Andachten

Andacht

Andacht 25.10.2021

25. Oktober 2021 | Jessica Schultka

Andacht 25.10.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Meine Zeit steht in deinen Händen.

Eigentlich sollte die Zeitumstellung in diesem Jahr bereits abgeschafft werden, da aber einige EU-Mitgliedsstaaten mehr Zeit brauchen, um das umzusetzen, verschiebt sich das Ganze um ein Jahr. So leben wir dieses Jahr noch mit einem Mini-Jetlag (zumindest die Zeit-Empfindsamen unter uns). Der saloppe Spruch „Uns wurde heute eine Stunde geschenkt.“ ist schon bemerkenswert, denn das geht ja gar nicht. Unser Tagesablauf wurde nur anders getaktet. Während wir für die Messung von Zeit ganz objektive Messgrößen haben, spielen auch die subjektiven Empfindungen eine große Rolle. Kinder, die auf Weihnachten oder ihren Geburtstag hinfiebern, empfinden die Wartezeit als extrem lang. Ich habe mal einen Ferienjob im Altenheim gemacht – für mich war diese Tätigkeit der blanke Horror, weil es überhaupt nicht meinen Gaben entsprach: jede Minute zog sich dahin bis zum Feierabend. Inzwischen verfliegt meine Zeit nur so, wenn ich arbeite. Ein allgegenwärtiges subjektives Empfinden ist auch unser Stresspegel. Es scheint oft, als würde der Alltag nur daraus bestehen, ständig von einem Ort zum anderen, von einem Termin zum nächsten zu hetzen. Der englische Schriftsteller George Orwell schrieb bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: „Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“ Der Psalmschreiber in unserem heutigen Bibeltext versteht seine Lebenszeit als von Gott geschenkte Zeit. Deshalb kann er alles, was ihm geschieht, aus seiner Hand nehmen – unterschiedliche Lebensphasen, die verschiedene Herausforderungen in sich bergen. Das Vertrauen darauf, dass Gott unsere Zeit in der Hand hat und darüber steht, kann uns Ruhe schenken. Wir müssen nicht alles in unsere Lebenszeit hineinpressen, weil wir darüber hinaus eine Gewissheit auf Ewigkeit haben. Dies gibt uns die Gelassenheit, auch einmal loszulassen, nicht nur zu hetzen, sondern bewusst Ruhezeiten einzubauen. Da kann es doch ganz befreiend sein, jemandem ein Stündchen zu schenken.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir. Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir. (ghs 407) 

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