Andachten

Andacht

Andacht 05.06.2020

05. Juni 2020 | Günter Schlicke

Andacht 05.06.2020

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Wir alle kennen Zeichen und verwenden sie, um etwas auszudrücken. In der Mathematik bedeutet ein Doppelpunkt: Es wird dividiert. Auf einer digitalen Uhr trennt er Stunden von Minuten, in der Musik muss ab dem Doppelpunkt wiederholt werden und beim Fußball wird damit das Verhältnis der geschossenen Tore angezeigt. Ein Zeichen kann also verschiedene Bedeutungen haben und unterschiedlich interpretiert werden.
Die Wunder Jesu wie die Verwandlung von Wasser in Wein auf einer Hochzeit (Joh 2), die Heilung des kranken Sohnes eines königlichen Beamten (Joh 4) oder die Auferweckung des Lazarus vom Tod (Joh 11) waren Zeichen seiner göttlichen Herrlichkeit. Sie zeigten den Juden, dass Jesus der versprochene Retter, der Messias, war, den die Propheten schon lange angekündigt hatten (zum Beispiel in Jesaja 52 und 53).
Die Israeliten erwarteten aber einen Messias, der Israel wieder zu einer Großmacht wie unter König Salomo machen würde. Durch diesen Blick auf weltliche Macht und Pracht erkannte das Volk in Jesus lediglich einen mächtigen Heiler, außergewöhnlichen Wundertäter und großen Lehrer; ein leidender Messias war für sie unvorstellbar.
So können falsche Erwartungen unseren Blick für Gottes Wirken trüben. Jesus warnt davor, in Wundern allein Zeichen für das Wirken Gottes zu sehen, denn es gibt auch falsche Propheten und Heilsbringer (Mt 7,20–22). Wenn heute bei Großveranstaltungen Kranke auf spektakuläre Weise in Scharen geheilt werden, sehen viele darin ein Zeichen, dass Gott machtvoll wirkt. Die Bibel rät uns, sorgfältig zu prüfen, ob das Leben und die Lehren dieser Wundertäter mit der Bibel übereinstimmen.
Andererseits geschehen heute noch Wunder, wo Gott Schwerstkranke völlig gesunden lässt und andere von Süchten frei macht. Das sind Zeichen dafür, dass Jesus Anteil an unserem Leben nimmt. Eine vollständig heile Welt bricht allerdings erst mit der Wiederkunft Jesu an, wenn alle Krankheiten, Leiden und selbst der Tod (Offb 21,4) für immer vorbei sind. Die Vorfreude auf diese Zeit schenkt uns Kraft, die Belastungen von heute gelassener zu tragen.

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