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Bundesentwicklungsminister Niebel soll Kloster in Äthiopien retten

16. November 2012 | Frankfurt am Main | APD | Kategorie: APD

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, gebeten, sich für den Erhalt der bedrohten Klosteranlage von Waldeba in Äthiopien einzusetzen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der ACK berichtete die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo Kirche über Pläne der äthiopischen Regierung, ausländischen Partnern Teile des Landes zur wirtschaftlichen Nutzung zu übergeben. Für den Bau eines Staudamms zur Versorgung künftiger Zuckerrohrplantagen mit Wasser in dem Gebiet von Waldeba solle eine Klosteranlage beseitigt werden, die für die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche als heilige Stätte gelte und zu den Trägern der äthiopischen Kultur gehöre. Bei Realisierung des Staudammprojektes würden historische Kirchen, Gebäude, Einsiedeleien und Friedhöfe zerstört werden. Einige Tausend Mönche und Nonnen müssten gegen ihren Willen den Ort verlassen.

“Das Anliegen, die Heiligkeit von Waldeba zu respektieren und die Region entsprechend zu erhalten, da ansonsten die kulturelle Tradition und die christlichen Wurzeln des alten Kulturlandes Äthiopien von irreparabler Zerstörung bedroht sind, hat sich der Vorstand der ACK zu eigen gemacht”, heißt es in dem Brief an Bundesentwicklungsminister Niebel.
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