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Adventistische Pfadfinder sollen soziale Kompetenz erlangen

07. April 2010 | Hannover | APD | Kategorie: APD

Weltweit rückten die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA und die Jugendabteilung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten enger zusammen, teilte der Jugendabteilungsleiter des Norddeutschen Verbandes der Freikirche, Pastor Martin Knoll (Hannover), mit. Das zeige sich im Jugendbereich durch Auslandseinsätze, etwa im Rahmen der Aktion “Weltwärts”. Doch auch bei den Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Adventjugend gebe es Veränderungen. Sie gliedern sich in Jungpfadfinder (8-11 Jahre), Pfadfinder (12-15 Jahre) und Scouts (16-25 Jahre).

Alle Pfadfinder legten laut Knoll im Laufe ihrer Zugehörigkeit eine Reihe von “Leistungsabzeichen” ab: über die Natur (wie Bäume/Sträucher, Blumen, Fische, Heilpflanzen, Sterne, Wetter, Vögel), Pfadfindertechnik (Feuerstellenbau, Lagerkunde, Signalisieren), Haushalt (wie Kochen/Backen, Schneidern), Kunst und Werken (etwa Fotografie, Modellbau, Töpfern, Computer), Sport, Erste Hilfe oder Bibelkenntnis. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder seien stolz auf jede Auszeichnung, die ihr Wissen und Können auf einem bestimmten Gebiet bestätigten. Jetzt kämen für die älteren Pfadfinder und Scouts neun weitere Leistungsabzeichen dazu.

Es handele sich dabei um eine “Umgebungsanalyse”: Die Pfadfinder erstellten hier eine Analyse der sozialen Struktur ihres Wohnortes oder ihrer Schule. Für die “Umgebungsentwicklung” würden konkrete Schritte geplant und umgesetzt, etwa Parks und öffentliche Einrichtungen sauber halten, Bäume pflanzen oder grafitibeschmierte Wände säubern. Für den Bereich “Kommunale Hilfe”, sollte in Absprache mit örtlichen Behörden ein Hilfsprojekt erarbeitet und durchgeführt werden. In punkto “Konfliktlösungen” soll vermittelt werden, wie man bewusst mit Konflikten umgehen und Lösungsansätze erarbeiten könne. Bei “Katastrophenhilfe” denken die Pfadfinder darüber nach, welche Ursachen Naturkatastrophen hätten, welche Nöte sie auslösten und welche Art von Hilfe die betroffenen Menschen in der jeweiligen Situation brauchten. “Hungerhilfe” lasse sich durch Mitarbeit bei einer “Tafel” oder Suppenküche ermöglichen. Mit der “Alphabetisierung” werde Pfadfindern nicht nur deutlich gemacht, wie wertvoll Bildung sei, sondern ermutigt, auch Benachteiligten beim Lesen- und Schreibenlernen zu helfen. “Eingliederungshilfe” bedeute Bewusstmachung, was Flüchtlinge und Umsiedler benötigten, um sich in einer neuen Kultur zurechtzufinden und heimisch zu werden.

Durch die neuen Leistungsabzeichen “wollen wir unsere Pfadfinder und Pfadfinderinnen motivieren, soziales Engagement als normalen Bestandteil ihres Lebens zu sehen”, betonte Pastor Knoll. Die erste adventistische Pfadfindergruppe wurde 1950 in Kalifornien/USA gegründet. Heute gibt es weltweit 37.599 Gruppen zu denen 1,345 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder gehören. In Deutschland sind es 313 Gruppen bei 2.251 Mitgliedern.

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