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Stellungnahme der Vorstände des Nord- und Süddeutschen Verbandes zum Abstimmungsergebnis der Generalkonferenz am 8. Juli 2015 zur Frauenordination

15. Juli 2015 | FIDCOM | Kategorie: FiD

Vor wenigen Tagen ging die 60. Vollversammlung der Generalkonferenz (Weltsynode) der Siebenten-Tags-Adventisten zu Ende. Sie brachte Delegierte und Besucher aus allen Teilen der Welt in San Antonio (Texas, USA) zusammen.

Auf der Tagesordnung standen neben den obligatorischen Wahlen vor allem zwei Themen, die Glaube und Kirchenordnung betreffen: Zum einen die Überarbeitung der adventistischen Glaubensüberzeugungen, in denen das gemeinsame Bekenntnis der weltweiten Freikirche zum Ausdruck kommt. Zum anderen die kirchenrechtliche Frage, ob die einzelnen Regionen (Divisionen) der Freikirche die Möglichkeit erhalten sollen, selbst über die Ordination von Frauen zum Pastorendienst zu entscheiden. Nach ausführlicher und lebhafter Debatte wurde diese Frage mit 1381 (58%) zu 977 (42%) der Stimmen abschlägig beschieden.

Als Vorstände unserer Freikirche im NDV und SDV bedauern wir dieses Ergebnis. Eine positive Antwort wäre aus unserer Sicht angemessen und überfällig gewesen und hätte dem mutigen (Pionier-)Geist der Adventbewegung besser entsprochen. Gleichzeitig
respektieren wir den Willen der Mehrheit der Vollversammlung der Generalkonferenz. Wir treten jedoch entschieden jeder Form der Diskriminierung von Frauen entgegen. Wir glauben, dass Männer wie Frauen mit denselben Gaben ausgestattet werden, die für den Dienst als Pastor/Pastorin erforderlich sind. Deshalb werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Frauen als vollbeauftragte Pastorinnen in unseren Gemeinden einzusetzen.
Ausdrücklich ermutigen wir junge Frauen, sich an unserer Theologischen Hochschule Friedensau zum Dienst als Pastorin ausbilden zu lassen. Während wir die Entscheidung der weltweiten Generalkonferenz achten, respektieren wir ebenso den erklärten Willen regionaler
Delegiertenkonferenzen, die mit großer Mehrheit für die Ordination der Frau zum Predigtamt gestimmt haben. Für die daraus erwachsenden Spannungen suchen wir nach angemessenen Lösungen.

Wir werden auch in Zukunft alle Möglichkeiten nutzen, um die Verkündigung des Evangeliums durch Männer und Frauen zu stärken, und wissen uns darin mit der weltweiten Freikirche verbunden.

Johannes Naether, Friedbert Hartmann, Günter Brecht (NDV)
Rainer Wanitschek, Jochen Streit, Werner Dullinger (SDV)


Hannover/Ostfildern im Juli 2015
Die Stellungnahme als PDF zum Download <media 5727>hier</media>

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