News

Artikel

Bessere Existenzsicherung für 10.000 Bauernfamilien in Ghana

03. Februar 2011 | Tamale/Ghana | APD | Kategorie: APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) unterstützt in sieben Distrikten im Nordwesten Ghanas 10.000 Bauernfamilien, um deren Existenz durch gesteigerte Erträge zu erhöhen und gegen Ernteausfälle abzusichern. Das Projekt wurde aufgrund der stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise konzipiert, die eine Folge der Energiekrise von 2008 und der Überschwemmungen im Norden Ghanas waren. 40 Prozent der Projektpartner seien nach Angaben von ADRA Bäuerinnen und Witwen, sodass rund 70.000 Personen davon profitierten.

Zum Projekt gehörten die Fortbildung der Landwirte sowie die Möglichkeit, dass sie Saatgut und Dünger kaufen sowie das Pflügen bezahlen können. Die Position der Bauern gegenüber den Lieferanten werde gestärkt, denn sie lernten zu verhandeln, einfache Wirtschaftspläne zu entwickeln und landwirtschaftliche Genossenschaften zu gründen. “Die Trainer werden die Bäuerinnen und Bauern auch kundenorientiert ausbilden“, betonte Isaac Kankam-Boadu, Projektleiter von ADRA Ghana, anlässlich eines dreitägigen Lehrgangs für Ausbilder und Ausbilderinnen in der Landwirtschaft in Tamale, 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Accra.

Das 20 Monate dauernde Agrarprojekt werde von der Europäischen Union mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Laut dem Direktor von ADRA Ghana, Dr. William Yaw K. Brown, beteilige sich ADRA Großbritannien mit zehn Prozent an den Gesamtkosten.

Nach Angaben des ghanaischen ADRA-Projektleiters Kankam-Boadu würden die Landwirte ihre Ausbildungskosten und die Darlehen in Naturalien zurückzahlen, die in Gemeinschaftshallen gelagert und später zu guten Preisen verkauft werden könnten. Mit dem Erlös solle ein Fonds gebildet werden, der den Genossenschaften für Investitionen in der nächsten Aussaatphase zur Verfügung stehe. Die Bauern sollten durch das Projekt befähigt werden, Überschüsse zu produzieren und durch deren Verkauf Einkommen für ihre Familien zu erwirtschaften.

Seit dem Projektbeginn im Januar 2010 seien laut ADRA 73 Tonnen Mais-, Sojabohnen- und Erdnusssamen sowie knapp 22.000 Säcke Dünger verteilt und außerdem 3.200 Hektar Ackerboden in 179 Gemeinden vorwiegend mit Traktoren gepflügt worden. Es zeichne sich trotz Dürreperioden und nachfolgender Überschwemmungen in der Wachstumszeit eine drei- bis fünffach größere Ernte auf den Feldern der am Projekt beteiligten Landwirte gegenüber nicht beteiligten Bauern ab.

Für den Einsatz zugunsten der Armen erhielt ADRA Ghana 2010 den “Millennium Excellence Award“ im Bereich “International Development Partner“ (Partner internationaler Entwicklung). Es handelt sich um eine Auszeichnung, die nur alle fünf Jahre von einer privaten ghanaischen Institution unter der Schirmherrschaft von Otumfuo Osei Tutu II., König der Ashanti, des größten Stammes in Ghana, vergeben wird. In den USA bekam ADRA Ghana von InterAction, einen Zusammenschluss US-amerikanischer Nichtregierungsorganisationen (NGO’s), den Preis für “Best Praxis and Innovation“ im Bereich Landwirtschaft und Existenzsicherung in ländlichen Gebieten.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe “APD“ gestattet!

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden