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2.300 Pfadfinder treffen sich in Estavayer/Schweiz zum Camporee

04. August 2015 | Estavayer-le-lac/Schweiz | APD | Kategorie: APD

Vom 3. bis 9. August treffen sich rund 2.300 christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 20 Ländern auf dem Camporee der Adventjugend im schweizerischen Estavayer-le-lac, Kanton Freiburg. Sie zelten auf einem Privatgelände am östlichen Ufer des Neuenburgersees. Auf dem Programm stehen unter anderem Pfadfindertechnik und Entdeckungen in der Natur, inklusive ökologischer Anliegen.

„Mit dem alle vier Jahre stattfindenden Camporee geht es uns darum, den interkulturellen Austausch über die Landesgrenzen zu fördern, sowie die Jugendlichen in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu fördern“, so Stephan Sigg, Leiter der Jugendabteilung der adventistischen Kirchenleitung in West- und Südeuropa (Intereuropäische Division, EUD). Das umfasse den sozialen, mentalen, seelischen, körperlichen und spirituellen Bereich. Die adventistische Pfadfinderarbeit stehe nicht nur Kindern aus adventistischen Elternhäusern offen, sondern allen Kindern. Die Jugendabteilung der Adventisten ist im Mai 1907 in Gland/Schweiz gegründet worden. Im August des gleichen Jahres gründete Robert Baden-Powell die Pfadfinderbewegung.

Pfadis auf dem Camporee aus europäischen und außereuropäischen Staaten
Das Gebiet der EUD umfasst 13 Länder: Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien. Nach Angaben der EUD-Jugendabteilung gibt es in ihrem Gebiet 1.346 lokale Pfadfindergruppen mit mehr als 19.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren. Aus Deutschland nehmen am Camporee 460 Personen teil. Auch eine Delegation aus Großbritannien, eine aus Thailand sowie eine mit 60 Teilnehmern aus Brasilien sei zum Camporee angereist.

Kinder- und Jugendförderung kein Lippenbekenntnis
Der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sei die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit ein zentrales Anliegen, weshalb sie für dieses Großereignis rund 424.000 Euro aufwende, erläuterte Sigg. Die Teilnahme der 100 adventistischen Pfadfinder aus Bulgarien sei stark subventioniert worden, weil deren Eltern den Lagerbeitrag und die Reisekosten nicht hätten aufbringen können. Adventistische Kirchen aus den meisten teilnehmenden Ländern würden ebenfalls die Lagerkosten für die Pfadis aus ihrem Gebiet subventionieren. Das Gelingen des Lagers sei zudem nur durch die Mitarbeit der rund 120 Freiwilligen möglich geworden, die vor, während und nach dem Camporee ihre Ferien für das Event einsetzten.

Behörden von Estavayer: Großanlass, aber unproblematische Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit mit den Lagerveranstaltern sowie dem Landeigentümer seien in der Planungs- und Vorbereitungsphase problemlos gewesen, sagte Marlis Schwarzentrub, Vize-Bürgermeisterin des 6.000 Einwohner zählenden, touristischen Städtchens Estavayer-le-lac. Die Einwohnerzahl sei mit dem Camporee um ein gutes Drittel angestiegen. Sie sei sicher, dass die Jugendlichen später wieder in der Region Ferien machen würden, wenn sie am Camporee eine gute Erfahrung machten. Das Event koste Estavayer eigentlich nichts, so Schwarzentrub, da die Veranstalter alle anfallenden Kosten übernehmen würden. Als dreifache Mutter unterstütze sie die Pfadfinderarbeit, da den Kindern wichtige Werte vermittelt würden.

Sprachensalat
Bei den gemeinsamen Veranstaltungen in einem gemieteten Zirkuszelt mit 2.500 Plätzen werde von vorne Französisch gesprochen und auf Deutsch übersetzt oder umgekehrt. Von einer dieser Sprachen werde dann in den entsprechenden Sektoren des Zirkuszeltes in die jeweilige Landessprache übersetzt, so Esther Hanselmann, zuständig für Lageradministration und Übersetzung. Untereinander würden die Jugendlichen aber Englisch reden. Die Sprachproblematik werde dadurch etwas gemildert, dass bei den gemeinsamen Veranstaltungen viele Anspiele geplant seien, so Hanselmann.

Sowohl bei gemeinsamen Programmen als auch bei der Workshop-Teilnahme würden die Jugendlichen mit farbigen Armbändern in Gruppen eingeteilt, damit eher die Chance bestehe, dass sie in dieser Zeit Pfadis aus anderen Ländern kennenlernen können.

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