Andachten

Andacht

Andacht 09.11.2020

09. November 2020 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 09.11.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

30 Jahre sind seit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 vergangen. Es war faszinierend mitzuerleben, wie der „Antifaschistische Schutzwall“ und mit ihm eine menschenfeindliche Weltanschauung einstürzten. Ich finde es nach wie vor spannend, dass ich diese für uns damals unvorstellbaren Umwälzungen hautnah vor dem Bildschirm verfolgen konnte. Freilich aus der komfortablen Distanz eines „Wessis“, die Leiden der Betroffenen waren weit weg.
Die Tatsache, dass Menschen überwacht, ausgegrenzt, diskriminiert, verfolgt, ja sogar getötet wurden, weil sie eine andere Meinung vertraten oder einfach nur das Land verlassen wollten, kam vielen vonvonvon uns erst wieder ins Bewusstsein, als Menschen im Osten Deutschlands auf die Straße gingen. Unfassbar das Gelingen der gewaltlosen Revolution mit Kerzen und Gebeten. Es waren in erster Linie die Christen, Pfarrer, Kirchenmitglieder, Mutige, die aufstanden und für die Freiheit ihre Existenz riskierten. Unter ihnen Christian Führer (1943–2014), Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche und Initiator der Friedensgebete, die Keimzelle der Leipziger Montagsdemonstrationen. Ihnen schlossen sich immer mehr Menschen an. Am 9. Oktober 1989 waren es 70.000.
Für eine Sendung zum Thema „20 Jahre Mauerfall“ war Christian Führer 2009 Studiogast bei Hope Channel TV. Eindringlich und authentisch berichtete er von den Ereignissen im Jahr 1989 und von seiner eigenen Biografie. Er war mit Leib und Seele Pfarrer und stammte aus einer „Dynastie“ von protestantischen Geistlichen. Schon seine Vorfahren hatten aufgrund ihres Glaubens Verfolgung erlebt und im 18. Jahrhundert das Salzburger Land verlassen müssen.
In seinem Buch Und wir sind dabei gewesen schilderte Christian Führer sein Leben in einem christenfeindlichen System und den gewaltlosen Umsturz in der damaligen DDR. Auf Seite 49 schreibt er: „Jede Weltanschauung kommt, bleibt eine Weile und verschwindet eines Tages auf Nimmerwiedersehen im Meer der Zeit, sozusagen im Staub der Geschichte. Die Alternative – nämlich das, was bleibt – lässt sich gerade am zwanzigsten Jahrhundert mit seinen zahlreichen Um- und Zusammenbrüchen deutlich erkennen: ‚Jesus Christus, gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit.‘“

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