Andachten

Andacht

Andacht 11.11.2020

11. November 2020 | Roland E. Fischer

Andacht 11.11.2020

Bildnachweis: Mr. Nico / photocase.de

Und als einer einen Stamm fällte, fiel ihm das Eisen ins Wasser. Und er schrie: O weh, mein Herr! Und dazu ist’s noch entliehen! Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist’s hingefallen? Und als er ihm die Stelle zeigte, schnitt er einen Stock ab und stieß dahin. Da schwamm das Eisen. Und er sprach: Heb’s auf! Da streckte er seine Hand aus und nahm es.

Als Kind begeisterte es mich, wenn mein Vater Brennholz hackte und ich mich auch einmal mit der Axt ausprobieren durfte. Bei den Pfadfindern ist die Axt ein notwendiges Werkzeug, um Bauholz, Brennholz oder Bastelmaterial zu gewinnen. In der Geschichte zu unserem Bibeltext wurde die Axt benötigt, um Bauholz zur Erweiterung einer Prophetenschule herzustellen. So weit, so gut.
Aber warum wird uns diese Geschichte erzählt? Warum wird uns berichtet, dass der Prophet Elisa ein Axtblatt zum Schwimmen brachte? Eine Kleinigkeit – wo er doch bereits viel mächtigere Taten vollbracht hatte! In der Kraft Gottes vermehrte er das Öl einer armen Witwe und bewahrte sie und ihre Kinder vor dem Hungertod. Der General der syrischen Armee wurde auf wundersame Weise von einer nahezu unheilbaren Krankheit befreit. Und einmal sogar erweckte er den toten Sohn eines Ehepaars zum Leben.
Die schwimmende Axt hingegen – eine Nebensächlichkeit? Offensichtlich nicht, denn ich finde mindestens drei Gründe, warum diese Geschichte – und damit auch dieses Wunder – berichtenswert ist.
Zum einen geht es hier um eine bedeutende Maßnahme: Die Prophetenschule soll erweitert werden, um auch zukünftig die Ausbildung und den Dienst der Prophetenschüler gewährleisten zu können. Eine wichtige Angelegenheit also im Dienst des Elisa und in der Heilsgeschichte Gottes.
Zum zweiten solidarisiert sich der Prophet von Anfang an mit diesem Projekt, unterstützt es und motiviert durch seine Anwesenheit. So nimmt Elisa auch Anteil an diesem Missgeschick und schafft praktische Abhilfe.
Schließlich befreit er den Holzfäller aus einer peinlichen Lage: Die Axt war geliehen. Eisenwaren waren damals knapp und teuer, und der junge Mann hätte wohl schwerlich Ersatz leisten können.
Auch in „Kleinigkeiten“ zeigt sich das Wirken Gottes; auch „Nebensächlichkeiten“ in meinem Leben sind berichtenswert.

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