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Dürre im südlichen und östlichen Afrika – ADRA Landesbüros reagieren

05. April 2016 | Wahroonga NSW/Australien | APD | Kategorie: APD

Die afrikanischen Landesbüros der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA reagierten auf die extreme Dürre, welche die Staaten im Süden und Osten des Kontinents betroffen habe, teilte ADRA Australien mit. Das Wetterphänomen El Niño habe 2015 zu den am niedrigsten je gemessenen Niederschlägen in der Periode von Oktober und Dezember geführt. In den Dürregebieten lebten rund 40 Millionen Menschen auf dem Land, neun Millionen Arme in Städten sowie vierzehn Millionen Menschen, die bereits jetzt unter Mangel- oder Unterernährung litten, so das Hilfswerk.

Madagaskar
Der südliche Teil der Insel Madagaskar sei vom Wetterphänomen El Niño besonders betroffen. Ausbleibender oder wenig Regen habe bereits seit 2012 dazu geführt, dass die Bauern kaum ernten konnten, teilweise sei die Maisernte ganz ausgefallen. Die anstehende Ernte von Süßkartoffeln oder Maniok werde voraussichtlich sehr karg ausfallen.

In Zusammenarbeit mit der staatlichen Entwicklungshilfeorganisation der USA (United States Agency for International Development, USAID) verteile ADRA Madagaskar 350 Tonnen Nahrungsmittel in dreizehn betroffenen Kommunen im Süden des Landes. Dazu gehöre eine nahrhafte Mais-Soja-Mischung, Reis und Öl für einen Monat. Dies werde an rund 52.000 Menschen verteilt, die zuvor als besonders bedürftig identifiziert worden seien.

Malawi
Das Binnenland Malawi ist seit zehn Jahren das erste Mal von einem Mangel an Mais betroffen. Seit Dezember 2015 sei der Preis für Mais um 73 Prozent gegenüber dem Durchschnittspreis gestiegen, so ADRA Australien. Im Süden des Landes seien rund 2,8 Millionen Bewohner vom Maismangel betroffen.

Dank der Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm der UNO (WFP) könne ADRA Malawi knapp 22.000 Haushalte in Phalombe und 9.000 Haushalte in Mulanje versorgen. In der Region Phalombe würden bis im August 2016 zusätzlich 1.000 Haushalte je 50 Kilogramm Mais, zehn Kilogramm Hülsenfrüchte, sechs Kilogramm Mais-Soya-Mischung und zwei Liter Öl zum Kochen erhalten.

Sambia
Der nationale Katastrophenrat der sambischen Minister schätzte im Januar, dass 1,6 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe benötigen würden. Die Ernte von 5.400 Bauern in Mambwe, im Osten des Landes, sei durch Dürre, vereinzelt aber auch durch Flutwellen beeinträchtigt worden.

Mit Unterstützung der Landesregierung habe ADRA Sambia bis Ende Februar 234 Tonnen Mais an 4.680 Haushalte verteilt und treffe Abklärungen zur Einschätzung weiterer Bedürfnisse in Mambwe.

Simbabwe
ADRA Simbabwe habe in einer ersten Verteilung Nahrungsmittel vor allem an Nomaden im Gebiet von Doma verteilt, die weder Landwirtschaft betrieben und auch keine Vorräte hielten. Gemeinsam mit anderen ADRA Landesbüros aus dem Weltnorden und mit lokalen Kirchgemeinden habe sich das Hilfswerk der Not angenommen und im Distrikt Mbire Nahrungsmittelrationen an 140 Haushalte verteilt. Diese hätten 50 Kilogramm Maismehl, knapp vier Liter Kochöl, zehn Kilogramm getrocknete Zuckerbohnen und ein Kilogramm jodhaltiges Salz enthalten.

Im Distrikt Zvishavane, in der Provinz Midlands, versorge ADRA Simbabwe gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der UNO mehr als 32.000 Bedürftige mit Nahrungsmitteln.

Lesotho
Die Regierung des Königreichs Lesotho hat die Dürre als nationale Katastrophe eingestuft. Sie gehe davon aus, dass von den zwei Millionen Einwohnern rund 650.000 dringend Nahrungsmittelhilfe brauchen würden. Die Wasserstellen seien ausgetrocknet und die Menschen würden täglich zwei bis drei Stunden benötigen, um etwas Wasser zu sammeln. Gesundheitszentren und Krankenhäusern fehle Wasser, sodass die Patienten aufgefordert würden, selbst Wasser mitzubringen. Die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño würden bis Ende 2016 andauern. Besonders hart getroffen würden Personen, die mit HIV oder AIDS leben müssten.

ADRA Lesotho habe Haushalten im Berea Distrikt geholfen, in dem Sturmwinde die Liegenschaften zerstört hätten.

Swasiland
Die Regierung des kleinen Binnenlands Swasiland, im südlichen Afrika, hat aufgrund der zweijährigen Dürreperiode den nationalen Notstand ausgerufen.

ADRA Swasiland stehe in Verhandlungen mit der nationalen Katastrophenhilfe (NDMA), um von der Regierung gekaufte Nahrungsmittel an rund 18.000 Bedürftige in drei Kommunen in den Regionen von Lubombo und Shiselweni zu verteilen.

Somalia
Es werde davon ausgegangen, dass bis Mitte des Jahres 3,7 Millionen Bewohner in Somalia nicht genügend zu essen hätten. Die Unterernährung habe erschreckende Ausmaße angenommen, so ADRA Australien.

In Puntland verteile ADRA Somalia bis im Mai 2016 per Lastwagen Wasser an die Bevölkerung. In der Provinz Sool versorge ADRA auch Schulen mit Wasser, was dafür sorge, dass nur wenige Kinder den Schulunterricht abbrechen würden.

Äthiopien
Wasserknappheit sei in einigen Orten ein kritisches Problem geworden, speziell auf dem Land.

In der Region Kelafo werde ADRA Äthiopien ein Wasser-, Gesundheits- und Hygieneprojekt durchführen, für das die Finanzierung bereits gesichert sei.

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