Andachten

Andacht

Andacht 18.12.2020

18. Dezember 2020 | Albrecht Förster

Andacht 18.12.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit sich immer früher auf das Land herabsenkt, dann keimt in mir eine besondere Vorfreude auf. Ich kann den ersten Adventssonntag kaum erwarten. Dann nämlich ist es endlich soweit: Wohnungen, Häuser und Bäume werden mit Licht geschmückt. Vor allem im Erzgebirge wird dieser Brauch sehr intensiv gepflegt: In den Fenstern stehen Schwibbögen, Bergmänner oder Engel mit Lichtern in den Händen. Die Bäume vor den Häusern tragen Lichterketten. Neben einem Rathaus dreht sich eine Pyramide im Glanz der Lichter. Auf diese Weise werden vielerorts ganze Städte und Dörfer in ein Lichtermeer verwandelt. Es wärmt mein Herz angenehm und erfüllt mich mit tiefer Freude, wenn ich in der dunklen Jahreszeit in so einem Ort unterwegs sein darf. Die Lichter der Adventszeit wollen uns aber nicht nur erfreuen, sondern uns auf Jesus Christus als das Licht der Welt hinweisen.
Als Jesus vor zweitausend Jahren auf dieser Erde lebte, war an elektrisches Licht noch nicht zu denken. Wer in der Dunkelheit etwas sehen wollte, musste eine Öllampe anzünden. Damit wurde das Licht so wertvoll wie das Öl, das die Lampe benötigte. Wo Licht war, sammelten sich die Menschen, denn nicht jeder konnte sich das teure Licht leisten. Mit seinem Kommen auf diese Erde ging es Jesus jedoch nicht darum, den Arbeitstag durch künstliches Licht zu verlängern. Er war gekommen, um eine Dunkelheit ganz anderer Art zu besiegen, welche der Prophet Jesaja so beschrieben hatte: „Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jes 60,2)
Heute brauchen wir nur mit einer kleinen Handbewegung den Lichtschalter betätigen und schon wird es hell. Trotzdem ist es im Herzen vieler Menschen trübe und dunkel. Unser menschliches Licht allein kann uns keine Orientierung für unser Leben geben. Deshalb ist Jesus Mensch geworden und hat uns himmlisches Licht gebracht. Wenn wir unser Leben nach diesem Jesus hin ausrichten, wird auch unser dunkelster Tag hell und froh.

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