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“Neue Ära” zwischen Evangelikalen und Rom

09. November 2014 | New York/USA | APD | Kategorie: APD

Am 6. November traf sich in Rom eine Delegation der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) mit Papst Franziskus und Vertretern des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Dabei sei über Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei weltweiten Problemen, die beide Seiten betreffen würden, gesprochen worden, teilte die WEA mit. In seiner Ansprache habe WEA-Generalsekretär Dr. Geoff Tunnicliffe spezifische Handlungsschritte für die beiden Weltkirchengremien skizziert, die zu einer “neuen Ära in den evangelikalen und römisch-katholischen Beziehungen” führen könnten.

“Der theologische Dialog zwischen dem vatikanischen Einheitsrat und der weltweiten Vertretung der Evangelikalen habe laut Papst Franziskus bereits ‘neue Perspektiven eröffnet, Missverständnisse geklärt und Wege zur Überwindung von Vorurteilen gewiesen’”, schreibt die Katholische Presseagentur Österreichs zum Treffen.

“Wir wissen um die Unterschiede zwischen unseren religiösen Traditionen, stehen aber auch zu jenen Bereichen, an denen wir in der Vergangenheit gemeinsam gearbeitet haben, und beten dafür, dass wir darauf aufbauen können”, sagte Dr. Tunnicliffe in seiner Eröffnungsansprache. “Evangelikale sind eine sehr heterogene Gruppe, die Menschen und Kirchen aus pfingstlerischen Traditionen, Reformierte, Baptisten und Unabhängigen umfasst”, so der WEA-Generalsekretär. “Wir teilen den gemeinsamen Glauben an unseren Herrn Jesus Christus und den Wunsch, dem Reich Gottes zu dienen. Wir ermutigen zur persönlichen, spirituellen Erneuerung und Umwandlung und haben ein Verlangen, Jesus in der ganzen Welt bekannt zu machen.”

Gemeinsam gegen Menschenhandel und religiöse Verfolgung
Laut WEA-Mitteilung habe Dr. Tunnicliffe betont, dass es innerhalb der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), mit sieben regionalen und 129 nationalen Evangelische Allianzen, viele Länder gäbe, in denen die Gläubigen beider Gemeinschaften bereits kooperieren würden.

In vielen Städten auf der ganzen Welt, arbeiteten evangelikale und römisch-katholische Christen zusammen, um den Menschenhandel zu bekämpfen. Gleichzeitig hätten Gelehrte und Experten beider Seiten damit begonnen, gemeinsam auf die schrecklichen Folgen religiöser Verfolgung zu reagieren.

Die WEA habe nach Angaben des Berichts vorgeschlagen, künftig in den Bereichen Atomwaffenabrüstung und beim Kampf gegen extreme Armut zusammenzuarbeiten, sowie bei der Rückführung von Christen und andere ethnische Minderheiten im Nahen Osten an Orte, wo sie ihren Glauben frei von Angst leben und praktizieren könnten.

Theologische Unterschiede
Es gebe zwar ein erhebliches Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit, aber auch theologische Unterschiede zwischen den beiden Körperschaften, welche in der Vergangenheit ein Hindernis für die Zusammenarbeit auch in Bereichen gemeinsamen Interessens dargestellt hätten. Daher habe Dr. Tunnicliffe vorgeschlagen, dass Diskussionen über theologische Gemeinsamkeiten und Unterschiede Teil dieses neuen Ansatzes sein sollten. Das werde “einen erzieherischen Wert für die eigenen Kirchenmitglieder haben und ein gutes Modell für die öffentliche Diskussion in einer multireligiösen Welt setzen”, erklärte der Generalsekretär.

Neben dem Besuch bei Papst Franziskus habe sich die WEA-Delegation mit weiteren Vertretern der römisch-katholischen Kirche getroffen, um über Religionsfreiheit, Friedensförderung, Familie und Islam zu diskutieren.
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