Andachten

Andacht

Andacht 15.07.2021

15. Juli 2021 | Günter Schlicke

Andacht 15.07.2021

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Durch den Glauben gehorchte Abraham, als Gott ihn aufforderte, seine Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu ziehen, das Gott ihm als Erbe geben würde. Er ging, ohne zu wissen, wohin ihn sein Weg führen würde. Abraham konnte so handeln, weil er auf eine Stadt mit festem Fundament wartete, deren Bauherr und Schöpfer Gott selbst ist.

Sehr viel Zeit unseres Lebens verbringen wir mit Warten. Vielleicht mag uns das übertrieben vorkommen. Doch wenn wir genauer hinschauen, ist es wahr. Jeden Tag warten wir – ob ungeduldig an der Kasse im Supermarkt, genervt an roten Ampeln oder müde auf den Bus oder Zug, der uns nach Hause bringt. Wir warten auf den Feierabend und sehnen uns nach dem Wochenende. Denn dann können wir endlich auf-atmen, wenn wir nach einer anstrengenden, kräftezehrenden Woche entspannt die Beine übereinander schlagen können. Dabei ist Warten nicht immer einfach und muss gelernt werden. Besonders schwer empfinden wir es, wenn wir nichts tun können, um die Zeit zu verkürzen. Wir müssen warten, bis wir achtzehn Jahre alt und damit volljährig sind, bis die Lehre oder das Studium nach Anstrengungen erfolgreich abgeschlossen ist oder die heiß begehrte und hart umkämpfte Arbeitsstelle unser Wirkungsbereich wurde. Auch Abraham musste warten. Erst als er einhundert Jahre alt war, wurde sein ersehnter und lange verheißener Sohn geboren. Doch „er war vollkommen überzeugt davon, dass Gott das, was er versprochen hat, auch tun kann.“ (Röm 4,21) Dadurch konnte er die Spannung des Wartens ertragen. Selbst als sich der größte Wunsch seines Lebens nicht erfüllte – in die Stadt einzuziehen, deren Bauherr und Schöpfer Gott selbst ist –, gab er nicht auf. Wir sollten das Warten ebenfalls nicht aufgeben, auch wenn sich nicht alle Wünsche unseres Lebens erfüllen oder wir lange darauf warten müssen. Wenn wir nur „däumchendrehend“ abwarten, werden wir die Zeit als sehr lang empfinden. Arbeiten wir jedoch auf ein sinnvolles Ziel im Leben hin, dann vergeht die Zeit wie im Fluge. Und was gibt es Sinnvolleres, als Menschen einzuladen, diesen Gott kennenzulernen, und auf die Stadt und Welt zu warten, die Gott für alle bereitet hat, die ihm vertrauen?

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