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Freikirchenleiter der Adventisten erörtern Maßnahmen bei sexueller Gewalt

08. Juni 2010 | Hannover | APD | Kategorie: APD

”Sexueller Gewalt begegnen – Wir übernehmen Verantwortung!“ Unter diesem Motto diskutierten die Leitung des Norddeutschen Verbandes und die Vorsteher der regionalen Freikirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Ostdeutschland mit dem externen Fachberater im Bereich “Identität und Sexualität“, Martin Wurster (Alzey). Laut dem Präsidenten des Norddeutschen Verbandes, Pastor Klaus van Treeck (Hannover), sei es um die Frage gegangen, welche vorbeugenden Schritte und Maßnahmen Führungskräfte der Freikirche zur Verhinderung von sexueller Gewalt unternehmen könnten.

Van Treeck erinnerte an den Beschluss des Ausschusses der Freikirche in Deutschland vom Dezember letzten Jahres, dass alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die junge Menschen betreuten, die von der Freikirche herausgegebene Broschüre “Sexueller Gewalt begegnen“ ausgehändigt bekämen und einen Verhaltenskodex unterschreiben müssten. Zusätzlich werde von allen Pastoren und allen Angestellten mit Tätigkeiten im Kinder- und Jugendbereich ein polizeiliches Führungszeugnis eingefordert. Damit sei das Thema so präsent, dass es potentiellen Tätern künftig schwerer gemacht werde, sich an Kindern und Jugendlichen zu vergreifen.

“Die Führungskräfte sind sich einig“, informierte Pastor van Treeck, “Betroffenen externe Hilfe zu ermöglichen und ein finanzielles Budget dafür zur Verfügung zu stellen.“ Damit könne dem Opfer seelsorgerliche und therapeutische Unterstützung ermöglicht werden. In die “Arbeits- und Finanzrichtlinien“ der Freikirche sollten Handlungsoptionen aufgenommen werden, wie im Fall eines Missbrauchsvorwurfes zu verfahren sei.

Es sei damit zu rechnen, dass die “Ethik-Kommission des Norddeutschen Verbandes“ künftig häufiger hinsichtlich von Missbrauchsfällen angesprochen werde. “Deshalb soll auch die personelle Zusammensetzung des Gremiums überprüft werden“, kündigte der Freikirchenleiter an. Die Führungskräfte wollten darauf achten, dass Täter keinen Systemschutz erhielten, und ihre Gemeinden ermutigen, Tätern auch nach dem Strafvollzug wirksame kircheninterne Auflagen zum Schutz gegen sexuelle Gewalt aufzuerlegen. Alle Teilnehmer des Fachgesprächs hätten noch einmal den Grundsatz bekräftigt: “Opferschutz geht immer vor Täter- und Kirchenschutz.“

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