Andachten

Andacht

Andacht 23.08.2021

23. August 2021 | Elí Diez-Prida

Andacht 23.08.2021

Bildnachweis: cw-design / photocase.de

Da ging der König hinein zum Mahl, sich die Gäste anzusehen, und sah da einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Gewand an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte.

Ich fragte mich, warum einige der Männer beim Verlassen der Moschee etwas verwundert auf mich blickten. Bis ich erschrocken merkte, wie ich aussah: Ich trug nach einem heißen Tag am Roten Meer immer noch kurze Hose, T-Shirt und Flipflops. Der herrliche Abendhimmel – die blaue Stunde – und das leuchtende Gebäude hatten mich völlig vergessen lassen, dass ich einen Gebetsraum betrat. Zum Respekt vor Andersgläubigen gehört unter anderem das Wissen um deren Kleiderordnung. Für Unachtsame wie mich damals gibt es vor dem Eingang mancher sakralen Bauten eine Hinweistafel, die in Bildern zeigt, was als akzeptabel gilt und was nicht. Das erinnert mich an die Erzählung in Matthäus 22. Beim Hochzeitsfest, das ein König für seinen Sohn ausrichtete, tauchten einige Probleme auf, erzählte Jesus: Zuerst erschienen die geladenen Gäste nicht; später, als der König sich die neuen, schnell herbeigerufenen Gäste ansah, entdeckte er einen Eindringling. Dieser Mann fiel sofort auf, weil er kein hochzeitliches Gewand trug. Kein Wunder! Er – wie die anderen Gäste auch – war in letzter Minute und unverhofft zu dieser Ehre gekommen. Die Diener des Königs hatten ihn direkt von der Straße geholt! Wie sollte er so schnell ein Festgewand besorgen? Anscheinend trugen alle anderen „spontanen“ Gäste das passende Gewand. Dafür und für die verwunderte Frage des Königs finde ich nur eine Erklärung, und der drastische Ausgang der Erzählung bestärkt mich darin: Dieses Hochzeitsgewand war ein Geschenk des Königs, das jeder Gast bekam. Aus welchem Grund auch immer hatte dieser „Eindringling“ das Geschenk ignoriert oder gar abgelehnt. Für jeden, der Jesus Christus als seinen persönlichen Erlöser annimmt, ist ein Platz an der Festtafel reserviert, die er für die Erlösten vorbereitet. Die beste maßgeschneiderte Kleidung, die wir tragen könnten, würde seinem prüfenden Blick nicht genügen. Vor einem sündlosen, vollkommenen Gott können nur ebenso vollkommene Gäste bestehen. Diese „Ausstattung“ gibt es nur geschenkt: von dem, der sie für uns am Kreuz erwarb. Gott sei Dank!

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