Andachten

Andacht

Andacht 13.11.2021

13. November 2021 | Sylvain Romain

Andacht 13.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Während seines ägyptischen Feldzugs (1799) hörte Napoleon das arabische Wort masaḥa und erfand daraufhin das französische Wort Massage. Masaḥa bedeutet „streichen“ oder „streicheln“, im übertragenen Sinn: wegwischen, reinigen. Es entspricht dem Hebräischen māshākh, das wir in der Bibel in drei Zusammenhängen kennen: Erstens, wenn ein Götzenbild angestrichen wird, damit es schön aussieht (Jer 22,14). Zweitens, wenn Brötchen mit Öl bestrichen werden, damit sie knusprig werden (2 Mo 29,2). Drittens, wenn jemand mit Öl gesalbt wird, um ihn als König, Priester oder Propheten einzusegnen. Dieses Wort ist eins der seltenen semitischen Wörter, die auch im Neuen Testament vorkommen: als massáomai: die Zunge bewegen (Offb 16,10); als ekmássein: Jesus trocknete die Füße der Jünger mit einem Tuch (Joh 13,5); und als exémassein: Maria rieb die Füße Jesu mit ihrem Haar, um sie zu pflegen (Lk 7,38). Kurzum: Jesus wird der Messias genannt, weil er uns alles anbietet, was ein guter Physiotherapeut kann: Wie oft sehnen wir uns nach Entspannung? Und da sagt er: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ (Mt 11,28 Hfa) Wie eine Schicht Sonnencreme schützt er uns vor Gefahren. Wie der barmherzige Samariter heilt er unsere Wunden. Mit einem geistlichen Peeling reinigt er uns „von aller Ungerechtigkeit“ (1 Joh 1,9). Kurzum: Der Messias bietet Wellness für Körper und Seele. Er ist der Heiland: derjenige, der heilt. Seine Salbe (Latein salve: Heilung) ist ein Antibiotikum (wie Salbei). Er wünscht uns „Salut“ (heil zu sein); und wer sich ihm anvertraut, befindet sich wie bei einer salvatorischen Klausel auf der sicheren Seite. Es lohnt sich, sich ihm anzuvertrauen. Wer dies tut, erlebt Wellness pur, Streicheleinheiten für seine Seele. Deshalb: „Komm zu dem Heiland, komme noch heut“ (ghs, Nr. 429). Vertraue ihm deine Sorgen und Schmerzen an. In seinen Händen bist du bestens aufgehoben.

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