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Ahmed Shaheed zum UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit ernannt

05. Juli 2016 | Genf/Schweiz | APD | Kategorie: APD

Am späten Abend des 1. Juli gab Joachim Rücker, Präsident des UN-Menschenrechtsrats in Genf, bekannt, dass Ahmed Shaheed, Malediven, als Nachfolger des Deutschen Heiner Bielefeldt als UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit ernannt worden ist. Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Deutschland, bezeichnete die Ernennung eines UN-Sonderberichterstatters für Religionsfreiheit aus einem muslimisch geprägten Land als „wichtiges Signal“. Bielefeldt habe mit seiner Arbeit „Maßstäbe gesetzt“, so Kauder.

Ahmed Shaheed (geb. 1964) war der bisherige UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran und früher Außenminister der Malediven. Er löst als UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit den Theologen, Philosophen und Historiker Heiner Bielefeldt ab. Dieser hatte die Aufgabe 2010 von Asma Jahangir übernommen.

Ernennung von Ahmed Shaheed – ein wichtiges Zeichen
In einem Pressestatement zur Ernennung von Ahmed Shaheed sagte am 2. Juli Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Deutschland: „Wir wünschen Ahmed Shaheed viel Erfolg in seinem neuen Amt als UN-Sonderberichterstatter für Religions- oder Glaubensfreiheit – einem Amt, dessen Bedeutung immer mehr zunimmt. Es ist ein wichtiges Signal, dass nun eine Persönlichkeit dieses Amt übernimmt, die ihre Wurzeln in einem muslimisch geprägten Land hat. Leider ist es Realität, dass die Religionsfreiheit gerade in vielen muslimisch geprägten Ländern missachtet wird. Umso wichtiger ist es, dass die Angehörigen aller Religionsgemeinschaften – einschließlich der Muslime – zusammen für die Freiheit des Glaubens eintreten.“

Die wachsende religiöse Intoleranz und vor allem der wachsende religiös motivierte Extremismus stelle mittlerweile eine Hauptbedrohung für den Frieden in der Welt dar, so Kauder. Der UN-Sonderbeauftragte müsse die Entwicklungen schonungslos benennen. Dies sei Voraussetzung dafür, dass die Weltgemeinschaft geschlossen für Religionsfreiheit eintreten könne.

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