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ADRA Schweiz und Glückskette geben Flüchtlingskindern in Serbien eine Perspektive

ADRA Schweiz und Glückskette geben Flüchtlingskindern in Serbien eine Perspektive

Flüchtlinge und Roma in Serbien im Bereich KFZ-Mechanik

© Foto: ADRA Serbien

20. Februar 2018 | Zürich/Schweiz | APD | Kategorie: APD

100 Kindern und Jugendlichen, die ohne Begleitung auf der Flucht in Asylzentren am Stadtrand von Belgrad/Serbien untergebracht worden sind, ermöglicht die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz den Besuch einer Grundschule oder eines Berufskurses. Damit sollen ihre Berufschancen erhöht sowie die soziale Integration gefördert werden.

Es handelt sich dabei um ein Anschlussprojekt an ein Vorgängerprojekt, das im Dezember 2017 beendet wurde. Das neue Projekt dauert bis Ende August 2018 und wird vom Partnerhilfswerk ADRA Serbien durchgeführt. Die Kosten von umgerechnet rund 243.000 Euro werden durch das Schweizer Hilfswerk Glückskette sowie durch ADRA Schweiz finanziert.

Ausgangslage
Laut ADRA Schweiz gelangen seit der Schließung der Grenzen entlang der Balkanroute nur noch wenige Flüchtlinge nach Serbien. Projektbegünstigte sind vor allem alleine reisende Kinder und Jugendliche, die vom Staat in einem Asylzentrum untergebracht wurden und dort eine gesicherte Unterkunft haben. Einige von ihnen sind Waisen, andere haben ihre Eltern auf der Flucht aus den Augen verloren.

ADRA Serbien richtete Anfangs 2017 ein Gemeinschaftszentrum in der Nähe dieser Asylunterkunft ein. Kinder konnten dort spielen und basteln, Erwachsene konnten sich informieren. Ziel war es, einen Raum für die Flüchtlinge zu schaffen, indem sie sich erholen und sicher fühlten konnten.

Zielsetzung
Kinder im schulpflichtigen Alter sollen in die öffentliche Schule integriert werden und die nächste Schulstufe erreichen. Jugendliche sollen erste Fertigkeiten eines Berufs ihrer Wahl lernen, was deren Integration erleichtern soll. Ein kleinerer Anteil der Lernenden werden serbische Roma sein.

Projekt
Damit die Kinder auch den Unterreicht besuchen, bringt sie täglich ein Bus vom Asylzentrum zur öffentlichen Schule und zurück. Übersetzer helfen im Unterricht und bei der Integration. Im ADRA-Gemeinschaftszentrum können die Kinder spielen und unter Aufsicht ihre Hausaufgaben machen. Da die Kinder alleine unterwegs sind, haben sie keine Eltern, welche ihnen die nötigen Strukturen vorgeben. Das sei im Vorgängerprojekt teilweise ein Problem gewesen, sagt Sibylle Schuppli, Kommunikationsverantwortliche bei ADRA Schweiz. Im laufenden Nachfolgeprojekt achteten die Lehrer darauf, dass die Kinder auch tatsächlich regelmäßig die Schule besuchen würden.

Jugendlichen werden sowohl erste praktische Handgriffe eines Berufs vermittelt als auch die entsprechende Theorie. Die Jugendlichen erhalten außerdem Kurse, um zu lernen, wie man sich auf eine Stelle bewirbt. Am Ende des Kurses erhalten sie ein Diplom, welches in Europa anerkannt ist. All dies soll ihre Chancen für ein selbständiges Leben verbessern: Entweder indem sie eine vollwertige Lehre in ihrem Beruf beginnen oder als Hilfskraft mit gewissen beruflichen Vorkenntnissen ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen können.

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