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“Anwälte der Gerechtigkeit” für die Armen

29. Juni 2010 | Atlanta, Georgia/USA | APD | Kategorie: APD

“Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass Maßnahmen zum Abbau der Armut und der damit verbundenen Ungerechtigkeit ein wichtiger Teil der sozialen Verantwortung der Christen sind”, heißt es in einer Stellungnahme zur weltweiten Armut, welche die evangelische Freikirche während ihrer Weltsynode in Atlanta, Georgia/USA, herausgegeben hat. Die Bibel zeige deutlich, dass Gott ein besonderes Interesse für die Armen habe und dass Christen “jenen helfen sollten, die nicht für selbst sorgen können”. Adventisten sollten sich als “Anwälte der Gerechtigkeit” für die Armen sich einsetzen. Es gehe dabei nicht um bloßes Mitleid, sondern um tatkräftiges Engagement. Dazu gehöre die Unterstützung von Programmen, welche die Ursachen von Armut und Hunger aufzeigten “und den Menschen helfen, sich ein zukunftsträchtiges Leben aufzubauen”.

Adventisten werden in der Stellungnahme aufgerufen auch selbst ein Leben “in Einfachheit und Bescheidenheit” zu führen, das im “Gegensatz zum Materialismus und Wohlstandsstreben” stehe. Die Freikirche unterstütze die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zur Verringerung der Armut um mindestens 50 Prozent bis 2015. Sie sei bereit, zur Erreichung der Ziele mit gesellschaftlichen Gruppierungen, Regierungen und anderen auf lokaler und globaler Ebene zusammenzuarbeiten. Zwar hofften Adventisten auf Gottes Zusage, eine neue Erde zu schaffen, in der es keine Armut oder Ungerechtigkeit mehr gebe. Doch bis zur Aufrichtung dieses Reiches sollten sich die Mitglieder der Freikirche “ideenreich und vertrauensvoll” schon jetzt dafür einsetzen, “die Armut zu überwinden”.

Dokumentation:

Stellungnahme der Siebenten-Tags-Adventisten zur weltweiten Armut

Armut ist heute in jeder Gesellschaft eine Realität. Sie beraubt die Menschen ihrer meisten Grundrechte. Ihretwegen leiden Menschen Hunger; ihretwegen fehlt es ihnen an medizinischer Versorgung, an sauberem Wasser, an Bildung, an Arbeitsmöglichkeiten, und oft ergibt sich daraus ein Gefühl der Machtlosigkeit, der Hoffnungslosigkeit und der Ungleichheit. Jeden Tag sterben über 24.000 Kinder an vermeidbaren, durch Armut verursachten Umständen.

Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass Maßnahmen zum Abbau der Armut und der damit verbundenen Ungerechtigkeit ein wichtiger Teil der sozialen Verantwortung der Christen sind. Die Bibel zeigt deutlich Gottes besonderes Interesse für die Armen und seine Erwartungen, wie seine Nachfolger jenen helfen sollten, die nicht für sich selbst sorgen können. Alle Menschen tragen das Bild Gottes in sich und sind Empfänger von Gottes Segen (Lukas 6, 20). Indem wir uns für die Armen einsetzen, folgen wir dem Beispiel und den Lehren Jesu (Matthäus 25, 35.36). Als Glaubensgemeinschaft verteidigen Siebenten-Tags-Adventisten als Anwälte der Gerechtigkeit die Armen und sprechen anstelle jener, die „nicht für sich selbst sprechen können“ (Sprüche 31,8) und gegen jene, welche die „Armen ihrer Rechte berauben“ (Jesaja 10, 2). Wir arbeiten mit dem Gott zusammen, der „Gerechtigkeit schafft für die Armen“ (Psalm 140, 13).

Das Engagement, um Armut und Hunger zu mindern, ist mehr als nur Mitleid für die Armen. Es beinhaltet, sich für eine öffentliche Ordnung einzusetzen, die den Armen Recht und Gerechtigkeit hinsichtlich ihrer Mitwirkungsmöglichkeit und Menschenrechte verschafft. Dazu gehören die Unterstützung und Teilnahme an Programmen, welche die Ursachen von Armut und Hunger aufzeigen und den Menschen helfen, sich ein zukunftsträchtiges Leben aufzubauen. Dieser Einsatz für Gerechtigkeit ist ein Akt der Liebe (Micha 6, 8). Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass dies auch ein Aufruf für ein Leben in Einfachheit und Bescheidenheit ist, das im Gegensatz zum Materialismus und Wohlstandsstreben steht.

Siebenten-Tags-Adventisten denken global, in dem sie die von den Vereinten Nationen festgelegten Millennium-Entwicklungsziele zur Verringerung der Armut um mindestens 50 Prozent bis 2015 unterstützen. Zur Förderung dieser Ziele möchten sie sich mit der Gesellschaft, den Regierungen und anderen lokal und global zusammentun, um an Gottes Absicht teilzuhaben, dauerhafte Gerechtigkeit in einer kaputten Welt wiederherzustellen.

Als Nachfolger Christi engagieren wir uns hier in der festen Hoffnung auf Gottes Zusage, dass er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird, wo es keine Armut oder Ungerechtigkeit mehr gibt. Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu aufgerufen, ideenreich und vertrauensvoll im Rahmen dieser Hoffnung von Gottes Reich zu leben und sich schon jetzt dafür einzusetzen, die Armut zu überwinden.

Hinweis: Die Stellungnahme wurde von dem Exekutivausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten am 23. Juni 2010 beschlossen und von den Delegierten der 59 Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Freikirche in Atlanta, Georgia/USA, zur Kenntnis genommen.

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