Andachten

Andacht

Andacht 26.12.2020

26. Dezember 2020 | Christian Lutsch

Andacht 26.12.2020

Bildnachweis: boing / photocase.de

Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.

„Warum gibt es so viele verschiedene Religionen? Und warum so viele Kirchen?“, werde ich gefragt. Eine gute Frage. Wenn ich in den biblischen Bericht schaue, gibt es dafür schon ganz am Anfang eine klare Antwort: Die Schlange – Satan – war’s! Sie ist listig, das heißt, ihr Spezialgebiet ist unser Denken. Sie redete den ersten Menschen ein, Gott sei jemand, der nur verbiete, der falsche Versprechungen mache und sie anlüge; der nur an sich denke und überhaupt so seltsam sei, dass man ihn eh nicht verstehen könne. (vgl. 1 Mo 3,1–5) Damit beginnt der Sündenfall – mit einem anderen, einem zweiten Denken über Gott. Gerüchteküche. Das hat sich verbreitet.
Die Bibel berichtet davon, wie Gott darauf reagiert. Er tut Wunder – und wird für unnahbar gehalten. Er schickt Propheten – und wird für einen Paragraphenreiter gehalten. Er setzt Opfer ein – und wird für blutrünstig gehalten. Er erwählt das Volk Israel – und wird für willkürlich gehalten. Er beginnt von vorne, als er keinen anderen Weg mehr sieht – und wird als Tyrann verschrien …
Menschen aller Zeiten verstanden Gott ganz unterschiedlich. Deshalb gibt es so viele Religionen und verschiedene Kirchen.
Was konnte Gott noch tun, um uns zu zeigen, wie er ist? Ihm blieb nur noch eine Möglichkeit: Er musste uns begegnen. Von Angesicht zu Angesicht. Von Mensch zu Mensch. Und so wurde er Mensch – in Jesus Christus. Wirklich. Nahbar. Greifbar. Sogar angreifbar. Hätte er uns noch näher kommen können?
Über Meinungen lässt sich streiten. Über Ideen und Theorien lässt sich philosophieren. Über Wunder lässt sich spekulieren. „Über Gott kann man stundenlang diskutieren. Der eine stellt sich Gott so vor und der andere anders. Aber Jesus ist kein Diskussionsgegenstand.“ (Wilhelm Busch: Jesus, unser Schicksal, S. 9)
Es gibt keine wirklichen und unwirklichen Menschen. Ein Mensch ist unbestreitbar. Christus ist unbestreitbar. Und mit ihm wurde auch Gott unbestreitbar. Gott und die Welt sind in Christus für immer vereint. Das ist alles, was ich glauben muss. Das ist Weihnachten!

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