Andachten

Andacht

Andacht 16.03.2020

16. März 2020 | Rafael Schäffer

Andacht 16.03.2020

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Wenn du fasten willst, dann wasche dein Gesicht und kämme dich, damit niemand es merkt als nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.

Fasten war für mich lange Zeit ein schwieriges Thema. Es kam mir fremd vor; eine altehrwürdige, überholte religiöse Übung, zu der ich keinen Bezug habe. In unserer Gesellschaft blüht der „Sofortismus“: Alles soll schnell verfügbar sein. Vielleicht ist daher der Grundgedanke des Fastens aktueller denn je.
Warum nicht in einer Zeit des ungebremsten Konsums und der grenzenlosen Möglichkeiten bewusst auf etwas verzichten? Warum sich nicht eine Auszeit nehmen, um mehr Zeit für Gott zu haben oder um die Beziehung zu ihm zu vertiefen? Abgesehen von Essen und Trinken gibt es heute ja viele Möglichkeiten des Fastens, zum Beispiel vom Fernsehen, Internet, Smartphone, Computer oder Autofahren.
Vor zwei Jahren wollte ich Gott in ganz besonderer Weise ein Gebetsanliegen, das einen Bruder in meiner Heimatgemeinde betraf, vorlegen. Ich wollte etwas Außergewöhnliches tun, das auch ein gewisses Opfer meinerseits erforderte. Also entschied ich mich erstmals in meinem Leben zum Fasten. An einem Freitag verzichtete ich 24 Stunden lang auf jegliche Nahrung. Morgens ging ich ganz normal zur Arbeit und nachmittags sogar noch einkaufen.
An diesem Tag knurrte mein Magen viele Male. In regelmäßigen Abständen kreisten meine Gedanken dementsprechend ums Essen. Doch sofort erinnerte ich mich dann daran, warum ich fastete, dachte an Gott und an meinen Glaubensbruder. Noch nie hatte ich an einem Tag so oft an Gott gedacht und war so auf Gott fokussiert gewesen. Es war ein ganz besonderer Tag in seiner Nähe. Ich wollte Gott etwas geben, doch am Ende beschenkte er mich mit einem wunderschönen Tag in seiner Gegenwart. Dabei ging es mir nicht darum, dass andere sehen, welch tolle religiöse Leistung ich erbrachte – es war einzig eine Erfahrung zwischen mir und Gott.
Ich kann das Fasten jetzt aus tiefstem Herzen empfehlen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns in unseren Familien und Gemeinden diesem Thema intensiver zuwenden, uns zum Fasten ermutigen und darin bestärken, auch gemeinsam zu fasten. Ich bin überzeugt davon, dass darauf ein besonderer Segen Gottes liegt.

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