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Freikirchen erarbeiten Datenschutzbestimmungen

Freikirchen erarbeiten Datenschutzbestimmungen

Arbeitgruppe 7 Datenschutz der VEF Foto: Stephan G. Brass

09. April 2018 | Hannover | sgbrass | Kategorie: FiD

Am 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat wie andere Freikirchen eine Datenschutzverordnung erarbeitet, um zum Stichtag 25. Mai vorbereitet zu sein.

Viele Unternehmen arbeiten auf Hochtouren, um mit ihren Mitarbeitern und Systemen den Forderungen der DSGVO zu entsprechen. Religionsgemeinschaften in Deutschland dürfen Ihre Angelegenheiten selbständig ordnen und verwalten, bleiben aber den allgemeinen Staatsgesetzen unterworfen. Art. 91 DSGVO besagt, dass Kirchen, religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der DSGVO (25. Mai 2018) bestehende Regeln weiter anwenden dürfen, sofern diese „mit der Verordnung in Einklang gebracht werden.“ Auf Grund dessen haben Adventisten dieses Recht für sich angewendet und eine Datenschutzverordnung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland KdöR erstellt, die am 24. Mai 2018 in Kraft gesetzt werden soll (einen Tag vor Inkrafttreten der DSGVO, da Art. 91 Absatz 1 DSGVO verlangt, dass die Kirche die Regeln zum DSGVO-Inkrafttreten bereits „anwendet“).

Am  9. April trafen sich die Mitglieder der „Arbeitsgruppe 7 Datenschutz“ der Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) in der Verwaltungsstelle der Adventisten in Hannover (Norddeutscher Verband), um eben diese Thematik zu erörtern. Vertreten waren der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR, die Vereinigung evangelische Freikirchen e.V., der Bund freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR, die Anskar Kirche e.V., die Apostolische Gemeinschaft e.V., die Heilsarmee KdöR, die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland KdöR, der Mühlheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden und als Gastgeber die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten KdöR. Allen gemeinsam war das Anliegen, zum Stichtag der DSGVO ihre Kirchengemeinden in Bezug auf die Datenschutzbestimmungen fit zu machen.

Es wurde schnell der unterschiedliche Stand der Vorbereitungen der einzelnen Kirchenverbände deutlich. Einige hatten bereits vollständige eigene Datenschutzbestimmungen verabschiedet, andere waren erst am Anfang des Prozesses. Ein Verband verzichtet völlig auf eine eigene Fassung und übernimmt somit die DSGVO der Länder. Bei den Berichten der einzelnen Mitgliedskirchen der VEF wurden auch Fragen der praktischen Handhabung, der erforderlichen Anpassungen der bisherigen Datenschutzverordnungen und auch die Einrichtung einer gemeinsamen Plattform zum Datenaustausch erörtert. Wichtig dabei auch die Frage nach Schulungen für die Kirchengemeinden und die Erstellung von Merk- und Infoblättern. Leiter der AG 7 Datenschutz ist Marc Brenner von der VEF.

Wichtigstes Anliegen der DSGVO ist die Sicherheit der sensiblen und personenbezogenen Daten. Wer verwendet diese Daten? Wo liegen diese Daten? Wie sicher sind diese Daten vor dem Zugriff Unbefugter? Wie werden diese personenbezogenen Daten verarbeitet? Auch die Auskunftspflicht gegenüber Personen über Speicherung, Nutzung und Verarbeitung ihrer Daten wird berücksichtigt. Gleichzeitig wird auch die Einrichtung und Kompetenz einer Aufsichtsbehörde geklärt. All diesen Themen widmet sich die DSGVO.

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