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Ted N. C. Wilson neuer Präsident der weltweiten Adventisten

25. Juni 2010 | Atlanta, Georgia/USA | APD | Kategorie: APD

Der US-amerikanische Pastor Ted N. C. Wilson (60) ist neuer oberster Repräsentant der weltweit 16,3 Millionen erwachsen getauften Siebenten-Tags-Adventisten in 203 Ländern. Die über 2.400 Delegierten der in Atlanta, Georgia/USA, tagenden 59. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) wählten ihn für die nächsten fünf Jahre auf Vorschlag des 246-köpfigen Nominierungsausschusses zum Präsidenten der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung). Wilson war seit dem Jahr 2000 einer von neun Vizepräsidenten der Weltkirchenleitung. Er tritt die Nachfolge des Norwegers Dr. Jan Paulsen (75) an, der das Amt seit 1999 inne hatte. Die nur alle fünf Jahre stattfindende Weltsynode ist das oberste Entscheidungsgremium der evangelischen Freikirche.

Als Pastor begann Wilson seinen Dienst 1974 in New York. Von 1976 bis 1981 war er in der dortigen adventistischen Kirchenleitung Abteilungsleiter. Anschließend wirkte er bis 1990 zunächst als Abteilungsdirektor und dann als Generalsekretär der westafrikanischen Kirchenleitung der Adventisten mit Sitz in Abidjan/Elfenbeinküste. 1990 kam er als stellvertretender Generalsekretär zur Weltkirchenleitung nach Silver Spring, Maryland/USA. Zwei Jahre später wurde Wilson nach Moskau als Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in der ehemaligen Sowjetunion berufen. 1996 kehrte er in die USA als Geschäftsführer des adventistischen Review and Herald Verlagshauses in Hagerstown/Maryland zurück. Während der Weltsynode 2000 in Toronto/Kanada wählten die Delegierten Ted Wilson zu einem der Vizepräsidenten der Generalkonferenz. Sein Vater, Neal C. Wilson, war von 1979 bis 1990 Generalkonferenz-Präsident.

Pastor Ted Wilson ist mit Nancy Louise Vollmer, einer Physiotherapeutin, verheiratet, sie haben drei erwachsene Kinder. An der adventistischen Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, erlangte Wilson den akademischen Grad Master of Divinity (MDiv) in Theologie und an der Loma Linda Universität in Kalifornien den Master of Science (MSc) im Gesundheitswesen. An der New York University promovierte er in Philosophie mit einer Arbeit über Religionspädagogik.

Wilsons Vorgänger im Amt des Generalkonferenzpräsidenten, der norwegische Pastor Jan Paulsen, war erst der dritte Amtsinhaber der seit 1863 bestehenden evangelischen Freikirche, der nicht aus den Vereinigten Staaten stammt. Die beiden anderen waren der Norweger Ole A. Olsen (1888-1897) und der Australier Charles H. Watson (1930-1936). Paulsen amtierte von 1995 bis 1999 als einer der Vizepräsidenten der Generalkonferenz. Davor leitete er zwölf Jahre lang die Trans-Europa Kirchenleitung mit Sitz in St. Albans/England. Außerdem fungierte er als Dozent der Lehrerausbildungsstätte in Bekwai/Ghana, als Rektor des Westafrikanischen Theologischen Seminars in Nigeria und des Newbold College der Freikirche in England. 1972 promovierte Paulsen an der evangelischen Fakultät der Universität Tübingen über das Neue Testament.

Als die Generalkonferenz 1863 in Battle Creek, Michigan/USA, gegründet wurde, gehörten ihr sechs Vereinigungen mit 125 Gemeinden, 30 Pastoren und 3.500 Mitgliedern an, die alle in den Vereinigten Staaten lebten. Heute wohnen nur noch knapp sieben Prozent der weltweit über 16 Millionen Mitglieder in Nordamerika. Die meisten sind in Afrika (5,7 Millionen) und Lateinamerika (5,3 Millionen), gefolgt von Asien (3,1 Millionen), Nordamerika (1,1 Millionen), Australien/Ozeanien (410.000) und Europa (400.000). Das hat auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Delegierten bei der Weltsynode in Atlanta. Von den 2.488 Abgeordneten kommen 578 aus Afrika, 687 aus Lateinamerika, 424 aus Asien, 270 aus Nordamerika, 113 aus Australien/Ozeanien und 416 aus Europa, deren Delegierte überproportional vertreten sind.

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