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ADRA Nigeria versorgt Flüchtlinge entlang der Vertreibungsfront

15. April 2015 | Silver Spring, Maryland/USA | APD | Kategorie: APD

Auch am 14. April, dem ersten Jahrestag der Entführung von 232 Mädchen im Osten Nigerias durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram, versorgte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Nigeria Hunderte Vertriebene, die durch die Unruhe entwurzelt wurden, teilte ADRA International mit.

ADRA habe sich der internationalen Kampagne auf den Sozialen Medien unter dem hashtag #BringBackOurGirls angeschlossen. Man wisse immer noch sehr wenig über den Verbleib der Mädchen oder deren Gesundheitszustand.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF veröffentlichte am 13. April einen Bericht zu Nigeria, in dem von 1,5 Millionen Flüchtlingen infolge der Übergriffe von Boko Haram die Rede ist, darunter seien 800.000 Kinder. Boko Haram habe beim Versuch einen Islamischen Staat zu errichten ganze Dörfer zerstört und die Bewohner vertrieben, so das Hilfswerk.

ADRA Nigeria verteile in Adamawa, dem östlichen Bundesstaat an der Grenze zu Kamerun, Lebensmittel an 1.500 Binnenvertriebe und unterstütze rund 100 Kinder mit weiteren Hilfsleistungen. Zudem habe das Hilfswerk in einem Flüchtlingslager die Ausbreitung von Durchfall bei 200 Kindern unter fünf Jahren eindämmen können und 30 schwangere Frauen begleitet und beraten. Die Arbeit von ADRA Nigeria werde durch die schwierigen Straßenverhältnisse erschwert, sagte Marie-Jo Guth, Programmanagerin für Nothilfe bei ADRA International. Trotzdem setze sich das Team der Hilfsorganisation mit großem persönlichem Einsatz für die Vertriebenen ein.

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