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Waldenser sehen neue Öffnung zum Dialog bei Katholiken

22. August 2016 | Vatikanstadt/Vatikan und Wien/Österreich | KAP/APD | Kategorie: APD

Aus Sicht der protestantischen Waldenser in Italien ist eine neue Zeit des Dialogs mit der katholischen Kirche angebrochen, schreibt Kathpress in einer Medienmitteilung. Es gebe eine „Saison der Öffnung“ und des „zunehmenden Vertrauens“ im Austausch miteinander, der in den vergangenen Jahren ein wenig gestockt habe, sagte Pastor Eugenio Bernardini, Moderator der „Tavola Valdese“, dem wichtigsten Gremium der Waldenser und Methodisten in Italien dem Sender Radio Vatikan am 21. August.

Die sich wandelnde Welt brauche eine „Präsenz der Einheit“ der Christen, die sich heute noch in getrennten kirchlichen Institutionen ausdrücke, sich aber „hoffentlich in den wesentlichen Dingen einig ist“, so Pastor Bernardini.

Die Ökumene ist ein Thema der Synode der Waldenser- und Methodisten-Kirchen, die am 21. August im norditalienischen Torre Pellice begonnen hat. Ebenfalls auf der Tagesordnung der sechstägigen Zusammenkunft stehen die Flüchtlingsfrage und das 500. Reformationsgedenken. Unter den 180 erwarteten Teilnehmern der Synode sind auch Abgesandte der Italienischen Bischofskonferenz.

Papst Franziskus: Zusammenarbeit trotz Unterschiede möglich
In seiner Grußbotschaft zum Auftakt der Waldenser-Methodisten Synode sieht Papst Franziskus laut Kathpress trotz bestehender Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe und beim Umweltschutz.

Im März 2016 hatte Papst Franziskus als erster Papst überhaupt Angehörige der Waldenser empfangen. Er hatte zuvor – im Juni 2015, ebenfalls als erster Papst – in Turin eine Kirche der protestantischen Freikirche betreten und dort um Vergebung für die Unterdrückung und Verfolgung der Glaubensgemeinschaft durch die katholische Kirche gebeten.

Waldenser
Die protestantische Glaubensgemeinschaft der Waldenser, deren geografisches Zentrum in den Cottischen Alpen, den sogenannten Waldenser-Tälern, westlich von Turin/Italien, liegt, wird auf eine Gründung des Lyoner Kaufmanns Petrus Valdes (1140-1206) zurück geführt. Die Waldenser gelten als die ersten evangelisch-reformierten Christen in Europa. Sie waren schon da, bevor Martin Luther 1517 in Wittenberg die Reformation eingeleitet hatte. Im Mittelalter wurden die Waldenser von der römisch-katholischen Kirche als Häretiker verfolgt.

Nach Angaben des wissenschaftlichen Mitarbeiters der Deutschen Waldenservereinigung leben in Italien rund 20.000 sowie in Argentinien und Uruguay 7.000 Mitglieder. In Italien bilden die Waldenser seit 1979 mit den Methodisten eine gemeinsame Kirche, die Chiesa Evangelica Valdese (Englisch: Union of the Methodist and Waldensian Churches).

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