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Hilfe im Kampf gegen Ebola in Liberia

12. Dezember 2014 | Wien/Österreich | APD | Kategorie: APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat ein sechsmonatiges Projekt begonnen, um vor allem den Ebola-Virus in Liberia einzudämmen. Dadurch möchte das Hilfswerk ein erstes, bereits abgeschlossenes Nothilfeprojekt in den nahe Sierra Leone liegenden Regionen Bomi, Grand Cape Mount und Gbarpolu ausweiten.

Untersuchungen, die ADRA gemeinsam mit dem liberianischen Sozialen Wohlfahrts- und Gesundheitsministerium durchgeführt habe, hätten ergeben, dass es an vielen Orten unzureichende Schutzausrüstungen und zu wenig vorbeugende Maßnahmen gebe. Auch die Koordination und Logistik wären problematisch. Erschreckend sei die hohe Zahl der infizierten Mitarbeiter in Gesundheitszentren in Liberia. Viele von ihnen würden aus Furcht die Arbeitsplätze verlassen. Da so noch mehr Patienten gestorben seien, hätten die Angehörigen Angst, ihre Kranken in die Hospitäler zu bringen.

Das in das liberianische Aktionsprogramm der Regierung eingebettete ADRA-Projekt beinhalte psychosoziale Unterstützung für die betroffene Bevölkerung und trage zur Kontrolle der Infektion bei. Dabei gehe es um eine breit angelegte Aufklärungskampagne zum Schutz vor Ebola und die Verbesserung der Gesundheitsdienstleistungen auf Dorfebene, teilte ADRA-Österreich mit.

Dafür seien Bewusstseinskampagnen zu Schutzmaßnahmen vor Ebola für eine Zielgruppe von 87.000 Menschen vorgesehen. Sechs Ebola-Überlebende aus den Dorfgemeinschaften würden als lebendige Zeugen in ihrer Region Sensibilisierungsmaßnahmen unterstützen, um die Angst der Bevölkerung vor den Gesundheitseinrichtungen abzubauen. Gesundheitskomitees in den Dörfern bekämen Unterstützung in ihrer Sanitär- und Hygieneausbildung. 190 Handwascheinrichtungen sollen an stark frequentierten Orten, wie Schulen, Märkten oder Gesundheitszentren, aufgestellt werden. Da der gesamte Hausrat von betroffenen Familien verbrannt werde, um Keime abzutöten, stelle ADRA 200 Ebola-Solidaritäts-Sets mit Nahrungsmitteln und persönlichen Gegenständen für überlebende Familienmitglieder zur Verfügung. Diese würden zudem psychosozial betreut. Außerdem erhielten acht Gesundheitseinrichtungen Ausrüstungsmaterial für den persönlichen Schutz der Mitarbeiter.

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