Andachten

Andacht

Andacht 27.10.2021

27. Oktober 2021 | Günther Hampel

Andacht 27.10.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Da nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt Jerusalem und stellte ihn auf die höchste Stelle des Tempels. „Wenn du Gottes Sohn bist, dann spring hinunter“, forderte er Jesus auf. In der Schrift steht doch: ‚Gott wird dir seine Engel schicken. Sie werden dich auf Händen tragen.‘“

Der Teufel ist weder beschränkt noch ungebildet. Er kennt sich bestens in der Bibel und der menschlichen Psyche aus. Damals versuchte er, Jesus auf einem heiklen Gebiet zu Fall zu bringen: Es ging um das Vertrauen zu Gott. Es stimmte ja, was er Jesus vorhielt, denn die Bewahrung durch Engel hatte Gott durch den Psalmdichter tatsächlich zugesagt (Ps 91,11–12). Jesus durchschaute die Taktik und ließ den Versucher abblitzen, indem er entgegnete: „In der Schrift steht aber auch: ,Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern!‘“ (Mt 4,7 Hfa) Wie ist das nun mit dem Vertrauen? Allein das alltägliche Leben ist für jeden immer wieder aufs Neue eine Vertrauenssache. Ob ich in ein Auto steige, die Bahn benutze oder mich in finanziellen Angelegenheiten beraten lasse: Ohne Vertrauen geht nichts. Leben ist stets ein Stück Risiko. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass wir früh anfangen müssen, Vertrauen zu üben. Im Kindesalter spielte sich das in der Familie ab. Die Erfahrung lehrte: Auf Mutter und Vater kann ich mich verlassen, sie meinen es gut mit mir. Aus solchem Vertrauen erwuchsen im Laufe der Zeit das Selbstvertrauen und der Mut, eigene Schritte zu wagen. Aber es gibt auch Erfahrungen, die gelehrt haben, nicht überall blind zu vertrauen, sondern vorsichtig zu sein: Nicht alles ist wahr, was man uns erzählt. Nicht jeder meint es gut mit uns und nicht immer ist auf alle Menschen Verlass – irgendwo hat jeder seine Grenzen. Darum ist gut dran, wer sich nicht allein auf Menschen verlässt, nicht nur sich selbst und anderen vertraut, sondern gelernt hat – möglicherweise auch durch bittere Erfahrungen –, dass nur einer wirklich verlässlich ist: Gott. Diese Erkenntnis war es wohl, die den ungenannten Psalmdichter schreiben ließ: „Es ist viel besser, beim HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen.“ (Ps 118,8 Hfa) Das Leben ist Vertrauenssache – jeden Tag neu. Aber jeden Tag neu gilt auch Gottes Zusage: Ich bin dir nahe und meine Engel begleiten dich. Danke, Herr, darauf verlass ich mich!

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