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Mehr “Miteinander” zwischen Juden und Moslems in Europa gefordert

10. Dezember 2010 | Brüssel/Belgien | APD | Kategorie: APD

Rund 50 muslimische und jüdische leitende Geistliche aus verschiedenen europäischen Ländern trafen sich am 6. Dezember zum ersten Mal in Brüssel. Sie forderten einen besseren Schutz der religiösen Minderheiten und versprachen bessere Zusammenarbeit.

“Es ist entscheidend, dass wir größere Anstrengungen machen und mehr Mittel in die Bildung investieren. Dazu müssen wir auf dem Kindergartenniveau beginnen”, sagte Moshe Kantor, Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC). Das sei es, was er unter den erforderlichen Fundamenten für ein toleranteres Europas verstehe.

In einer gemeinsamen Stellungnahme nach Abschluss der eintägigen Konferenz wurden Schritte gefordert, “die es Juden und Muslimen ermöglichen, ihren jeweiligen Glauben vollumfänglich und ungehindert durch aufdringliche, diskriminierende oder ungerechte gesetzliche Bestimmungen zu praktizieren.”

Weiter mahnt die Erklärung “gemeinsame Projekte zugunsten von Armen und Obdachlosen ohne Rücksicht auf die Herkunft an. Ferner sollen Einwanderer, die durch Hass und Fremdenfeindlichkeit bedroht werden, Beistand erhalten und muslimische und jüdische Jugendliche mit gemeinsamen Programmen zusammengebracht werden.” Im Dokument wird auch jegliche Form von Gewalt im Namen irgendeiner Religion oder Ideologie verurteilt.

Der Präsident des Europäischen Rates, Hermann van Rompuy, mit dem die gemeinsame Delegation von Juden und Muslimen zusammentraf, unterstützte die Bemühungen der beiden Religionsgruppen.

“Heute haben wir hoffentlich eine Bewegung gestartet, die sich über Europa ausbreiten wird”, meinte Rabbi Marc Schneier, Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Das Rezept sei ganz einfach, betonte er: “Unsere beiden Gemeinschaften müssen sich mehr auf das konzentrieren, was uns verbindet, als auf das, was uns trennt. Wir müssen auch die Radikalen in unseren Reihen zurückhalten und sicherstellen, dass sie nicht die Oberhand gewinnen.”

Die Veranstaltung wurde durch den Europäischen Jüdischen Kongress, den Jüdischen Weltkongress und die Stiftung für Ethnische Verständigung (FFEU), New York, organisiert. Die Teilnehmer kamen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, der Schweiz und aus den USA.
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