Andachten

Andacht

Andacht 11.07.2021

11. Juli 2021 | Manfred Böttcher

Andacht 11.07.2021

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen … Bete sie nicht an und diene
ihnen nicht! Denn ich bin der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott.

Die Bibel ist einerseits Dokument göttlicher Selbstoffenbarung und andererseits ein Zeugnis dafür, wie Menschen diese Offenbarung angenommen haben oder sie ablehnten. Gottes Selbstoffenbarung ist eingebunden in die jeweilige geschichtliche Situation und eingefärbt in unsere menschlichen Vorstellungen, Bilder und Begriffe. Gott gab in den Zehn Geboten ein eindeutiges Bilderverbot: Fertige dir kein Gottesbild an (nach 2 Mo 20,4 GNB). Doch die Bibel ist randvoll von Bildern, mit denen sich Gott den Menschen offenbart: Gott wird Vater und Mutter genannt, Hirte und Rächer, Richter und Retter. Sein Auge schaut nach den Menschenkindern auf Erden, er riecht den lieblichen Geruch eines Opfers, er führt in die Tiefe und wieder herauf. Sein Mund spricht Worte des Zorns und der Liebe. Licht ist das Kleid, das er anhat, und Blut bespritzt sein Gewand. Vielfarbig und mitunter widersprüchlich redet die Bibel in diesen Bildern von Gott. Hinter ihnen steht jedoch eine Wirklichkeit, die wir als Geschöpfe niemals in der ganzen Fülle begreifen können. Kein Bild allein kann Gott fassen. Wenn er in seinem Gebot davor warnt, Bilder zu machen – seien sie geschnitzt, in Stein gehauen oder in unseren Vorstellungen – dann möchte er uns um unser selbst willen vor Enttäuschungen bewahren, die daraus entspringen, wenn wir uns an ein selbstgemachtes Bild von Gott klammern. Sicherlich haben wir selbst schon erfahren, dass zwischen dem Glauben an den unsichtbaren Gott und der Erfahrung der sichtbaren Wirklichkeit, also dem Augenschein nach, ein Widerspruch klafft. Das bereitet nicht selten Not. Andererseits können gerade diese Bilder, denen wir in der Bibel begegnen, helfen, eine persönliche Beziehung zu Gott zu finden. Das ist letztlich das wichtige Anliegen der Bibel vom ersten bis zum letzten Blatt. Das deutlichste Bild von Gott ist in Jesus Christus gegeben. Weil in ihm „die ganze Fülle der Gottheit wohnt“, versichert er uns: Wer mich sieht, der sieht den Vater (nach Joh 14,7). Das reicht aus für unsere Beziehung zu Gott und wird uns in allen Herausforderungen, denen wir heute begegnen, helfen.

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