags? Haben wir nicht allen Grund, an diesem Tag freudig auf Gottes Führung und seinen Segen während des vergangenen Lebensjahres zurückzuschauen? Und verhält es sich mit Ostern und Weihnachten nicht ganz ähnlich? Wenn sich die ganze Christenheit an das Opfer Jesu auf Golgatha und seine Auferstehung erinnert, haben wir dann nicht allen Anlass, diese größte aller Taten Gottes für uns Menschen dankbar zu teilen und sie freudig zu feiern?Ich jedenfalls frage nicht nach den alten Germanen, wenn ich mich an den Lichtern der Adventszeit erfreue und am Heiligen Abend einen Gottesdienst besuche, sondern ich staune über das Wunder von Bethlehem und bekenne freudig meinen Glauben, dass die biblische „Weihnachtsgeschichte“ sich genau so zugetragen hat, wie Lukas sie berichtet. Gott selbst ist Mensch geworden, um jedem von uns eine Zukunft zu ermöglichen, die buchstäblich bis in die Ewigkeit reicht!Mir scheint, wir haben allen Grund, dieses Wunder zu feiern. Frohe Weihnachten! 2019-12-24T23:00:00Z

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden