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Zusammenhang zwischen Corona-Virus, Schlaganfall und jungen Patienten

Zusammenhang zwischen Corona-Virus, Schlaganfall und jungen Patienten

In Bezug auf COVID-19 und Schlaganfall gibt es noch viel Forschungsbedarf, aber Schlaganfall-symptome sollten niemals ignoriert werden.

© Foto: Marcus Aurelius/pexels.com

04. September 2020 | Loma Linda, Kalifornien/USA | APD | Kategorie: APD

Einen Zusammenhang zwischen Coronavirus, Schlaganfall und jungen Patienten untersuchen Neurochirurgen an der adventistisch geführten Loma-Linda-University-Health in Kalifornien/USA. Es sei festgestellt worden, dass das neuartige Corona-Virus Mikrothromben - oder kleine Blutgerinnsel - verursachen könne. Diese entwickelten sich und könnten durch den Körper wandern, so der Neurochirurg Miguel Lopez-Gonzalez.

Das neuartige Corona-Virus befalle in der Regel die Lunge und verursache Symptome wie Husten und Atembeschwerden, aber die Ärzte machten sich nun über ein weiteres Organ Sorgen - dem Gehirn. Selbst mit leichten Symptomen erlitten viele Menschen im Alter von 30 Jahren mit COVID-19 einen Schlaganfall.

Der Neurochirurg erklärt, warum dies der Fall sein könnte. „Die Blutgerinnsel können zu einer Behinderung des Blutflusses zum Gehirn führen und einen ischämischen Schlaganfall verursachen“. Zwar treten Schlaganfälle am häufigsten bei Menschen über 65 Jahren auf, es gebe aber einen Anstieg bei Patienten aller Altersgruppen, die von COVID-19 betroffen sein. „COVID-19 verursacht Entzündungen in vielen Teilen des Körpers, die das Risiko erhöhen können, dass sich Plaque in den Arterien oder ein Blutgerinnsel in den Venen ansammelt und einen Schlaganfall verursacht", sagt er.

Laut Lopez-Gonzalez sei dies nicht das erste Mal, dass eine infektiöse Atemwegserkrankung zu diesem Phänomen führe und er stelle ein ähnlich erhöhtes Risiko bei Grippepatienten fest. „In Bezug auf COVID-19 und Schlaganfall gibt es noch viel Forschungsbedarf, aber die Schlaganfallsymptome sollten nie ignoriert werden", so Lopez-Gonzalez. Er fordere die Menschen dringend auf, Anzeichen nicht zu ignorieren, die möglicherweise ein größeres Problem signalisierten:
-plötzliche Taubheit oder Schwäche im Gesicht oder in den Gliedmaßen - besonders wenn sie auf eine Körperseite isoliert sind,
-plötzliche Verwirrung oder Schwierigkeiten beim Sprechen und Verstehen der Sprache,
-plötzlicher Verlust der Sehkraft auf einem oder beiden Augen,
-plötzlicher Schwindel, Gleichgewichtsverlust, Schwierigkeiten beim Gehen oder mangelnde Koordination,
-Plötzlicher schwerer Kopfschmerz ohne bekannte Ursache.

Lopez-Gonzalez meint, selbst wenn die Symptome nicht länger als ein paar Minuten anhielten, sei es dennoch möglich, dass eine vorübergehende ischämische Attacke (TIA) vorliege. „Man mag versucht sein, eine TIA zu ignorieren, sobald die Symptome abklingen, aber sie verschwindet nicht ohne medizinische Intervention und kann ein Zeichen für ein ernstes Problem sein".

Loma Linda University Health (LLUH)
Die 1905 gegründete Loma Linda University Health, eine Organisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, umfasst die acht Fakultäten der Loma Linda Universität (mit mehr als 4.400 Studierenden aus über 80 Ländern), die sechs Krankenhäuser des LLU Medical Center sowie mehr als 1.000 Fakultätsärzte in Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant.

Weitere Informationen über das Schlaganfall-Zentrum am medizinischen Zentrum der Loma Linda Universität unter: lluh.org/services/comprehensive-stroke-center.

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