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Vom Holzhackschnitzel-Kraftwerk bis zum Wildbienenhotel

21. März 2011 | Darmstadt | APD | Kategorie: APD

“Wer einen schönen Buchenwald erhalten will, darf nur so viel Buchen fällen, wie aus Bucheckern nachwachsen können. Wer den ganzen Wald rodet, übergibt seinen Kindern eine Wüste“, schrieb die Biologielehrerin und Redaktionsleiterin Stefanie Noack-Bürger in der neuesten Ausgabe der Schulzeitschrift “Marienhöher Allgemeine Zeitung“ (MAZ). Das Schulzentrum Marienhöhe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Darmstadt umfasst eine Grund- und Realschule sowie ein Gymnasium mit rund 660 Schülerinnen und Schülern. Stefanie Noack-Bürger schlussfolgert in ihrem Leitartikel, “dass wir zur Befriedigung unserer eigenen Bedürfnisse nur so viel von dieser Erde nehmen, dass für die folgende Generation genügend vorhanden ist, um ihre Bedürfnisse zu decken“. Diese Zusammenhänge zu erklären und Lösungswege aufzuzeigen, sei Teil der Umwelterziehung im Unterricht. “Darüber hinaus ist es uns als christliche Schule wichtig, uns selbst und unsere Schüler zu motivieren, auch ökologisch zu handeln.“

Der Geschäftsführer des Schulzentrums Marienhöhe, J. Achim Ulrich, erinnerte in der MAZ, dass im letzten Jahr die Bildungsstätte die Voraussetzungen für die Unterzeichnung der hessischen Charta für den Klimaschutz erfüllt habe und sich seitdem als “Schule für den Klimaschutz“ bezeichnen dürfe. Dazu beigetragen hätten Wärmedämmung der Gebäude, eine moderne Regel- und Steuerungstechnik der Heizungsanlagen und der Austausch der bisherigen Ölfeuerungsanlage gegen ein Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk sowie zwei Photovoltaikanlagen im Jahr 2008. Dadurch hätten die Emissionen um bis zu 70 Prozent gesenkt werden können. Auch die Anschaffung der Schulbusse sei mehrfach verschoben worden, bis die Umsetzung der Euronorm 5 in der Modellreihe realisiert worden wäre. “Umweltschutz kann nur gemeinsam gestaltet werden und gelingen“, gab Ulrich zu bedenken. Das beginne beim Schließen der Fenster und dem Ausschalten des Lichts nach der Raumnutzung und höre beim persönlichen Wasserverbrauch längst nicht auf.

Nach dem Vorbild der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim/Hessen sei auch auf der Marienhöhe die aus Schülern und Schülerinnen bestehende “Energieagentur Marienhöhe“ (EMH) entstanden. “Uns Schüler begeistert die Aussicht, dass wir selbst die Möglichkeiten bekommen, bei verschiedensten Projekten persönlich die Verantwortung zu tragen“, schrieb Sina Jost, Mitglied der EMH, in der MAZ. Dabei sei immer ein Lehrer “mit im Boot“, um bei Problemen zu helfen. Die EMH habe es sich zur Aufgabe gemacht, regenerative Energien auf der Marienhöhe zu fördern, um CO² einzusparen. Das könne durch eine weitere Photovoltaik-Anlage und ein Blockheizkraftwerk geschehen. Außerdem solle das Umweltbewusstsein unter Schülern und Angestellten des Schulzentrums gestärkt werden.

Weitere Artikel in der Schulzeitschrift befassen sich unter dem Motto “Öko? Logisch!“ mit dem Schulweg, der je nach Entfernung auch ohne Auto der Eltern mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder sogar zu Fuß möglich sei, mit Müll-Sammel-Aktionen von Schulklassen im Wald, der das Schulgelände umgibt, sowie dem “Wildbienenhotel“, gemeint sind Wildbienen-Nisthilfen in einer Streuobstwiese oberhalb der beiden Schulturnhallen.

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Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe “APD“ gestattet!

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