Andachten

Andacht

Andacht 05.07.2019

05. Juli 2019 | Klaus Kästner

Andacht 05.07.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben!“ (ghs 613,1) Diesen aufmunternden Text verfasste Paul Gerhardt wenige Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges in einem schrecklich verwüsteten Land. Doch der lutherische Pfarrer war kein Mann des Jammerns und Klagens. Aus seinem Gottvertrauen schöpfte er Trost und Zuversicht. Die vielfältige, bunte Schöpfung war für ihn wie ein Bilderbuch, das Gottes Größe, Weisheit und Fürsorge anschaulich macht. Auch die Bäume hatten es ihm angetan: „Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide.“ (Str. 2) Liebst du Bäume? Schöne, große, alte Bäume beeindrucken mich immer wieder. Sie haben etwas Majestätisches an sich, erscheinen mir wie Wahrzeichen des Lebens, der Kraft und Standhaftigkeit. Auch in der Bibel treffen wir auf Bäume – in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Im 96. Psalm ergeht sogar eine Aufforderung an die Bäume: „Das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; jauchzen sollen alle Bäume im Walde.“ (V. 12) Doch schon lange machen uns die Experten darauf aufmerksam, dass es in den Wäldern, Gärten und Parks auch viel Trauer gibt. Bäume leben heute oft gefährlich. Und wo Fichten und Eschen, Linden, Kastanien und Eichen ums Überleben kämpfen, wird es auch für uns Menschen immer riskanter. Der Schriftsteller Hermann Hesse bekannte: „Bäume sind für mich immer die eindringlichsten Prediger gewesen.“ Verstehen wir, was sie uns in ihrer Sprache zurufen? Jeremia übermittelt uns einen Gottesspruch, der einen anschaulichen Vergleich enthält. Es geht nicht darum, alt wie ein Baum zu werden. Der Text verweist auf das unterirdische Leben des Baumes, auf das Wurzelwerk. Die Wurzeln geben dem Baum Halt, sie sorgen für seine Ernährung. Was niemand sieht, sollte unser größtes Anliegen sein: die Verwurzelung in Gott, im Glauben. Alles andere ist zweitrangig. 

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