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Wasser steht als “Lebens-Mittel” allen zu

05. September 2011 | Berlin | APD | Kategorie: APD

Wasser als “Lebens-Mittel” sei kostbar und begrenzt und stehe allen Geschöpfen Gottes zu. Mit dieser Überzeugung lud die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland zur bundesweiten Feier des “Tages der Schöpfung” am 2. September in die Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg ein.

In seiner Predigt im Festgottesdienst kritisierte der mennonitische Theologe Dr. Fernando Enns, Professor für Friedenstheologie und -ethik an der Universität Amsterdam, dass es für bestimmte Länder in Europa einen Rettungsschirm in Milliardenhöhe gebe. Doch die wegen einer Dürrekatastrophe in Ostafrika Hungernden könnten nicht auf eine solch großzügige Hilfe hoffen. Wirtschaftliche Krisen hätten scheinbar mehr Bedeutung als Menschen, die verhungerten, weil die von den Industrienationen verursachte Klimaänderung wegen Wassermangel keine Ernten mehr hervorbrächte. Gott habe in der Bibel durch die Offenbarung des Johannes zugesagt, dass er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen werde. “Nur wer sich noch vorzustellen vermag, wie diese andere, neue Welt sein könnte, ist geschickt, sich nicht mit den Realitäten dieser Welt abzufinden”, so Professor Enns. Natürliche Ressourcen wie Wasser müssten gerecht und nachhaltig miteinander geteilt werden. Die Verantwortung für seine Schöpfung habe Gott den Menschen gegeben, damit sie “bebauen und bewahren, bis Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde vollendet”.

In seinem Festvortrag betonte der Umweltpolitiker und ehemalige Bundesumweltminister Professor Dr. Klaus Töpfer, dass Wasser zu einem Spekulationsobjekt geworden sei. Die Welt leide nicht an einer Wassermengenkrise, sondern an einer Wasserverteilkrise. Am Anfang der Bibel heiße es, dass Gott dem Menschen den Auftrag gab, die Erde zu bebauen und zu bewahren. “Das Bebauen klappt, das Bewahren weniger.” Töpfer appellierte, nicht das Letzte aus dem Boden herauszuholen, sondern auch an Nachhaltigkeit zu denken. “Es ist nicht nur das Nützliche, sondern auch das Schöne und Vielfältige wichtig.” Im Neuen Testament gebe es im Römerbrief die Feststellung, dass die ganze Schöpfung sich nach Erlösung sehne. Deshalb gelte es, darüber nachzudenken, “wie wir Gottes Schöpfung erhalten können, damit wir uns an der Vielfalt und Schönheit erfreuen”.

Der 1948 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gehören 17 Kirchen an. Vier Kirchen sind Gastmitglieder, darunter die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker) und drei ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus.

Die Kirchen engagieren sich gemeinsam für die Bewahrung der Schöpfung. Als besonderes Zeichen dieses Engagements hat die ACK Deutschland im Rahmen des 2. Ökumenischen Kirchentages 2010 in München einen “Tag der Schöpfung” ausgerufen. Er wird jedes Jahr am ersten Freitag im September mit einer bundesweiten Feier begangen. Im Mittelpunkt stehen das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz. 2012 wird die ACK Deutschland den Schöpfungstag in Nagold (Baden-Württemberg) feiern.

In den Gemeinden kann der Schöpfungstag auch an einem anderen Tag innerhalb des Zeitraums vom 1. September bis 4. Oktober gemeinsam begangen werden. So könne auf bereits in verschiedenen Orten und Regionen gewachsene Traditionen und auf Ferientermine Rücksicht genommen werden.

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Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe “APD” gestattet!

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