Andachten

Andacht

Andacht 16.12.2020

16. Dezember 2020 | Udo Worschech

Andacht 16.12.2020

Bildnachweis: Mr. Nico / photocase.de

HERR, ich warte auf dein Heil!

„Bitte warten!“ Wie oft hören wir diese Aufforderung in der telefonischen Warteschleife! Während wir der digitalen Stimme folgen und warten, haben wir Zeit, uns beim Warten selbst zu beobachten. Erstaunt, vielleicht gar erschreckt, bemerken wir, welche Ungeduld wir beim Warten entwickeln. Bei mir ist es so: Bereits nach wenigen Minuten bin ich mit meiner Situation unzufrieden und rege mich über die mangelnde Kundenfreundlichkeit auf. Irgendwann machte es mich jedoch nachdenklich, dass Warten, Wartenmüssen oder Abwarten einen solch negativen Beigeschmack hat.
Wir leben in einer „Sofort“-Gesellschaft. „Jegliches Bedürfnis muss sofort befriedigt werden“, lautet eine Devise, die unsere Zeit prägt. Wer wartet, vergeudet kostbare Lebenszeit. Er muss sich die Frage gefallen lassen, ob es nichts Wichtigeres zu tun gibt.
Aber gehört das Warten nicht zum Christsein? Christen sind doch „Warte-Menschen“ – Menschen, die darauf hoffen, dass Gott in ihr Leben kommt, an ihrem Hier und Heute teilhat und die Weltgeschichte zu einem guten Ziel führt. Christen sind Menschen, die warten, ahnen und hoffen, dass es mehr als „alles“ und „sofort“ gibt und die nicht alles haben müssen. Es sind Menschen, die sehnsüchtig darauf warten und vertrauen, dass Gott Jahwe ist, der „Ich bin, der ich bin“ (2 Mo 3,14 EB). Sie blicken erwartungsvoll und zuversichtlich in die Zukunft, weil sie seiner Zusage Glauben schenken.
Die Bibel untermauert diese Haltung: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2 Ptr 3,13)
„Das Licht scheint in der Finsternis“ (Joh 1,5), verkündet uns Johannes im Prolog zu seinem Evangelium. In Krieg und Terror, in Armut und Elend lebt der Wunsch, dass Licht in die Dunkelheit strahlt, damit die Welt und in ihr die Menschen heil werden.
Darauf ist es wert zu warten, dafür setzen wir uns ein; deshalb entzünden wir Lichter und singen Adventslieder. Aus dieser Hoffnung heraus gestalten wir unsere Gegenwart: „O Heiland, reiß die Himmel auf ...“ (ghs, Nr. 227)

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Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
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