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“50 Jahre Denkarbeit der besonderen Art”

13. Juni 2010 | Berlin | APD | Kategorie: APD

Mit einem Festgottesdienst in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin beging die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) am 12. Juni ihr 50-jähriges Jubiläum. In seiner Predigt sprach Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe), der auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehört, von “50 Jahre Denkarbeit der besonderen Art”. Viele Menschen seien es heute nicht mehr gewohnt, über den Glauben zu reden, da er als Privatsache gelte, über den nicht gesprochen werde. “Als ‘Kirche des Wortes’ hat uns das weitgehend die Sprache verschlagen.” Doch wer Erfahrungen mit dem Glauben gemacht habe, dürfe nicht stumm bleiben. Hier sei die “Kunst der Antwort” gefragt, welche die EZW seit 50 Jahren beherrsche, denn Fragende wollten sachkundige Antworten zum Glauben. Bei der Apologetik gehe es nicht um Selbstverteidigung, noch um die Darlegung der eigenen Argument. Es gelte zum Glauben einzuladen und über die Hoffnung zu sprechen, die Christen hätten.

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) ist die zentrale wissenschaftliche Studien-, Dokumentations-, Auskunfts- und Beratungsstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die religiösen und weltanschaulichen Strömungen der Gegenwart. Sie hat den Auftrag, die Zeitströmungen sowie den Wandlungsprozess der religiösen Landschaft zu erforschen, zu beobachten und zu beurteilen.

Sie informiert unter anderem über Lehre und Praxis neuer Propheten und “Gurus”, über esoterische Religiosität und christliche Sondergemeinschaften, über östliche Spiritualität im Westen und die Präsenz nicht-christlicher Religionen, über atheistische Religionskritik und humanistische Bewegungen in Deutschland und darüber hinaus.

Dabei zielt die Tätigkeit der EZW auf religiöse Aufklärung im doppelten Sinn: als Aufklärung über den fremden und den eigenen Glauben. Das heißt: Die EZW beobachtet die religiösen und weltanschaulichen Strömungen der Zeit und fördert die Klärung theoretischer sowie praktischer Fragen, die sich für den christlichen Glauben daraus ergeben. Dahinter steht die Überzeugung, dass christlicher Glaube nicht hinter Mauern gelebt werden kann, sondern dass er stets des freien, offenen Austauschs und des Gesprächs mit der Zeit bedarf, um lebensfähig zu bleiben.

1960 gab der württembergische Kirchenrat Kurt Hutten den Anstoß zur Gründung der EZW in Stuttgart als Nachfolgeeinrichtung der von den Nationalsozialisten verbotenen 1921 gegründeten “Apologetischen Centrale”. 1995 zog die Zentralstelle nach Berlin um. Leiter der EZW ist seit 1999 der Theologe Dr. Reinhard Hempelmann.

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Hutten als württembergischer Pressepfarrer den “Materialdienst” erstellt, eine Zeitschrift, die bis heute das wichtigste Sprachrohr des Instituts darstellt. Aus reformatorischer Perspektive wollte sich Hutten mit Sekten, anderen Religionen, okkulten Gemeinschaften und neureligiösen Bewegungen auseinandersetzen und über sie informieren. Weitere Informationen zur EZW sind im Internet unter: www.ekd.de/ezw zu finden.

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