Andachten

Andacht

Andacht 01.04.2020

01. April 2020 | Hartwig Lüpke

Andacht 01.04.2020

[Lasst uns] aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.

In China gibt es einen gefährlichen, reißenden Fluss. An einer bestimmten Stelle kenterten früher immer wieder Schiffe. Deshalb setzten Anwohner, welche die Gefahrenlage genau kannten, einen gewaltigen Felsblock in den Strom, der die Aufschrift trug: „Auf mich zu!“ Seitdem kommt jeder, der sein Schiff konsequent auf diesen Felsen zusteuert, heil durch die Gefahrenzone und erreicht sein Ziel.
So wie dieser Orientierungsfelsen im Strom steht auch Jesus in unserem Leben. Wenn die Strudel des Alltags uns zu schaffen machen, wenn Nöte und Gefahren uns aus der Bahn werfen, wenn die Untiefen der Versuchungen uns überwältigen wollen, dann sehen wir zu dem Felsen auf, der Christus heißt; dann steuern wir unser Leben bewusst und gezielt auf ihn zu. Er ist der Fixpunkt unseres Lebens. Er zieht uns an und auf sich zu.
Wer auf ein Ziel schaut, muss seinen Blick zugleich aber von allem abwenden, was ihn ablenken will. Mit anderen Worten meinte der Apostel in seinem Hebräerbrief also: Lasst uns wegschauen, hin zu Jesus.
Eine frustrierte Frau ärgerte sich wieder einmal über die Fahrweise ihres Mannes und schimpfte: „Er steuert den Wagen immer in die Richtung, in die er gerade blickt!” Dieses Prinzip trifft allerdings nicht nur auf Autofahrer zu, sondern drückt eine grundsätzliche Wahrheit aus: Unser Leben folgt der Richtung, der wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Das gilt auch in Glaubensfragen – dann nämlich, wenn wir uns nur von der eigenen Sichtweise bestimmen lassen und von manchmal zweitrangigen Anliegen! Mitunter nimmt uns ein ängstlicher oder gar verzweifelter Blick auf Probleme, Nöte und Versagen die Orientierung; auch ein verzagter Glaube kann uns straucheln lassen.
Dann gilt es, von alledem wegzusehen und unsere Aufmerksamkeit auf Jesus zu richten. Von ihm kommt die Orientierung, die wir brauchen, wenn wir unser Lebensziel erreichen wollen. Er bringt uns durch das Wirrwarr unseres Alltags, unserer Gedanken und Gefühle, unserer Versuchungen und Schwächen.
Von den Jüngern heißt es: „[Sie] sahen … niemand als Jesus allein.“ (Mt 17,8) Er soll auch für uns nicht nur der Anfänger, sondern auch der Anführer unseres Glaubens sein, dem wir gern und willig folgen. „Stern, auf den ich schaue … Führer, dem ich traue … alles, Herr, bist du.“ (ghs, Nr. 444,1)

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