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151.962 Wehrpflichtige stellen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung

08. April 2010 | Bonn | APD | Kategorie: APD

Im Jahr 2009 sind 151.962 Anträge auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer (KDVer) gestellt worden, teilte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK), Bonn, mit. Laut EAK-Geschäftsführer Günter Knebel belege die gegenüber dem Vorjahr (2008: 156.248) etwas geringere Zahl dennoch, dass die Wahrnehmung des Menschenrechts der Gewissensfreiheit zur Militärdienstverweigerung bei Wehrpflichtigen einen hohen Stellenwert behalte. Auch die Diskussion um Dienstgerechtigkeit halte an. Die Zahl der beratungsintensiven Anträge von Vorbenachrichtigten und Einberufenen sei im Jahr 2009 auf 11.616 (2008: 10.925) gestiegen. 4.404 Anträge (2008: 3.493) wurden von Soldaten und 336 (2008: 201) von Reservisten gestellt.

Die Zahl der Zivildienstleistenden (ZDL) betrug im Jahresdurchschnitt 2009 nach Angaben des Bundesamtes für den Zivildienst (BAZ) 65.809; zu einem Dienst von neun Monaten Dauer sind 90.555 Zivildienstleistende einberufen worden. 38,5 Prozent der ZDL gaben 2009 auf freiwilliger Basis “evangelisch” als Konfession an. Die evangelischen ZDL sind laut EAK von der Zeitschrift “zivil – für Frieden und Gewaltfreiheit” (www.zivil.de) 2009 letztmalig erreicht worden. Nach einem Beschluss des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) werde das bis dahin fünfmal pro Jahr erscheinende Print-Medium im Jahr 2010 in eine printgestützte Web-Präsenz in Regie des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) für Zivildienstleistende, Freiwillige und solche, die es werden wollen, umgewandelt.

Die EAK setze sich, so Knebel, auch künftig dafür ein, den Zivildienst der anerkannten KDVer zu einem friedensethisch qualifizierenden Lerndienst weiter zu entwickeln. Junge Menschen, die den Militärdienst verweigerten, sollten in ihrem Alternativdienst eine Art “Grundausbildung in gewaltfreier Konfliktaustragung” erhalten. “Wenn junge Männer für Gewaltfreiheit sensibilisiert werden und methodisch einüben, dürfte das ein kaum zu überschätzender Gewinn für eine zivile Gesellschaftsentwicklung sein”, betonte der EAK-Geschäftsführer. Dieser Gewinn sollte auch den Alternativdiensten von KDVern im Freiwilligen Sozialen (FSJ), im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und in weiteren Diensten zugute kommen.

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