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Christliche Kirchen wollen Beziehungen mit der Neuapostolischer Kirche ausbauen

09. Dezember 2010 | Berlin | APD | Kategorie: APD

Zum Abschluss einer dreitätigen Fachkonsultation in Berlin zwischen zwei Instituten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Neuapostolischen Kirche (NAK) empfehlen die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) Berlin und das Konfessionskundliche Institut (KI) Bensheim, “die Gespräche zwischen den Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und der Neuapostolischen Kirche auf allen Ebenen intensiv zu suchen“. Solche Begegnungen sollen dem Kennenlernen sowie dem Abbau von Vorurteilen und gegenseitiger Unkenntnis dienen. Dennoch sei der Weg zu einer ökumenischen Gemeinschaft derzeit nicht vorgezeichnet, schreibt das KI in einer Medienmitteilung.

Vom 1. bis 3. Dezember luden die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) und das Konfessionskundliche Institut (KI) rund vierzig Experten für Ökumene und Weltanschauungsfragen zu einer Fachkonsultation nach Berlin-Spandau ein. Ziel des Treffens war der Austausch über Erfahrungen von Begegnungen mit der Neuapostolischen Kirche und die Verständigung über weitere Schritte.

Die Neuapostolische Kirche (NAK) gilt seitens der evangelischen Kirchen im deutschsprachigen Raum als Sondergemeinschaft. Nach Meinung der beiden EKD-Institute EZW und KI verhinderten die NAK-Sonderlehren, vor allem aber ihr exklusives Verständnis als einzige heilsvermittelnde Gemeinschaft, eine gleichberechtigte ökumenische Zusammenarbeit mit den etablierten christlichen Kirchen. In der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) arbeiten bisher nur evangelische Landes- und Freikirchen, die römisch-katholische und die Altkatholische Kirche sowie orthodoxe Kirchen zusammen.

Erschwerend für eine theologische Verständigung sei der Umstand, dass der erneuerte neuapostolische Katechismus als grundlegendes Bekenntniswerk trotz langer Ankündigung zurzeit noch nicht vorliege. Erst nach dessen Erscheinen, möglicherweise im Jahr 2012, werde ein Dialog auf einer robusten Basis möglich sein, so das KI.

Die Leiter der einladenden Institute, Dr. Reinhard Hempelmann (Berlin) und Dr. Walter Fleischmann-Bisten (Bensheim), appellierten an die zum Gespräch angereisten hochrangigen Vertreter der NAK, Möglichkeiten der Begegnung zu nutzen und ihren Gemeindemitgliedern gegenüber auf Kenntnis und Akzeptanz der anderen Kirchen hinzuwirken. Der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Landesbischof Professor Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel) ermutigte ebenfalls zu Sondierungsgesprächen und Begegnungen im Sinne guter religiöser Nachbarschaft. In diesem innerchristlichen Dialog müsse sich zeigen, ob und inwiefern einzelne Sonderlehren der NAK kirchentrennenden Charakter hätten.

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